Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

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WHKD2000
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von WHKD2000 »

Niemand2000 hat geschrieben:
30.03.20, 15:29
ich bezog meine Antwort auf Ihre Aussage dass Demonstrationen eigentlich immer einen politischen Hintergrund hätten, was ich nicht so sehe
ggf. hierzu die Frage an den TE, was soll dann an Aufläufen wie z.B. CSDay politisch sein?
sorry, "po" müsste ich eigentlich löschen.
Gleichwohl gelingt mir dies nicht.
Ich bin nur juristischer Leihe.

:engel:

PS: ich gehe nicht auf solche Demos.......... :lachen:

Niemand2000
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von Niemand2000 »

ich gehe immer zu https://www.welt.de/vermischtes/article ... -Demo.html und schau mir die teilnehmer an :ironie:

Celestro
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von Celestro »

WHKD2000 hat geschrieben:
30.03.20, 15:14

Insofern,als daß dem TE wohl die zeitliche und wahrheitsmäßige Abfolge der "fiktiven" Handlungen wohl nicht so ganz gelingen mag und deshalb eine gewisse Skepsis der antwortenden User an den Schilderungen des TE nicht ganz unbegründet ist.

:engel:
Was ist denn das für ein Unfug. Der TE hat nochmal klar gemacht, dass die zeitliche Abfolge eben genau so sein soll, dass die Demonstranten Ihre Handlungen unter dne Augen der Polizei vollziehen. Erwächst aus dieser Unterlassung ein Schadensersatzanspruch, Ja oder Nein?

Altbauer
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von Altbauer »

WHKD2000 hat geschrieben:
30.03.20, 15:14
Celestro hat geschrieben: ↑26.03.20, 15:07
kommt wohl auch ein bißchen auf die Zeitabfolge an. Wenn die Laster und Möbel schon brannten, als die Polizei eintraf, kann man selbiger wohl kaum Vorwürfe machen.
tja,in wie fern bringen uns diese Beiträge weiter, fragt der TE .

Insofern,als daß dem TE wohl die zeitliche und wahrheitsmäßige Abfolge der "fiktiven" Handlungen wohl nicht so ganz gelingen mag und deshalb eine gewisse Skepsis der antwortenden User an den Schilderungen des TE nicht ganz unbegründet ist.
Ok. Dann konkretisieren wir mal auch das:
Zeitabfolge:
- Besetzung des Betriebsgeländes
- Polizei wird gerufen, Demonstranten zunächst nur auf dem Gelände
- Polizei rückt an
- Polizei fordert über Lautsprecher zum Verlassen des Geländes auf. Das geschieht nicht.
- Ein Teil der Demonstranten beschränkt sich auf Sprechchöre und das Wedeln mit Plakaten und Spruchbändern
- Polizei fordert wiederholt auf, das Gelände zu verlassen
- ein Teil der Demonstranten (sagen wir mal geschätzt 1/5) beginnt die Türen zum Gebäude aufubrechen, Akten und Mobiliar
hinauszutragen, zu zerkleinern und anzuzünden. Laster werden angezündet.
- Polizei beobachtet, dass der friedliche Teil der Demonstranten (4/5) mit den nicht so friedlichen herumdiskutiert.
- Polizei beobachtet, dass der friedliche Teil der Demonstranten sich zusammenschließt und vom Gelände abrückt.
Das 1/5 nicht so friedliche Demonstranten mischt sich schnell unter die friedlichen und rückt nicht ab.
- Polizei unternimmt keinen Versuch, die Demonstranten zu stoppen und Personalien festzustellen.(Vermeidung unschöner Bilder)

Ich hoffe, dass ich den von mir erfundenen Fall nun hinreichend konkretisiert habe.
Und nun interessiert mich: hat der Firmeninhaber einen Anspruch gegen das Bundesland?

WHKD2000
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von WHKD2000 »

wenn die zeitliche und tatsächliche Abfolge so war wie beschrieben ist meine Antwort ja.
Wobei noch zu erläutern wäre das Zahlenverhältnis beider Gruppen, hiesse, wäre die Pol.in der Lage gewesen,
einer vorhandenen Anzahl von "Teilnehmern" wirksam gegenüberzutreten.

:engel:

ktown
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von ktown »

Um wieviel Demonstranten hat es sich hier eigentlich gehandelt? Müssen ja einige hundert gewesen sein, wenn eine knappe Hundertschaft lieber deeskalierend vorgeht als Straftaten einer Minderheit zu verhindern. Auch noch unter dem Gesichtspunkt, dass diese Minderheit sich räumlich komplett von der friedlichen Masse getrennt hat und sich selbst auch noch dezimiert, da wohl einige ins Haus gehen und einige zu den Fahrzeugen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

WHKD2000
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von WHKD2000 »

ktown hat geschrieben:
30.03.20, 18:15
Um wieviel Demonstranten hat es sich hier eigentlich gehandelt? Müssen ja einige hundert gewesen sein, wenn eine knappe Hundertschaft lieber deeskalierend vorgeht als Straftaten einer Minderheit zu verhindern. Auch noch unter dem Gesichtspunkt, dass diese Minderheit sich räumlich komplett von der friedlichen Masse getrennt hat und sich selbst auch noch dezimiert, da wohl einige ins Haus gehen und einige zu den Fahrzeugen.
den Ansatz habe ich auch gesehen.
Es ist wohl niemandem zuzumuten, z.B. die eigene Gesundheit wg. einer Sachbeschädigung (hier:mehrere) aufs Spiel zu setzen

:engel:

Altbauer
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von Altbauer »

Altbauer hat geschrieben:
30.03.20, 17:27
Das 1/5 nicht so friedliche Demonstranten mischt sich schnell unter die friedlichen und rückt nicht ab.
Da ist mir leider ein Schreibfehler unterlaufen. Sorry!
Richtig muss es heißen:
Das 1/5 nicht so friedliche Demonstranten mischt sich schnell unter die friedlichen und rückt mit ab.
ktown hat geschrieben:
30.03.20, 18:15
Um wieviel Demonstranten hat es sich hier eigentlich gehandelt? Müssen ja einige hundert gewesen sein, wenn eine knappe Hundertschaft lieber deeskalierend vorgeht als Straftaten einer Minderheit zu verhindern. Auch noch unter dem Gesichtspunkt, dass diese Minderheit sich räumlich komplett von der friedlichen Masse getrennt hat und sich selbst auch noch dezimiert, da wohl einige ins Haus gehen und einige zu den Fahrzeugen.
Es muss nicht immer nur das Kräfteverhältnis sein, was die Polizeiführung vor Ort zu ihrem Entschluss bewogen hat.
Es mag auch eine Rolle gespielt haben, dass es eine Direktive "von oben" gab, "unschöne Bilder" auf jeden Fall zu vermeiden!

Niemand2000
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von Niemand2000 »

Altbauer hat geschrieben:
31.03.20, 14:38
Altbauer hat geschrieben:
30.03.20, 17:27
Das 1/5 nicht so friedliche Demonstranten mischt sich schnell unter die friedlichen und rückt nicht ab.
Da ist mir leider ein Schreibfehler unterlaufen. Sorry!
Richtig muss es heißen:
Das 1/5 nicht so friedliche Demonstranten mischt sich schnell unter die friedlichen und rückt mit ab.
ktown hat geschrieben:
30.03.20, 18:15
Um wieviel Demonstranten hat es sich hier eigentlich gehandelt? Müssen ja einige hundert gewesen sein, wenn eine knappe Hundertschaft lieber deeskalierend vorgeht als Straftaten einer Minderheit zu verhindern. Auch noch unter dem Gesichtspunkt, dass diese Minderheit sich räumlich komplett von der friedlichen Masse getrennt hat und sich selbst auch noch dezimiert, da wohl einige ins Haus gehen und einige zu den Fahrzeugen.
Es muss nicht immer nur das Kräfteverhältnis sein, was die Polizeiführung vor Ort zu ihrem Entschluss bewogen hat.
Es mag auch eine Rolle gespielt haben, dass es eine Direktive "von oben" gab, "unschöne Bilder" auf jeden Fall zu vermeiden!
das beantwortet aber nicht die Frage der Anzahl der Demonstranten :wink:

Celestro
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von Celestro »

Niemand2000 hat geschrieben:
31.03.20, 14:50
das beantwortet aber nicht die Frage der Anzahl der Demonstranten :wink:
Nein ... und? Warum sollte man diese Frage auch beantworten? Würde sich die Antwort ändern, je nachdem ob es 50, 100, 117 oder 203 Demonstranten waren? Ich glaube nicht ....

WHKD2000
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Re: Schadenersatzanspruch wg. Deeskalation

Beitrag von WHKD2000 »

Altbauer hat geschrieben:
31.03.20, 14:38
a) Es muss nicht immer nur das Kräfteverhältnis sein, was die Polizeiführung vor Ort zu ihrem Entschluss bewogen hat.
b) Es mag auch eine Rolle gespielt haben, dass es eine Direktive "von oben" gab, "unschöne Bilder" auf jeden Fall zu vermeiden!
:shock:
a) ist richtig; zählen alleine reicht da nicht.Man hatte da vielleicht erwogen, daß sich die Masse der friedlichen Demonstranten durch einen mittels Gewalt durchgeführten Polizeieinsatz ebenfalls durch die anderen vermutlich Berufsdemonstranten ( kleine Frage: :shock: so Richtung schwarzer Block ? 8) ) zu der von diesen gewünschten massiven Konfrontation hinreissen liesse.... :engel:

:ironie:
b) ich gehe da immer vorher zu worldwidewebslashdirektivevonoben-Seite; da habe ich dann Infos aus erster Hand


:engel:

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