Probleme bei der Grabauflösung

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bücherei
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Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von bücherei »

A hat im Jahr 2015 für die Beerdigung eines Familienangehörigen ein bestehendes Grab um 25 Jahre verlängert.
Nun möchte A ins Ausland ziehen und das Grab auflösen.
A wohnt in einem kleinen Dorf. Seine Gemeinde verlangt für die Auflösung 500€. Das Dorf hat jedoch eigene Regeln gemacht und verlangt 2000€.
Ist die Niederlassungsfreiheit eingeschränkt, weil A nicht genug Geld hat um das zu bezahlen und umzuziehen?
Darf das Dorf den 4-fachen Preis der Gemeinde verlangen?
Wie ist die Rechtslage? Werden noch andere Rechte eingeschränkt?

WHKD2000
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von WHKD2000 »

bücherei hat geschrieben:
27.04.20, 13:19
A hat im Jahr 2015 für die Beerdigung eines Familienangehörigen ein bestehendes Grab um 25 Jahre verlängert.
Nun möchte A ins Ausland ziehen und das Grab auflösen.
A wohnt in einem kleinen Dorf. Seine Gemeinde verlangt für die Auflösung 500€. Das Dorf hat jedoch eigene Regeln gemacht und verlangt 2000€.
Ist die Niederlassungsfreiheit eingeschränkt, weil A nicht genug Geld hat um das zu bezahlen und umzuziehen?
Darf das Dorf den 4-fachen Preis der Gemeinde verlangen?
Wie ist die Rechtslage? Werden noch andere Rechte eingeschränkt?
ich werde da nicht ganz schlau daraus.
Ist "Gemeinde" der Landkreis,hat das "Dorf" eine eigene Satzung??
:engel: a bisserl was geht immer :engel:

bücherei
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von bücherei »

Mit Gemeinde ist tatsächlich Gemeinde gemeint. Zu dieser gehört auch dieses Dorf. Das Dorf regelt allerdings Kirchenangelegenheiten selbst und hat ein eigenständiges Pfarrbüro.

ExDevil67
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von ExDevil67 »

Wer betreibt denn den Friedhof? Einzig der Betreiber dürfte über die Kompetenz verfügen eine Gebührenordnung für seinen Friedhof zu erlassen. Betonung auf "für seinen Friedhof", was der Nachbarfriedhof nimmt dürfte keine Rolle spielen.

lottchen
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von lottchen »

Gibt es eine Friedhofsgebührensatzung oder wo kommen die 2000€ sonst her?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

WHKD2000
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von WHKD2000 »

bücherei hat geschrieben:
27.04.20, 19:07
Mit Gemeinde ist tatsächlich Gemeinde gemeint. Zu dieser gehört auch dieses Dorf. Das Dorf regelt allerdings Kirchenangelegenheiten selbst und hat ein eigenständiges Pfarrbüro.
heißt also,die KGemeinde hat also eine "eigene Satzung"?
Also quasi Staat im Staate??
:engel: a bisserl was geht immer :engel:

WHKD2000
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von WHKD2000 »

lottchen hat geschrieben:
27.04.20, 20:42
Gibt es eine Friedhofsgebührensatzung oder wo kommen die 2000€ sonst her?
wenn es keine Satzung gibt, sind die 2000€ vom Tisch.
Die muß dem TE aber kundgetan worden sein.

:engel:
:engel: a bisserl was geht immer :engel:

hawethie
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von hawethie »

WHKD2000 hat geschrieben:
27.04.20, 20:45
heißt also,die KGemeinde hat also eine "eigene Satzung"?
Also quasi Staat im Staate??
Die Gemeinde macht die Gebührensatzung für die kommunalen Friedhöfe, die Kirche die Gebührenordnung für die kirchlichen. Ein privater Anbieter dürfte auch seine eigenen Gebührenordnung machen.
Das ist vollkommen normal und hat mit "Staat im Staate" nix zu tun.
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

WHKD2000
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von WHKD2000 »

hawethie hat geschrieben:
28.04.20, 10:35
WHKD2000 hat geschrieben:
27.04.20, 20:45
heißt also,die KGemeinde hat also eine "eigene Satzung"?
Also quasi Staat im Staate??
Die Gemeinde macht die Gebührensatzung für die kommunalen Friedhöfe, die Kirche die Gebührenordnung für die kirchlichen. Ein privater Anbieter dürfte auch seine eigenen Gebührenordnung machen.
Das ist vollkommen normal und hat mit "Staat im Staate" nix zu tun.
von einem privaten Anbieter ist hier keine Rede.....
aber wie kommt der TE dann von den 500€, denn er wird die Gebühren vorab erfragt haben, auf die jetzt verlangten 2000€?
:engel: a bisserl was geht immer :engel:

hawethie
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von hawethie »

Gemeinde (Kommunal): 500 EUR
Kirchengemeinde (Kirche): 2 TEUR...
privater Anbieter (von dem hier nicht die Rede ist - aber als Beispiel): 123,85 EUR (auch nur ein Beispiel)

Der TE könnte ja mal mitteilen, wem der Friedhof gehört und was in der Satzung bzw. Gebührenordnung des Friedhofsbetreibers steht.
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

Dummerchen
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von Dummerchen »

Ich verstehe nicht ganz, was mit "Grab auflösen" gemeint ist. Die Ruhestätte wird "gekauft" - also eigentlich für die Laufzeit gepachtet. Mit Ablauf der Pachtzeit wird das Grab einfach wieder frei und kann dann an den nächsten Menschen verpachtet werden. Man kann die Laufzeit in der Regel verlängern, aber vor Ablauf der Mindestruhezeit nach der letzten Beisetzung wird ein Grab nicht "aufgelöst" oder an den nächsten Interessenten verpachtet.

Wenn 2015 die letzte Beisetzung in dieses Grab erfolgte, dann dürfte für 20 bis 30 Jahre das Grab dem kaufenden Angehörigen "gehören". Bei einem Urnengrab eventuell etwas kürzer.
The nine most terrifying words in the English language are, 'I'm from the government and I'm here to help.'
Ronald Reagan
40th president of US (1911 - 2004)

lottchen
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von lottchen »

Ich vermute, das Grab soll eingeebnet werden. Der Grabstein abgebaut und entsorgt. Das kostet auch Geld.
Ob das schon 5 Jahre nach der letzten Beisetzung gemacht werden kann - keine Ahnung. Kommt vielleicht auch darauf an, ob Urne oder Sarg.
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WHKD2000
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von WHKD2000 »

hawethie hat geschrieben:
28.04.20, 12:49

Der TE könnte ja mal mitteilen, wem der Friedhof gehört und was in der Satzung bzw. Gebührenordnung des Friedhofsbetreibers steht.
ansonsten man hier im Trüben fischt.
Ich denke, die beabsichtigte "Auflösung" ist eigentlich nur ein Freikauf von der Verpflichtung zur Grabpflege.
Da will man dann aus dem Ausland nicht hierfür anreisen müssen.
Macht Sinn.

:engel:
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WHKD2000
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von WHKD2000 »

lottchen hat geschrieben:
28.04.20, 13:12
Ich vermute, das Grab soll eingeebnet werden. Der Grabstein abgebaut und entsorgt. Das kostet auch Geld.
Ob das schon 5 Jahre nach der letzten Beisetzung gemacht werden kann - keine Ahnung. Kommt vielleicht auch darauf an, ob Urne oder Sarg.
also mW. klares NEIN

:engel:
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Celestro
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Re: Probleme bei der Grabauflösung

Beitrag von Celestro »

Stellt sich die Frage, ob 2015 jemand dort beerdigt wurde. 2015 erfolgte die Verlängerung ... und Zeil war es, einen Familienangehörigen dort beerdigen zu können. Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass 2015 auch einer beerdigt wurde.

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