Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

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Gaia
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von Gaia »

Zafilutsche hat geschrieben:
19.06.20, 16:19
Also ich würde mal beim Geschäftsführer des Einkaufsladen aufschlagen und mal nach seiner Meinung fragen, ob er die unseriösen Geschäftspraktiken seines "Vertragspartners" so unterstützt?
Danach kann man immer noch entscheiden mit wem man zukünftig Umsatz machen möchte.
Wie bereits erwähnt, braucht man als Kunde so etwas nicht unterstützen.
Ich behaupte einfach mal, der GF kann mit solchen Geschichten, wie sie hier der TE erzählt, ein Buch füllen. Und nicht in einer dieser Geschichten findet sich der Satz 'Ja, die haben recht, aber ich habe keinen Bock zu zahlen'. Da finden sich vielmehr solche Sachen wie die alte, aber immer noch hart arbeitende Mutter, die aber noch wahnsinnig schnell rennen und deshalb in maximal fünf Sekunden um die Ecke flitzen, nach einem anderen Laden gucken und wieder an ihres Mannes Auto zurück sein kann. Und wahrscheinlich findet sich in jeder dieser Geschichten der Hinweis, wenn der GF das nicht akzeptiert und den Parkplatzüberwachern sagt, der Geschichtenerzähler sei ein ganz toller Kunde und sie sollten auf ihre Ansprüche verzichten, dann kauft die Mutter nie wieder bei ihm und erzählt allen, die sie kennt (und das sind viiiiele, das kannste aber glauben!), was für ein fürchterlicher Laden das hier ist und niemand solle da mehr einkaufen gehen und dann ist der Laden nämlich bald pleite und der GF dann arbeitslos, und das will er doch sicher nicht, oder? Na also!

Supermärkte machen sowas nicht aus Spaß an der Freude. Bevor irgendeine Form der konsequenten Parkraumüberwachung eingeführt wird, muß es tatsächlich ein massives Problem geben mit Parkplätzen, die den tatsächlichen Kunden durch Nicht-Kunden bzw. Nicht-Mehr-Kunden entzogen werden. Natürlich wird die Überwachung outgesourct und natürlich ist der Dienstleister daran interessiert, schnell und unproblematisch an sein Geld zu kommen.

Wir kennen hier nur die Darstellung des TE. Diese Darstellung ist z.T. erstaunlich und naturgemäß nicht über jeden Zweifel erhaben. Aber wenn alles stimmen sollte, braucht er sich keine Gedanken machen. Sollte die Firma klagen, wird sich ja herausstellen, daß in keinster Art und Weise gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen wurde.

Außer vielleicht doch eventuell bei den ominösen drei bis fünf Sekunden. Aber da kann man sich sicher auf die Erzählungen alte Mutter verlassen, die noch flott auf den Beinen ist, da muß man sich keine Gedanken machen. Also alles gut. Wobei das wahrscheinlich auch der Mensch gedacht hat, dessen hier bereits verlinktes Verfahren vom BGH entschieden wurde. Vielleicht hören wir ja in ein paar Jahren, wie der BGH zu einer nicht vorhandenen Karenzzeit in den Nutzungsbedingungen eines privaten Parkraumüberwachers steht.

Mal ganz allgemein: mit solchen Leuten redet man nicht, wenn man sicher ist, alles sei rechtlich korrekt gewesen. Man schreibt denen einmal seine Sicht der Dinge (per Post, nie per Mail) und geht nicht ran, wenn die anrufen. Aktiv muß man erst werden, wenn der Mahnbescheid in der Post ist.
WHKD2000 hat geschrieben:
19.06.20, 17:39
Ob sie sich hierbei auf Videomaterial berufen kann bzw. darf,...man weiß es nicht.
Stimmt. Man darf aber wohlwollend davon ausgehen, daß die Sache unproblematisch ist.

WHKD2000
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von WHKD2000 »

Gaia hat geschrieben:
19.06.20, 17:48
Wir kennen hier nur die Darstellung des TE. Diese Darstellung ist z.T. erstaunlich und naturgemäß nicht über jeden Zweifel erhaben. ...................


Außer vielleicht doch eventuell bei den ominösen drei bis fünf Sekunden. Aber da kann man sich sicher auf die Erzählungen alte Mutter verlassen, die noch flott auf den Beinen ist, da muß man sich keine Gedanken machen.
joh.

bin da auch etwas ins Stolpern geraten.

Mein erster Gedanke war Jesse Owens.

Aber der hätte rein zeitlich nicht in die Schilderung gepasst.

:engel:

ktown
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von ktown »

WHKD2000 hat geschrieben:
19.06.20, 17:39
Der TE hat mit seinem "Bluff" ,nämlich der Nennung unrichtiger Personen auf dem Platz,eher die eigene Glaubwürdigkeit ......"reduziert". :engel:
Der muss auch nichts beweisen. Er hätte in dem Schriftverkehr auch was aus Hänsel und Gretel vorlesen können und das was er beweisen muss, kann er mit dem Kassenzettel belegen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

WHKD2000
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von WHKD2000 »

ktown hat geschrieben:
19.06.20, 17:57
WHKD2000 hat geschrieben:
19.06.20, 17:39
Der TE hat mit seinem "Bluff" ,nämlich der Nennung unrichtiger Personen auf dem Platz,eher die eigene Glaubwürdigkeit ......"reduziert". :engel:
Der muss auch nichts beweisen. Er hätte in dem Schriftverkehr auch was aus Hänsel und Gretel vorlesen können und das was er beweisen muss, kann er mit dem Kassenzettel belegen.
könnte ggf. zur Erheiterung des Richters beitragen.........oder...... :ironie: ..........zu dessen Schläfrigkeit im Termin. :devil:

:engel:

Celestro
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von Celestro »

ktown hat geschrieben:
19.06.20, 17:57
Der muss auch nichts beweisen. Er hätte in dem Schriftverkehr auch was aus Hänsel und Gretel vorlesen können und das was er beweisen muss, kann er mit dem Kassenzettel belegen.
aha ... wenn also der Mahnbescheid kommt und die Sache vor Gericht geht und der Kontrolleur vor Gericht sagt, dass der Fahrer(in) VOR dem Einkauf das Gelände verlassen hat und daher um 13:38 das Knöllchen ans Auto "getackert" wurde, müsste der S Ihrer Meinung nach trotzdem nichts beweisen, bzw. wäre die Mutter mit dem Kassenzettel automatisch aus dem Schneider?

mSkill
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von mSkill »

Der neue Laden ist direkt an der Ecke, wenn es hochkommt sind ex maximal 8 m zu laufen...

https://ibb.co/BN0DLCt

Da wo der Pfeil ist ist die Tür zu dem neuen Laden, der an dem Tag noch nicht eröffnet hatte. Das Auto stand exakt dort wo das X ist. Man verlässt somit schon das Grundstück wenn man links aussteigt und über den weißen Streifen ist.

Wahrscheinlich sind die 3-5 Sekunden einigen immer noch ominös, zurecht, denn sicherlich waren es nicht mal 3 s :). Und wie gesagt, angeblich notieren die niemanden auf, der für ein paar Sekunden das Grundstück verlassen hat, es sei ja nicht in Ordnung und man sein erwachsen.

Ich denke mal, auch wenn das Videomaterial Recht ist und auch wenn die Firma behauptet hätte, dass sie eine Frau gesehen haben und alles korrekt sei, bezweifle ich extrem stark ein Richter hier einlenkt und wegen sowas die Frau schuldig spricht.

Celestro
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von Celestro »

mSkill hat geschrieben:
19.06.20, 19:08
Ich denke mal, auch wenn das Videomaterial Recht ist und auch wenn die Firma behauptet hätte, dass sie eine Frau gesehen haben und alles korrekt sei, bezweifle ich extrem stark ein Richter hier einlenkt und wegen sowas die Frau schuldig spricht.
Ein Richter ist ans Gesetz gebunden. Sofern die Kundin gegen die AGB verstoßen hat und diese AGB rechtlich in Ordnung sind, hat der Richter da eigentlich keinen Spielraum.

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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von winterspaziergang »

mSkill hat geschrieben:
19.06.20, 19:08
Der neue Laden ist direkt an der Ecke, wenn es hochkommt sind ex maximal 8 m zu laufen...

...

Wahrscheinlich sind die 3-5 Sekunden einigen immer noch ominös, zurecht, denn sicherlich waren es nicht mal 3 s :).
nichts für Ungut: Jetzt wird es vollends lächerlich

ktown
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von ktown »

Celestro hat geschrieben:
19.06.20, 18:49
und die Sache vor Gericht geht und der Kontrolleur vor Gericht sagt, dass der Fahrer(in) VOR dem Einkauf das Gelände verlassen hat und daher um 13:38 das Knöllchen ans Auto "getackert" wurde, müsste der S Ihrer Meinung nach trotzdem nichts beweisen, bzw. wäre die Mutter mit dem Kassenzettel automatisch aus dem Schneider?
1. Macht sich der Kontrolleur erstmal unglaubwürdig, weil er primär einen Mann beschuldigt um dann auf eine Frau umzuschwenken und zweitens für den Zeitrahmen 13:20 bis 13:37 anhand des Kassenzettels sicherlich der Aufenthaltsort ermittelt werden kann. Ich denke für einen Anwalt wäre es, nimmt man dann noch andere Betroffene dazu, ein leichtes die Aussage des Kontrolleurs als unglaubwürdig darzustellen.
So wie sich der Sachverhalt bisher geschildert wird (plötzlicher Rabatt der Strafe usw., würde es mich nicht wundern, wenn es nie zu einem Mahnverfahren kommen würde.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Celestro
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Re: Parkplatzkontrolle betrügerische Forderung, Widerspruch

Beitrag von Celestro »

ktown hat geschrieben:
19.06.20, 23:03
1. Macht sich der Kontrolleur erstmal unglaubwürdig, weil er primär einen Mann beschuldigt um dann auf eine Frau umzuschwenken und zweitens für den Zeitrahmen 13:20 bis 13:37 anhand des Kassenzettels sicherlich der Aufenthaltsort ermittelt werden kann. Ich denke für einen Anwalt wäre es, nimmt man dann noch andere Betroffene dazu, ein leichtes die Aussage des Kontrolleurs als unglaubwürdig darzustellen.
So wie sich der Sachverhalt bisher geschildert wird (plötzlicher Rabatt der Strafe usw., würde es mich nicht wundern, wenn es nie zu einem Mahnverfahren kommen würde.
Ob er sich unglaubwürdig macht, ist doch gar nicht gesagt. Laut Beschreibung habe S mit dem Chef telefoniert. Was der Kontrolleur also vor Gericht sagen wird, lässt sich nicht anhand der Beschreibung des S voraussagen. Und das ein Unternehmen einen Rabatt anbietet, da es scheinbar jetzt schon viel Stress gibt, beweist auch rein gar nichts. Ja, natürlich ist es möglich das es nicht zu einem Mahnverfahren kommt. Und wenn man sich anschaut, das diverse User hier schon die Einlassungen von S für unglaubwürdig halten, sollte man sich vielleicht nicht zu sehr an der Schilderung des S aufhängen. Die sind nämlich aus Sicht des armen Betrugsopfers geschrieben.

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