Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

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Hobbystrafrechtler
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Hobbystrafrechtler »

Evariste hat geschrieben: 12.01.21, 13:55

Das ist sehr sehr vages und damit nutzloses Argument.

Erstens hat Pornografie nur im weiteren SInne "mit Sex zu tun". Zweitens sind auch andere Dinge, die ganz konkret "mit Sex zu tun" haben, strafbar. Z. B. nehmen wir an, A würde B Geld dafür anbieten, dass sie mit ihm schläft, dann wäre das bereits dann strafbar, wenn B ablehnt (§ 180 Ab. 2 und Abs. 4 StGB).
Das mit dem Geld ist ja ein zusätzlicher Aspekt und eine zusätzliche Gefahr.
Evariste hat geschrieben: 12.01.21, 13:55habe ich doch schon beantwortet: es ist egal. Es handelt sich hier um eine Vorschrift zum Schutz von Jugendlichen vor bestimmten Gefahren. Dass Pornografie für Jugendliche potentiell schädlich ist, ist vielleicht nicht Ihre Meinung, der Gesetzgeber sieht das aber so. Das muss aber nicht für alle Betroffenen gelten, um das Gesetz zu rechtfertigen, es reicht, dass die Gefahr eines Schadens besteht. Das geschützte Rechtsgut ist eben so hoch angesiedelt, dass man in Kauf nimmt, dass auch Handlungen verboten sind, die niemandem schaden(wobei das immer schwer zu sagen ist).
Letztlich spielt es keine Rolle, ob ich Pornographie generell für Jugendlich für gefährlich halte, weil es mir ja nur um den speziellen Fall geht.

Aber du hast schon Recht: Eine Handlung muss nicht immer schädlich sein, damit sie verboten wird. Aber wie du sagst, muss zumindest eine abstrakte Gefahr bestehen(, die so hoch sein muss, dass sie als strafrechtlich relevant gelten kann.) Und mich würde eben interessieren, welche Gefahr der Gesetzgeber für die B sieht. Denn ja, ein Nachweis der Schädlichkeit muss nicht geführt werden, aber es muss erklärt werden, welche abstrakte Gefahr der B durch das Verhalten von A droht. Und ich weiß halt nicht, welche das ist.
Evariste hat geschrieben: 12.01.21, 13:55
Es ging mir konkret um die datenschutzrechtliche Einwilligung. Ohne Einwilligung darf A nichts von B speichern.
Naja, es geht mir nach wie vor nur um den Aspekt, dass A der B was schickt. Das umgekehrte hätte ich vielleicht weglassen sollen, das bringt jetzt eher Verwirrung ein. Eine Straftat von A könnte ich aber sowieso nicht darin erkennen, dass er die Bilder der B besitzt, auch wenn die Eltern nicht eingewilligt haben. Aber wie gesagt, darum soll es eigentlich nicht gehen.
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Tastenspitz »

Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 24.11.20, 18:36 Sex mit Jugendlichen ist i.a. ja erlaubt.

Sexting mit Jugendlichen ist jedoch unter bestimmten Umständen strafbar.
Ja. 184c Absatz 3.
Und Sex mit Jugendlichen siehe 182 StGB.
Es gibt also für beide Varianten die Möglichkeit einer strafbaren Handlung.
Der wesentliche Unterschied dabei ist, dass die betreffenden Dateien eben gespeichert sind. Und das oft nicht mal nur auf einem Datenträger in unmittelbarem und ausschließlichen Zugriff durch den Empfänger was bereits die Verbreitung erfüllen könnte.
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Hobbystrafrechtler »

Tastenspitz hat geschrieben: 13.01.21, 08:38
Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 24.11.20, 18:36 Sex mit Jugendlichen ist i.a. ja erlaubt.

Sexting mit Jugendlichen ist jedoch unter bestimmten Umständen strafbar.
Ja. 184c Absatz 3.
Und Sex mit Jugendlichen siehe 182 StGB.
Es gibt also für beide Varianten die Möglichkeit einer strafbaren Handlung.
Der wesentliche Unterschied dabei ist, dass die betreffenden Dateien eben gespeichert sind. Und das oft nicht mal nur auf einem Datenträger in unmittelbarem und ausschließlichen Zugriff durch den Empfänger was bereits die Verbreitung erfüllen könnte.
Naja, wie ich vorher schon geschrieben habe, geht es mir hier um die Strafbarkeit von A gemäß 184 StGB (Verbreitung pornographischer Inhalte). Und das finde ich eben unlogisch. Die Argumente dazu habe ich teilweise auch schon genannt. Besonders widersprüchlich ist mE z.B. folgendes: A darf völlig legal vor der B masturbieren. Macht A das aber per Skype, so könnte schon eine Straftat nach 184 StGB vorliegen. Aber was ist schlimmer daran, wenn A per Skype vor B masturbiert als wenn er es iim "real life" macht?

Nebenbei: Gemäß 184c Abs. 3 StGB hat A sich vermutlich nicht strafbar gemacht, da man 184c Abs. 4 StGB wohl analog anwenden würde.
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Evariste »

Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 12.01.21, 21:26
Evariste hat geschrieben: 12.01.21, 13:55 Erstens hat Pornografie nur im weiteren SInne "mit Sex zu tun". Zweitens sind auch andere Dinge, die ganz konkret "mit Sex zu tun" haben, strafbar. Z. B. nehmen wir an, A würde B Geld dafür anbieten, dass sie mit ihm schläft, dann wäre das bereits dann strafbar, wenn B ablehnt (§ 180 Ab. 2 und Abs. 4 StGB).
Das mit dem Geld ist ja ein zusätzlicher Aspekt und eine zusätzliche Gefahr.
Ach, und bei Pornografie gibt es keine zusätzlichen Aspekte?
Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 12.01.21, 21:26 Und mich würde eben interessieren, welche Gefahr der Gesetzgeber für die B sieht.
Das könnte schwierig werden, weil Pornografie eben schon immer verboten war. Die damaligen Gesetzesbegründungen sind heute sicher nicht mehr aktuell und in neuerer Zeit wurden die Gesetze eher aufgeweicht.

Jedenfalls gibt es bisher keine politischen Mehrheiten dafür, die Gesetze noch weiter aufzuweichen.
Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 12.01.21, 21:26 Naja, es geht mir nach wie vor nur um den Aspekt, dass A der B was schickt. Das umgekehrte hätte ich vielleicht weglassen sollen, das bringt jetzt eher Verwirrung ein. Eine Straftat von A könnte ich aber sowieso nicht darin erkennen, dass er die Bilder der B besitzt, auch wenn die Eltern nicht eingewilligt haben. Aber wie gesagt, darum soll es eigentlich nicht gehen.
Von Bildern war gar nicht die Rede, mir ging es um die Chatnachrichten aus dem Sachverhalt, die an A geschickt werden. Wie ist sichergestellt, dass die gelöscht werden, wenn die Beziehung irgendwann vorbei ist?
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Evariste »

Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 13.01.21, 11:16 Besonders widersprüchlich ist mE z.B. folgendes: A darf völlig legal vor der B masturbieren. Macht A das aber per Skype, so könnte schon eine Straftat nach 184 StGB vorliegen. Aber was ist schlimmer daran, wenn A per Skype vor B masturbiert als wenn er es iim "real life" macht?
Spontan fällt mir da ein, dass A damit gegen die Nutzungsbedingungen für Skype verstößt. :D

Zum einen ist das halt wieder so ein konstruiertes Szenario, was "nicht so schlimm" ist.
Zum anderen gibt es kein Rechtsprinzip, wonach eine Handlung nur dann unter Strafe gestellt werden kann, wenn vergleichbare Handlungen ebenfalls unter Strafe stehen. Die Frage, welche Vergehen man verfolgt und welche nicht, ist zum großen Teil auch eine politische Frage.
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Hobbystrafrechtler »

Evariste hat geschrieben: 13.01.21, 11:34
Ach, und bei Pornografie gibt es keine zusätzlichen Aspekte?
Schon, aber die Frage ist, ob diese eine Gefahr darstellen oder nicht und warum.
Evariste hat geschrieben: 13.01.21, 11:34 Das könnte schwierig werden, weil Pornografie eben schon immer verboten war. Die damaligen Gesetzesbegründungen sind heute sicher nicht mehr aktuell und in neuerer Zeit wurden die Gesetze eher aufgeweicht.

Jedenfalls gibt es bisher keine politischen Mehrheiten dafür, die Gesetze noch weiter aufzuweichen.
Das stimmt, ja. Bei Schaffung des Gesetzes gab es auch noch kein Sexting. Das mit den Mehrheiten mag stimmen, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob der Gesetzgeber überhaupt erkannt hat, dass eine Strafbarkeit bei Sexting zumindest unlogisch sein KÖNNTE.
Evariste hat geschrieben: 13.01.21, 11:34 Von Bildern war gar nicht die Rede, mir ging es um die Chatnachrichten aus dem Sachverhalt, die an A geschickt werden. Wie ist sichergestellt, dass die gelöscht werden, wenn die Beziehung irgendwann vorbei ist?
Ich bin mir nicht sicher, ob es einen Rechtsanspruch dafür gibt, dass Chatnachrichten nach Beziehungsende gelöscht werden. Im Einzelfall vielleicht, generell sehe ich da nicht den geringsten Grund dafür.
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Hobbystrafrechtler »

Evariste hat geschrieben: 13.01.21, 12:00
Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 13.01.21, 11:16 Besonders widersprüchlich ist mE z.B. folgendes: A darf völlig legal vor der B masturbieren. Macht A das aber per Skype, so könnte schon eine Straftat nach 184 StGB vorliegen. Aber was ist schlimmer daran, wenn A per Skype vor B masturbiert als wenn er es iim "real life" macht?
Spontan fällt mir da ein, dass A damit gegen die Nutzungsbedingungen für Skype verstößt. :D

Zum einen ist das halt wieder so ein konstruiertes Szenario, was "nicht so schlimm" ist.
Zum anderen gibt es kein Rechtsprinzip, wonach eine Handlung nur dann unter Strafe gestellt werden kann, wenn vergleichbare Handlungen ebenfalls unter Strafe stehen. Die Frage, welche Vergehen man verfolgt und welche nicht, ist zum großen Teil auch eine politische Frage.
Wieso, gegen welche denn? xD

Ist das Szenario konstruiert? Solche Fälle kommen sicher auch in der ein oder anderen Form tatsächlich vor.

Stimmt bzw. es gibt natürlich schon den Gleichheitsgrundsatz, welcher willkürliche unterschiedliche Behandlungen verbietet. Allerdings würde das BverfG bestimmt irgendeinen Grund aus dem Hut zaubern, weshalb die Ungleichbehandlung nicht willkürlich ist. Aber mir geht es eh eher darum, dass die Strafbarkeit rechtspolitisch betrachtet seltsam ist bzw. wie gesagt sind dem Gesetzgeber die unlogischen Aspekte vielleicht gar nicht aufgefallen.
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Evariste »

Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 13.01.21, 21:24 Aber mir geht es eh eher darum, dass die Strafbarkeit rechtspolitisch betrachtet seltsam ist bzw. wie gesagt sind dem Gesetzgeber die unlogischen Aspekte vielleicht gar nicht aufgefallen.
Da ist eigentlich nichts seltsam. Sondern es ist wie in anderen Bereichen auch, wo die Gesetzgebung den tatsächlichen technischen Möglichkeiten hinterherhinkt. Das kommt auch in anderen Bereichen vor, z. B. gab es vor Einführung der Elektronischen Datenverarbeitung keine Notwendigkeit für ein Datenschutzgesetz.

Bisher galt, dass Pornografie nicht in die Hände von Minderjährigen gehört (übrigens soll der § 184 StGB auch verhindern, dass Erwachsene unaufgefordert pornografischem Material ausgesetzt ist). Durch die neuen technischen Möglichkeiten gibt es nun neue Sachverhalte, die so bisher nicht bedacht wurden, z. B. dass die Grenzen zwischen Pornografie und Kommunikation verwischen. Das kann zu einer Diskussion und eventuell zu Gesetzesänderungen führen. Wie das ausgeht, kann aber im Moment niemand sagen, denn man kann durchaus geteilter Meinung darüber sein, ob es wirklich gesellschaftlich erwünscht ist, wenn pornografische Inhalte quasi "normal" werden. Vielleicht erledigt sich das "Problem" auch dadurch von selbst, dass Dienste, die für Minderjährige zugänglich sind, durch Upload-Filter o. ä. dafür sorgen, dass Sexting unmöglich wird.
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Hobbystrafrechtler »

Evariste hat geschrieben: 14.01.21, 01:14
Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 13.01.21, 21:24 Aber mir geht es eh eher darum, dass die Strafbarkeit rechtspolitisch betrachtet seltsam ist bzw. wie gesagt sind dem Gesetzgeber die unlogischen Aspekte vielleicht gar nicht aufgefallen.
Da ist eigentlich nichts seltsam. Sondern es ist wie in anderen Bereichen auch, wo die Gesetzgebung den tatsächlichen technischen Möglichkeiten hinterherhinkt. Das kommt auch in anderen Bereichen vor, z. B. gab es vor Einführung der Elektronischen Datenverarbeitung keine Notwendigkeit für ein Datenschutzgesetz.

Bisher galt, dass Pornografie nicht in die Hände von Minderjährigen gehört (übrigens soll der § 184 StGB auch verhindern, dass Erwachsene unaufgefordert pornografischem Material ausgesetzt ist). Durch die neuen technischen Möglichkeiten gibt es nun neue Sachverhalte, die so bisher nicht bedacht wurden, z. B. dass die Grenzen zwischen Pornografie und Kommunikation verwischen. Das kann zu einer Diskussion und eventuell zu Gesetzesänderungen führen. Wie das ausgeht, kann aber im Moment niemand sagen, denn man kann durchaus geteilter Meinung darüber sein, ob es wirklich gesellschaftlich erwünscht ist, wenn pornografische Inhalte quasi "normal" werden. Vielleicht erledigt sich das "Problem" auch dadurch von selbst, dass Dienste, die für Minderjährige zugänglich sind, durch Upload-Filter o. ä. dafür sorgen, dass Sexting unmöglich wird.
Naja, Sexting existiert ja schon lange, da hätte sich der Gesetzgeber schon mal damit befassen können und hat es teilweise (z.B. bei 184 c StGB) auch schon getan.

Das ist ein guter Punkt, dass Kommunikation und Pornographie verwischen, unter anderem darum geht es mir.

Das wird sich zeigen. Pornographische Inhalte sind aber übrigens längst normal, auch unter Jugendlichen. Verhindern wird sich das nicht lassen. Wichtig wäre eine Aufklärung über Pornographie in der Schule, zumindest bei mir gab es das nicht.
Evariste
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Evariste »

Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 14.01.21, 20:35 Pornographische Inhalte sind aber übrigens längst normal, auch unter Jugendlichen.
Darüber könnte man jetzt eine schöne Grundsatzdiskussion führen. Stichwort "normative Kraft des Faktischen". Dass etwas "normal" ist, heißt m. E. nicht automatisch, dass der Gesetzgeber es erlauben muss.
Hobbystrafrechtler
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Re: Wieso ist Sex mit Jugendlichen erlaubt, aber Sexting mit Jugendlichen verboten?

Beitrag von Hobbystrafrechtler »

Evariste hat geschrieben: 14.01.21, 23:21
Hobbystrafrechtler hat geschrieben: 14.01.21, 20:35 Pornographische Inhalte sind aber übrigens längst normal, auch unter Jugendlichen.
Darüber könnte man jetzt eine schöne Grundsatzdiskussion führen. Stichwort "normative Kraft des Faktischen". Dass etwas "normal" ist, heißt m. E. nicht automatisch, dass der Gesetzgeber es erlauben muss.
Nein, das sag ich auch gar nicht. Es heißt aber mE, dass sich der Gesdtzgeber darum kümmern sollte, dass Jugendliche über Pornos aufgeklärt werden.

Was ich zum Sexting nochmal sagen will: Ich muss zugeben, dass auch für den Fall, dass man meiner Auffassung folgt , dass A's Verhaltensweisen nicht schlimm sind, trotzdem kein großes PRAKTISCHES Problem besteht. Solche Fälle werden in der Regel kaum bis gar nicht vom "Opfer" oder sonst wem angezeigt. Denke ich zumindest.
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