Wasserschaden in der Wohnung

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lottchen
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von lottchen »

Wenn in der WEG nicht alle Eigentümer stinkreich sind und ihre Wohnungen aus der Portokasse gezahlt haben dann haben auch diese Leute ihre Wohnungen finanziert. So ziemlich jede finanzierende Bank will Versicherungen sehen. Jeder Käufer will die sehen. Und jede Hausverwaltung wäre verrückt wenn sie ein Haus betreut und nicht dafür sorgt, dass es eine Gebäudehaftpflicht und eine Gebäudesachversicherung gibt. Welchen Umfang die Versicherungen haben ist dann wieder eine andere Sache. Aber Leitungswasser/Hagel/Sturm/Feuer ist meistens dabei.
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hambre
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von hambre »

Der Abschluss einer Gebäudeversicherung gehört nach wie vor zur ordnungsgemäßen Verwaltung. Dass das nicht mehr explizit im Gesetz erwähnt wird, ändert an diesemUmstand nichts.
Niemand2000
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von Niemand2000 »

hambre hat geschrieben: 24.02.21, 10:03Der Abschluss einer Gebäudeversicherung gehört nach wie vor zur ordnungsgemäßen Verwaltung.
Hätten Sie hierzu einen entsprechenden Link zum Nachlesen?
Blanker Hans
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von Blanker Hans »

Hallo,

zur Aufklärung, für das Gebäude besteht eine Versicherung, wie an anderer Stelle vom Threadersteller zu lesen ist. Wenn man quer liest, scheint es vielmehr ein grundsätzliches Problem zwischen dem Threadersteller und der Hausverwaltung und oder dem Mehrheitseigentümer zu geben.

Beste Grüße
Niemand2000
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von Niemand2000 »

Blanker Hans hat geschrieben: 24.02.21, 13:13 Hallo,

zur Aufklärung, für das Gebäude besteht eine Versicherung, wie an anderer Stelle vom Threadersteller zu lesen ist. Wenn man quer liest, scheint es vielmehr ein grundsätzliches Problem zwischen dem Threadersteller und der Hausverwaltung und oder dem Mehrheitseigentümer zu geben.

Beste Grüße
Meiner Meinung nach übernimmt solch eine Versicherung aber nicht unbedingt Schäden, die normalerweise die Hausratversicherung des TE übernehmen würde
Blanker Hans
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von Blanker Hans »

Niemand2000 hat geschrieben: 25.02.21, 14:51
Blanker Hans hat geschrieben: 24.02.21, 13:13 Hallo,

zur Aufklärung, für das Gebäude besteht eine Versicherung, wie an anderer Stelle vom Threadersteller zu lesen ist. Wenn man quer liest, scheint es vielmehr ein grundsätzliches Problem zwischen dem Threadersteller und der Hausverwaltung und oder dem Mehrheitseigentümer zu geben.

Beste Grüße
Meiner Meinung nach übernimmt solch eine Versicherung aber nicht unbedingt Schäden, die normalerweise die Hausratversicherung des TE übernehmen würde
Hatte ich das jemals behauptet? Der Schaden am Hausrat übernimmt eine bestehende Hausrat bei einer in Deutschland zeichnenden Versicherung, oder die allseits bekannte Assekuranz Ich spare mir die Prämie mit den besten Bedingungen überhaupt die da lauten, es wird alles erstattet mit 100% Selbstbeteiligung. :ironie:

Beste Grüße
charles1
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von charles1 »

Inzwischen verhält es sich für A. so, dass eine von der Hausverwaltung beauftragte Trockenlegungsfirma in seiner ETW erschienen ist und diverse Trockenlegungsapparate installiert sind, die Tapeten heruntergerissen, die Wände aufgeschlißt sind etc....

Ansonsten hat die Trockenlegungsfirma für die nächste Woche einen Termin avisiert, an dem sie in A.'s ETW die Wand in der Küche bearbeiten möchte und A. daher teilweise seine Küchenschränke ausräumen und abmontieren muss. Dies alles in 5-Tages-Frist...

Lt. Statikplan der zuständigen Baubehörde ist diese Wand in der Küche eine nicht tragende Innenwand, lt. Teilungserklärung der WEG ist diese nicht tragende Innenwand Sondereigentum des A.

Die von der Hausverwaltung beauftragte Leckortung und die Trockenlegungsfirma konnte keine Wasserschäden an dieser Wand nachweisen.

A. ist der Meinung, dass eine evtl. nötige Trockenlegung dieser nicht tragenden Innenwand erst nach Nachweis einer zuständigen Firma geschehen darf und da sich diese Wand in seinem Sondereigentum befindet, dbzgl. Arbeiten von A. in Auftrag gegeben werden müssen...

Wer hat Recht?
lottchen
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von lottchen »

Die Wand ist doch trotzdem Bestandteil des Hauses und damit ist die Wiederherstellung über die Gebäudesachversicherung auch versichert. Wieso lehnt das der Eigentümer dann ab?
Und was sagt die Firma warum sie an dieser Wand Arbeiten ausführen will wenn es doch keine Schäden dort gibt? Irgendeine Erklärung wird der EIgentümer doch bekommen haben.
Wenn A die Schränke ausräumen muss schreibt A die Stunden dafür auf und meldet sie der Versicherung sowas wird üblicherweise erstattet (meist mit 10€/h).
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hambre
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von hambre »

A. ist der Meinung, dass eine evtl. nötige Trockenlegung dieser nicht tragenden Innenwand erst nach Nachweis einer zuständigen Firma geschehen darf und da sich diese Wand in seinem Sondereigentum befindet, dbzgl. Arbeiten von A. in Auftrag gegeben werden müssen...
Formell hat A. Recht.

Wenn A. sein Recht wahrnimmt, dann sollte er bereit sein, den für ihn dadurch entstehenden Zusatzaufwand hinzunehmen. Außerdem muss A. bei der separaten Beauftragung einer Trocknungsfirma natürlich darauf achten, dass diese nicht teurer ist als die bereits beauftragte Firma. Andernfalls würde A. gegen seine Schadenminderungspflicht verstoßen und auf den zusätzlichen Kosten ggf. sitzen bleiben.

Sollte sich dadurch, dass A. die Beseitigung des Schadens in die eigene Hand nimmt, Verzögerungen in der Schadenbeseitigung ergeben die zu Folgeschäden führen, so wird A. auf diesen Schäden ebenfalls sitzen bleiben.
Blanker Hans
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von Blanker Hans »

Egal wessen Eigentum die Wand ist (ich bin im übrigen der Meinung wie Lottchen) sollte im Focus die Schadenminderung sein. Auch im eigenen Interesse, da wenn die Wand tatsächlich feucht wäre, die Anbauküche auch Schaden nehmen könnte. Da wäre mir persönlich der Aufwand angebracht, einige Hängeschränke zu leeren sofern man tatsächlich vorab die Feuchtigkeit ohne Demontage nicht messen kann. Dies ist bei Raumhohen Schränken, durchaus nicht möglich. Hierfür sind fünf Tage zeitlich ausreichend bemessen.

Beste Grüße
charles1
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Wasserschaden in der Wohnung / Wände und Decken Sondereigentum

Beitrag von charles1 »

Eigentümer A. fragt sich immer noch, wieso der Hausverwalter eine Trockenlegungsfirma beauftragen durfte, die in seiner ETW - aufgrund des Wasserschadens aus der darüber liegenden Wohnung - Decken und Wände seines Sondereigentums ohne seine vorherige Genehmigung bearbeiten durfte...
hambre
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von hambre »

Da das Wasser durch die Decke gekommen ist, ist in jedem Fall auch im Bereich des Sondereigentums von Eigentümer A. das Gemeinschaftseigentum betroffen.

Da macht es keinen Sinn, die Wand von einer anderen Firma trocknen zu lassen. Eigentümer A. möge sich bei der Hausverwaltung für das schnelle Kümmern bedanken.
lottchen
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Re: Wasserschaden in der Wohnung

Beitrag von lottchen »

charles1 hat geschrieben: 02.03.21, 23:37 Eigentümer A. fragt sich immer noch, wieso der Hausverwalter eine Trockenlegungsfirma beauftragen durfte, die in seiner ETW - aufgrund des Wasserschadens aus der darüber liegenden Wohnung - Decken und Wände seines Sondereigentums ohne seine vorherige Genehmigung bearbeiten durfte...
Geht es primär um das, was ich fett markiert habe? Dann gehts anscheinend nur ums Prinzip....
Hat denn A eine eigene Versicherung für seine/ihre Innenwände? Eher nicht, oder? Die Gebäudeversicherung gilt aber üblicherweise für die Wände im ganzen Haus. Und wenn Wasser durch die Wand von A läuft, dann sind beide Decken (obendrüber und untendrunter) nass und müssen getrocknet werden. Das macht dann wenig Sinn ohne auch die Wand dazwischen zu trocknen, es könnte ja immer wieder Wasser aus dieser nachlaufen.
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