Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

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Evariste
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Evariste »

Heiko66 hat geschrieben: 09.04.21, 16:31 Daraufhin brauch dann hier die Hölle los wie ich überhaupt auf die absurde Idee kommen könnte einen Text wortwörtlich lesen zu wollen und anzumerken (verbunden mit einer Frage), dass der Text eine bestimmte Interpretation erlaubt.
Naja, die Idee ist vielleicht nicht absurd, aber die Argumentation, mit der Sie diese Idee immer weiter verteidigen, hat schon etwas Absurdes an sich. Nichts für ungut. :D
Heiko66
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Heiko66 »

Dann ist es aber keine "Freistellung aufgrund der Quarantäne", sondern einfach eine unbezahlte Freistellung ohne Entschädigungsanspruch. Auf die inneren Motive des Arbeitnehmers kommt es dabei nicht an. Habe ich aber alles schon geschrieben:
Nochmal: Wenn der MItarbeiter eine Freistellung verlangt (und mir den Grund nicht nennt), er aber auf Grund von einer Quaratäneanordnung verpflichtet ist diese Freistellung von mir zu verlangen, weil er seien Arbeitsleistung nicht erbringen kann (und angenommen er könnte sich auch nicht zu Hause erbringen), dann besteht ein Anspruch auf einen Entschädigung nach Infektionsschutzgesetzt. Es spielt zunächst überhaupt keine Rolle ob er mir als Arbeitgeber diesen Grund nennt oder nicht. Das Gesetz verlangt für den Anspruch auf Entschädigung nicht, dass dem Arbeitgeber der Grund genannt wird.
Insbesondere in den Fällen, wo der Arbeitnehmer während der Quarantäne ganz oder teilweise von zu Hause aus weiterarbeiten könnte: Warum soll der Steuerzahler dafür aufkommen, dass der AN darauf keine Lust hat?
Ja wir sind uns schon einig, dass kein Anspruch in den Fällen besteht, in denen der Arbeitnehmer die Arbeit auch von zu Hause aus erledigen könnte.
Tastenspitz
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Tastenspitz »

Und man kann sich drehen wie man will. Der Arbeitgeber wird bei dem/jedem Antrag an´s Amt derjenige sein, der die Höhe des ausgefallenen bzw. zu bemessenden Arbeitsentgeltes zu bescheinigen hat.
Wenn man also um jeden Preis Arbeitgeber-anonym Corona Krank oder als K1 kaserniert sein will, bleibt wohl nur Urlaub (bezahlt oder unbezahlt).
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Evariste
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Evariste »

Heiko66 hat geschrieben: 09.04.21, 16:45 er aber auf Grund von einer Quaratäneanordnung verpflichtet ist diese Freistellung von mir zu verlangen
Nein, eine Quarantäneanordnung verpflichtet zu nichts dergleichen. Es ist im Interesse des AN, den AG über die Quarantäne zu informieren, so dass dieser über eine Ersatzverwendung oder eine Freistellung entscheiden kann und weil dann auf jeden Fall das Gehalt weitergezahlt wird. Es droht dem AN aber keine Strafe, wenn er statt dessen einfach kommentarlos daheimbleibt. Nur eventuell daraus resultierende Einkommensverluste sind dann eben sein Problem.
Ja wir sind uns schon einig, dass kein Anspruch in den Fällen besteht, in denen der Arbeitnehmer die Arbeit auch von zu Hause aus erledigen könnte.
Die letzte Entscheidung darüber trifft der AG, der darf aber in Ihrem Szenario nichts von der Quarantäne wissen.
Celestro
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Celestro »

Evariste hat geschrieben: 09.04.21, 17:09 Die letzte Entscheidung darüber trifft der AG,
Wie kommen Sie darauf? Wenn der AN im HomeOffice arbeitet, entbindet ihn die symptomlose Quarantäne nicht von der Arbeitspflicht, oder? Er ist nicht AU und kann ja arbeiten.

P.S. von "der AG darf es nicht wissen" ist ja nirgendwo die Rede.
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Tastenspitz »

Celestro hat geschrieben: 09.04.21, 18:06 entbindet ihn die symptomlose Quarantäne nicht von der Arbeitspflicht, oder?
Ja, aber der AG entscheidet, ob er in der Situation die Arbeitsleistung annímmt oder den AN zB. Freistellt.
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von FM »

Tastenspitz hat geschrieben: 10.04.21, 17:57
Celestro hat geschrieben: 09.04.21, 18:06 entbindet ihn die symptomlose Quarantäne nicht von der Arbeitspflicht, oder?
Ja, aber der AG entscheidet, ob er in der Situation die Arbeitsleistung annímmt oder den AN zB. Freistellt.
Wenn durch die Quarantäne die Arbeitsleistung nicht verhindert wird (weil ohnehin home office) und keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt, hat der Arbeitgeber da nicht viel Entscheidungsfreiheit. Sofern möglich muss er derzeit ohnehin home office anbieten
http://www.gesetze-im-internet.de/coron ... v/__2.html Abs. 4
Eine nicht notwendige Freistellung ginge nur mit Zustimmung des Arbeitnehmers, und weder der Staat noch die Krankenkasse noch die Arbeitsagentur würden dafür Kosten übernehmen.
Evariste
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Evariste »

Celestro hat geschrieben: 09.04.21, 18:06 Wie kommen Sie darauf? Wenn der AN im HomeOffice arbeitet, entbindet ihn die symptomlose Quarantäne nicht von der Arbeitspflicht, oder? Er ist nicht AU und kann ja arbeiten.
Ja, wenn der AN bereits von zu Hause arbeitet. Dann ist aber auch keine Freistellung erforderlich (und keine Entschädigung). Um den Fall ging es jedoch nicht in meiner Antwort.
Celestro hat geschrieben: 09.04.21, 18:06 P.S. von "der AG darf es nicht wissen" ist ja nirgendwo die Rede.
Ich bezog mich auf das Szenario von Heiko66, welches so aussieht:
- Der AN bekommt eine Quarantäneanordnung, will den AG aber nicht darüber informieren.
- Also beantragt er beim AG eine Freistellung, ohne Begründung - oder kommt einfach nicht zur Arbeit. Der AG akzeptiert das und stellt den AN unbezahlt frei.
- Anschließend beantragt dann der AN bei der Behörde eine Entschädigung, weil er ja "wegen der Quarantäne" nicht arbeiten konnte.
Heiko66
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Re: Information an Arbeitgeber nach pos. Coronatest

Beitrag von Heiko66 »

Ich bezog mich auf das Szenario von Heiko66, welches so aussieht:
- Der AN bekommt eine Quarantäneanordnung, will den AG aber nicht darüber informieren.
- Also beantragt er beim AG eine Freistellung, ohne Begründung - oder kommt einfach nicht zur Arbeit. Der AG akzeptiert das und stellt den AN unbezahlt frei.
- Anschließend beantragt dann der AN bei der Behörde eine Entschädigung, weil er ja "wegen der Quarantäne" nicht arbeiten konnte.
Ich habe den Fall einfach mal bei der entsprechenden Behörde als Arbeitgeber angefragt. Mal gucken ob da eine Antwort kommt. Dann poste ich die hier im Forum.


Anmerkung:
- Anschließend beantragt dann der AN bei der Behörde eine Entschädigung, weil er ja "wegen der Quarantäne" nicht arbeiten konnte.
Es ging (mir) nicht darum, ob der AN arbeiten möchte oder nicht sondern darum, dass eine Erbringung der Arbeitsleistung von zu Hause nicht möglich ist. Bei dem Thema "möchten" käme es ja noch auf die Diskussion an, ob der Arbeitnehmer sich auf das HomeOffice verweisen lassen muss, wenn das möglich ist. Diese Variante lässt sich ja noch im Anschluss diskutieren, wenn man erst einmal auf erstere eine Antwort hat.
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