OP Termin abgesagt

Patientenrechte, Arzthaftungsrecht, ärztliches Vergütungsrecht, Betäubungsmittelrecht, Apothekenrecht, Medikamentenversandrecht, Internet-Apotheke

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Jojo2088
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OP Termin abgesagt

Beitrag von Jojo2088 »

Hallo, in wenigen Tagen sollte eine sehr notwendige Augen Op stattfinden.
Nun erhalte ich von der Augenpraxis eine schriftliche Kurzmitteilung, daß der Termin nicht stattfindet, man meldet sich wieder. Eine Begründung gibt es nicht. Ich warte auf Augenarzt Termin. Ich warte auf Voruntersuchung zur OP, mehrere Wochen. Dann nochmals mehrere Wochen auf den mir nach der Voruntersuchung mitgegebenen OP Termin, der höchste Eisenbahn, lt. Augenarzt ist. Muß ich das so hinnehmen? Welche Möglichkeiten habe ich als Patient?
FM
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Re: OP Termin abgesagt

Beitrag von FM »

Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es einen Grund, aber der Arzt muss ihn nicht unbedingt nennen. Warum ein anderer Patient dringender ist darf er nicht sagen, über Krankheiten oder sonstige Ausfallgründe von sich selbst oder seiner Mitarbeiter muss bzw. darf er auch nichts sagen. Andere Gründe wie z.B. "Gerät kaputt" würde er auf Anfrage wohl schon mitteilen, fragen kann man ja.

Und natürlich kann man zu einem anderen Arzt wechseln.
lottchen
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Re: OP Termin abgesagt

Beitrag von lottchen »

Will man denn allen Ernstes operiert werden wenn irgendwas nicht in Ordnung ist? Also irgendwelche Geräte defekt, Arzt/Schwester krank, Medizin/irgendwelche Mittel nicht geliefert oder oder oder? Wenn die Leistung nicht 100% erbracht werden kann ist es in diesem Fall doch besser, sie gar nicht zu erbringen.
Man kann mit seinem Augenarzt reden ob der einen anderen Arzt empfehlen kann. Aber da muss man damit rechnen, dass der seine eigenen Voruntersuchungen machen will. Und ob das so viel schneller geht als wenn man auf den nächsten Termin bei diesem Arzt hier wartet?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!
Evariste
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Re: OP Termin abgesagt

Beitrag von Evariste »

FM hat geschrieben: 07.10.21, 19:02 Warum ein anderer Patient dringender ist darf er nicht sagen, über Krankheiten oder sonstige Ausfallgründe von sich selbst oder seiner Mitarbeiter muss bzw. darf er auch nichts sagen.
Solange er keinen Namen und Details nennt, darf der Arzt natürlich eine Begründung geben: "Wegen eines Krankheitsfalls in unserer Praxis..."

lottchen hat geschrieben: 08.10.21, 10:00 Will man denn allen Ernstes operiert werden wenn irgendwas nicht in Ordnung ist?
:roll:
Natürlich nicht, aber das ist doch nicht die Frage.
Also irgendwelche Geräte defekt, Arzt/Schwester krank, Medizin/irgendwelche Mittel nicht geliefert oder oder oder? Wenn die Leistung nicht 100% erbracht werden kann ist es in diesem Fall doch besser, sie gar nicht zu erbringen.
Über die Gründe kann man nur spekulieren. Vielleicht hat der Arzt auch einfach eine lohnendere Operation an dem Tag...

Man sollte beim Augenarzt nachfragen. Wobei das nicht gerade vertrauensbildend ist, wenn es erst heißt, die Operation wäre dringend, und dann so eine Absage kommt.

Man hat aber tatsächlich keinen einklagbaren Anspruch auf die Durchführung der Operation. Falls das Verschieben der Operation zu bleibenden Schäden führt, könnte eventuell ein Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld bestehen, wenn der Arzt keinen Entschuldigungsgrund nennen kann. Das greift aber erst, wenn der Schaden schon passiert ist.
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