Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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Oktavia
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von Oktavia »

o0Julia0o hat geschrieben: 24.11.21, 22:15 Jetzt wird es in Deutschland nicht mehr verwendet. Eine Studie hat festgestellt, dass sich das Erkrankungsrisiko an Corona nach 4 Monaten um 19% höher ist als bei Ungeimpften.
Welche Studie? Eine gefühlte? :evil: :roll:

Wahlfreiheit? Hatte der junge Mann an der Tankstelle der von einem "Maskengegner" erschossen wurde eine Wahlfreiheit?
Auf der Covid Intensivstation meiner Stadt liegen 100% Menschen die nicht geimpft waren. Der jüngste ist 16 Jahre alt. Die hätten eine Wahl gehabt, haben sich falsch entschieden. Das Pflegepersonal da hat auch eine Wahl und leider treffen die dort auch grade Entscheidungen. Und diese Entscheidung kostet Menschenleben. Aber diese Entscheidung kann ich nachvollziehen. Die reduzieren entweder massiv Stunden oder kündigen und geben ihre Diplome zurück um die Branche zu wechseln.
Sollte Covid 19 irgendwann endemisch werden, wird das Pflegepersonal dann auch nicht reichen um Menschen mit andern Erkrankungen zu retten.
Krebspatienten und Menschen mit anderen schweren Erkrankungen haben zur Zeit auch keine Wahl. Ihre notwendigen Operationen können nicht durchgeführt werden weil ihr Intensivbett von einem nicht geimpften besetzt ist.
Wahlfreiheit ist immer nur die eigene Wahlfreiheit, andere können dafür gern verrecken.
"Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft."
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ktown
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von ktown »

Moderationsbeitrag
Da auch dieser Thread abdriftet hier ein Hinweis und wieder zurück zum Thema des Eingangsthread.


Liebe Mitglieder, aus aktuellem Anlaß gibt es im Schwesterforum (Deutsches Medizin Forum) ein medizinisches Forum für COVID-19 (Coronavirus) mit nützlicher Linkliste. Ich arbeite dort täglich alle medizinischen Fragen ab.
Alles Gute und bleiben Sie gesund!
Ihr Dr. med. Achim Jäckel
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von Oktavia »

Ungeimpfte Kontaktpersonen bekommen keinen Verdienstausfall mehr. Bei 3 G in Unternehmen bekommen Beschäftigte die ihren Status nicht offenbaren bzw. einen Test vorlegen auch keine Entschädigung mehr. Warum sollte die Gesellschaft solidarisch mit unsolidarischen Menschen sein?
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von Roni »

liebe Oktavia,
es ist keinesfalls so dass die IT Betten nur von ungeimpften belegt sind. Auch dass OP's verschoben werden ist nichts neues, hängt nicht nur an Corona, sondern daran dass im Herbst/Winter die Krankenhäuser überfüllt sind, meist wegen infektionskrankheiten.
Ausserdem wird eine Überlastung des Personals schon seit vielen Jahren beklagt. Unsere Politiker verstecken ihre Unfähigkeit hinter Corona. Die jetzige Situation auf die Ungeimpften zu schieben ist zu kurz gedacht.
ktown
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von ktown »

Moderationsbeitrag
Aber auch nicht das Thema das hier ausdiskutiert werden soll.
Heiko66
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von Heiko66 »

Armer Heiko :kopfstreichel: Es geht um Impfstoffe, immer noch. Also hast du keine Beweise für deine Behauptung?
Schon diese Aussage zeigt auf, dass Sie scheinbar der Einzige sind der noch nicht verstanden hat was hier überhaupt diskutiert wird
Und ich wiederhole noch mal:
Davon wird es nicht besser...
Also? Was weißt du, was die Experten nicht wissen?
Nein aber so wie ich habe auch die Experten etwas verstanden, was Sie nicht verstehen. Wäre es anders, hätten wir schon längst eine Impfpflicht.
Der mir vom lieben Gott gegebene?
Da Sie scheinbar nicht großzügig damit gesegnet wurden, läge dieser Behauptung die Unterstellung inne, der liebe Gott, so es Sie/ihn gibt, ist gar nicht so lieb
Und jetzt? Magst mal mit deinem IQ erklären was dies mit Impfstoffen zu tun hat?
Nein mag ich nicht mehr. Ich habe auch nicht behauptet ich hätte besonders viel davon abbekommen sondern, dass Sie scheinbar zu wenig abbekommen haben, um an dieser Diskussion teilnzunehmen. Tut mir leid für Sie.
Nun gut, das hat zwar niemand behauptet, aber dennoch: so sei es. Und welche Relevanz hat das Ergebnis dieser Nebendiskussion nun für die Ausgangsfrage? Auf welche validierbaren Annahmen stützen Sie Ihre Schlussfolgerung?
Ist das jetzt ihre verspätete Feststellung, dass der Thread sich von der Ausgangsfrage
Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?
nach 12 Seiten wegbewegt hat?
Oder nach 2021. Da war man fest davon überzeugt, dass Spätfolgen einer Impfung mit AstraZeneca die Ansteckungshäufigkeit mit Corona verringert. Jetzt wird es in Deutschland nicht mehr verwendet. Eine Studie hat festgestellt, dass sich das Erkrankungsrisiko an Corona nach 4 Monaten um 19% höher ist als bei Ungeimpften.
Der Grund ist wohl eher nicht, dass AstraZeneca ein schlechter Impfstoff ist, sondern dass es eben andere für besser befundenen gibt. Warum sollte man bei hinreichender Verfügbarkeit sich für den im Vergleich zum anderen schlechteren Impfstoff entscheiden, wenn es preislich keine große Rolle spielt? Werfen SIe jetzt ernsthaft der Politik vor dem eigenen Volk nicht den preisgünstigeren mit potentiell mehr Nebenwirkung behafteten Impfstoff anzubieten. Würde es keinen anderen Impfstoff geben wäre mit großer Wahrscheinlichkeit auch AstraZeneca nehmen die besser Wahl als auf Corona-Infektion wetten. Im Gegensatz zu den meisten hier möchte ich Ihnen diese Wahl aber nicht nehmen sondern diese Entscheidung völlig Ihnen überlassen. Ebenso möchte ich dann aber auch, dass Sie die Konsequenzen dieser Entscheidung selbst tragen udn mich nicht weiterhin mit Freiheitseinschränkungen belegen die nicht notwendig wären, wenn Sie die aus meiner Sicht richtige Enscheidung getroffen hätten.
Man müsste nicht den Zeugen Jehovas beitrteten - man könnte. Das ist ein Unterschied. Die Wahlfreiheit. So wie jeder die Wahl hatte Astbest in seiner Wohnung zu verbauen oder Contergan-Tabletten zu schlucken.
Und genau das ist der Unterschied. Ich würde SIe nicht aufhalten wollen, wenn SIe von der Brücke springen und ich den Eindruck hätte Sie wollen das wirklich. Der Rest hier will Ihnen das grundsätzlich verbieten von der Brücke zu springen.
Da kann man Abstand halten - die Herdenimmunität wird es nicht geben.
Und weil die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es die Herdenimmunität nicht geben wird, ist jetzt auch mal der Zeitpunkt gekommen zu sagen: Wenn Sie weiterhin am Rande der Brücke balancieren wollen, dann tun Sie das eben. Vielleicht landen Sie ja im Falle eines Absturzes glücklich. Ich schränke mich aber nicht mehr ein nur um zu verhindern, das Sie den Ritt auf der Klinge wagen. Ebenso ist meine Forderung, wenn Sie dann aber so dämlich waren von der Brücke gefallen zu sein, dann flicke ich SIe auch nicht mehr unten zusammen sondern kratze SIe höchstens noch von der Fahrbahn.

Sie haben sich nach hinreichend langer Zeit dazu entschieden das Risiko ungeimpft sein zu wollen einzugehen. Leben Sie also gefälligst auch mit dem von Ihnen privat gewähltem Risiko und tragen die Konsequenzen Ihrer Entscheidung.

Um jetzt wieder zu der von Jim Panse geforderte Brücke zu schlagen. Warum sollen Corona-Infizierte eine Entschädigung beim Verdienstausfall bekommen? In meinen Augen muss das gar nicht mehr geregelt werden. Wenn Sie erkranken sind Sie krankgeschrieben (Ob Sie dann noch Geld von Arbeitgeber/Krankenversicherung erhalten sollten, ist eine andere Diskussion).
Wenn Sie nur infektiös sind ist eine Quarantäne gar nicht mehr notwenig. Wer sich schützen wollte hat sich bereits geschützt. Alle anderen haben sich wegen eines schwer quantifzierbaren Risikos mit geschätzt extrem geringer Eintrittswahrscheinlichkeit dafür entschieden lieber das höhere Risiko einer Infektion eingehen zu wollen. Soll jeder für sich entscheiden wie er möchte. Dann doch aber bitte auch mit den Konsequenzen seiner Entscheidung leben.

Wenn man nun doch der Meinung sein sollte ein Infzierter stellt auch für die Geschützten bzw ggf. sogar wenigen Ungeschützten die sich nicht impfen lassen können ein zu großes Risiko dar und es muss weiterhin Quaratäne verhängt werden, dann habe ich da noch keine feste Meinung zu, ob der Ungeimpfte tatsächlich keinen Verdienstausfall von der Gesellschaft erhalten sollte. Wenn ich wegen einer anderen Infektionskrankheit in Quaratäne müsste, wurde ja bisher auch nicht geprüft, ob ich mich gegen diese habe impfen lassen (so es denn einen Impfstoff dazu gibt), um einen Verdienstausfall zu erhalten oder nicht. Das sollte dann zumindest konsequent gleich geregelt werden.
Wahlfreiheit? Hatte der junge Mann an der Tankstelle der von einem "Maskengegner" erschossen wurde eine Wahlfreiheit?
Das ist ja das Grundversagen des Staates. Die Maskenpflicht wird nicht richtig durchgesetzt und kontrolliert. Wenn man dann selbst einmal den Mund aufmacht eskaliert das direkt. Hatte ich im ÖPNV auch schon als sich jemand ohne Maske neben mich setzen wollte. Der Staat macht sich lächerlich wenn Ordnungsamt und Polizei sogar bei offensichtlichen Verstößen direkt vor deren Augen einfach ignorant weiterlaufen. Es bräuchte überhaupt keine stark einschränkenden Maßnahmen, wenn der Staat endlich einmal dafür sorgen würde, dass die bestehenden eingehalten werden.
Krebspatienten und Menschen mit anderen schweren Erkrankungen haben zur Zeit auch keine Wahl. Ihre notwendigen Operationen können nicht durchgeführt werden weil ihr Intensivbett von einem nicht geimpften besetzt ist.
Wahlfreiheit ist immer nur die eigene Wahlfreiheit, andere können dafür gern verrecken.
Man muss einfach die, die sich gegen eine Impfung entscheiden nur behandeln, wenn man Ende noch Kapazität übrig sind. Dann ist das überhaupt kein Problem mit der Wahlfreiheit. Das einzige was man dafür tun muss, ist im Vorfeld diese Spielregeln klar zu kommunizieren, damit jeder die Chance dies bei seiner Entscheidung zur persönlichen Nutzen-Risiko-Abwägung mit einfließen zu lassen.

Aber nein stattdessen sperrren wir auf absehbare Zeit lieber wieder alle ein. Mit Solidarität hat das überhaupt nichts mehr zu tun, wenn derjenige der sich solidarisch schon hat impfen lassen jetzt nochmal solidarisch eingesperrt werden soll. Impfpflicht ist aus der Solidaritätsgründen auch totaler Blödsinn. Solidarität ist etwas Freiwilliges. Wenn man es erzwingt ist es keine Solidarität mehr.
Auch hier gilt entscheidet Euch. Wollt ihr Solidarität dann schmeißt im Zweifel die, die nicht Teil der Solidaritätsgemeinschaft sein wollen raus. Wollt ihr keine Solidarität dann hört auf davon zu schwafeln und führt endlich eine Impfpflicht ein. Ich bin weiterhin für Solidarität mit Ausschluss derer die sich nicht beteiligen wollen.
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von ktown »

Moderationsbeitrag
Es geht weiterhin nur um die Thematik Verdienstausfall.
Sollte man nicht direkt wieder diesen Diskussionsfaden aufnehmen, dann ist hier zu.
Evariste
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von Evariste »

Heiko66 hat geschrieben: 26.11.21, 07:09 Wenn ich wegen einer anderen Infektionskrankheit in Quaratäne müsste, wurde ja bisher auch nicht geprüft, ob ich mich gegen diese habe impfen lassen (so es denn einen Impfstoff dazu gibt), um einen Verdienstausfall zu erhalten oder nicht.
Das stimmt nicht ganz, die fragliche Regelung wurde seinerzeit im Zusammenhang des Masernschutzgesetzes eingeführt und wird wohl auch seitdem in Bezug auf eine fehlende Masernschutzimpfung angewendet. Siehe z. B. Bundestagsdrucksache 19/15164 vom 13.11.2019.

Allerdings ist die Situation bei Masern etwas anders, die Betroffenen, die im Falle des Falles keine Entschädigung erhalten, haben nicht nur eine Impfempfehlung ignoriert, sondern gegen ihre Impfpflicht (§ 20 Abs. 8 IfSG) verstoßen.
fool1
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von fool1 »

Moin!
Heiko66 hat geschrieben: 26.11.21, 07:09 Schon diese Aussage zeigt auf, dass Sie scheinbar der Einzige sind der noch nicht verstanden hat was hier überhaupt diskutiert wird
Langsam muß ich glauben, dass du nicht weiß was du hier schwurbelst. Und du hast immer noch keine Quelle für deine Behauptung...
Heiko66 hat geschrieben: 26.11.21, 07:09 Davon wird es nicht besser...
Es wird tatsächlich nicht besser, wenn du auf wiederholter Nachfrage zu deinen Aussagen keine Antwort geben kannst. Da hast du recht...
Heiko66 hat geschrieben: 26.11.21, 07:09 Nein aber so wie ich habe auch die Experten etwas verstanden, was Sie nicht verstehen.

Ach so. Und sorry wenn ich jetzt noch so mit IQ komme, magst denn jetzt mal sagen was dies ist? Zumal die Experten das Gegenteil zu dem von dir Behaupteten sagen? Siehe meinen Link.
Heiko66 hat geschrieben: 26.11.21, 07:09 Da Sie scheinbar nicht großzügig damit gesegnet wurden, läge dieser Behauptung die Unterstellung inne, der liebe Gott, so es Sie/ihn gibt, ist gar nicht so lieb
Du hast vom lieben Gott geschwafelt. Was ich mir hier alles anhören muß... Aber wenn es dir in deinem Gottesglauben hilft, passt schon. Wie misst du als Gläubiger Menschn meinen IQ?
Heiko66 hat geschrieben: 26.11.21, 07:09 Nein mag ich nicht mehr. Ich habe auch nicht behauptet ich hätte besonders viel davon abbekommen sondern, dass Sie scheinbar zu wenig abbekommen haben, um an dieser Diskussion teilnzunehmen. Tut mir leid für Sie.
Muß dir nicht leid tun. Ich habe nicht damit gerechnet von dir ne Antwort zu bekommen :lachen: Aber schön daher reden kannst du super :lachen: Man kennt den Windalf :kopfstreichel:

Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von o0Julia0o »

Evariste hat geschrieben: 26.11.21, 12:14 Allerdings ist die Situation bei Masern etwas anders, die Betroffenen, die im Falle des Falles keine Entschädigung erhalten, haben nicht nur eine Impfempfehlung ignoriert, sondern gegen ihre Impfpflicht (§ 20 Abs. 8 IfSG) verstoßen.
Also kann man festhalten. Infiziert sich Jemand mit Corona und muss in Quarantänge ist es egal, ob er geimpft oder ungeimpft ist. In beiden Fällen erhält er Verdienstausfall. Da es noch keine Impfplficht zu Corona gibt. Kommt jetzt die viel diskuierte Impfflicht, erhält nur der Geimpfte Verdienstausfall. Solange ist es das persönliche Risiko des Ungeimpften, wie es das persönliche Risiko des Übergwichtigen oder Kettenrauchers oder Alkohltinkers ist.
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von Evariste »

o0Julia0o hat geschrieben: 29.11.21, 18:28
Evariste hat geschrieben: 26.11.21, 12:14 Allerdings ist die Situation bei Masern etwas anders, die Betroffenen, die im Falle des Falles keine Entschädigung erhalten, haben nicht nur eine Impfempfehlung ignoriert, sondern gegen ihre Impfpflicht (§ 20 Abs. 8 IfSG) verstoßen.
Also kann man festhalten. Infiziert sich Jemand mit Corona und muss in Quarantänge ist es egal, ob er geimpft oder ungeimpft ist. In beiden Fällen erhält er Verdienstausfall.
Nein, das bedeutet es nicht. Aus dem Gesetz:
Eine Entschädigung nach den Sätzen 1 und 2 erhält nicht, wer durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung oder anderen Maßnahme der spezifischen Prophylaxe, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder im Bereich des gewöhnlichen Aufenthaltsorts des Betroffenen öffentlich empfohlen wurde, oder durch Nichtantritt einer vermeidbaren Reise in ein bereits zum Zeitpunkt der Abreise eingestuftes Risikogebiet ein Verbot in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit oder eine Absonderung hätte vermeiden können.
Und empfohlen wird die Impfung ja.
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von o0Julia0o »

Dort steht jedoch auch: "Hintergrund der Ausschlussregelung ist der Grundsatz, dass derjenige, der das schädigende Ereig-
nis (Tätigkeitsverbot/Absonderung) in vorwerfbarer Weise verursacht hat, nicht auf Kosten der
Allgemeinheit Entschädigung erhalten soll."
Quelle: https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... f-data.pdf Seite4, Nov 2021

Und dann würde das auch aufs Rauchen, Fettleibigkeit, Alkoholkonsum, Bewegungsmuffeligkeit, etc. zutreffen. Somit wäre diese Regel dann doch wieder hinfällig.

Mal am Beispiel:
-man muss in Quarantäne, weil Jemand anderes geimpftes auf der Arbeit an Corona erkankt ist, wiel dieser ständig an Partys teilnimmt. Der Ungeimpfte geht nicht einmal einkaufen und tifft außer auf der Arbeit keinen Menschen näher als 3m. Eher mehr. Außer auf dem Arbeitsweg.

-der Ungeimpfte muss 3 Wochen in Quarantäne und kann seine Miete nicht mehr bezahlen. Er wird somit obdachlos und steckt dann aufgrund von mangelnder Informationsmöglichkeit und Wärme noch mehr Menschen an.

->eine rechtliche Möglichkeit gegen diese Vorgehen anzugehen hat er jedoch nicht, obwohl offensichltich schuldig der Geimpfte Partygast ist. Schwer zu glauben.
fool1
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von fool1 »

Moin!
o0Julia0o hat geschrieben: 29.11.21, 20:05 Mal am Beispiel:
-man muss in Quarantäne, weil Jemand anderes geimpftes auf der Arbeit an Corona erkankt ist, wiel dieser ständig an Partys teilnimmt. Der Ungeimpfte geht nicht einmal einkaufen und tifft außer auf der Arbeit keinen Menschen näher als 3m. Eher mehr. Außer auf dem Arbeitsweg.
Das scheint bei ihnen irgendwie ein Fetisch zu sein. Woher nehmen sie denn diese Gewissheit, dass sich der oder die Geimpfte/Ungeimpfte so und so verhält?

o0Julia0o hat geschrieben:Jetzt wird es in Deutschland nicht mehr verwendet. Eine Studie hat festgestellt, dass sich das Erkrankungsrisiko an Corona nach 4 Monaten um 19% höher ist als bei Ungeimpften.
Kann man zu dieser Behauptung mal eine Quelle bekommen? Wurde ja schon nachgefragt.

Gruss fool1
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von o0Julia0o »

Frage 1 wird durch Antwort auf Frage 2 geklärt. Aber ich darf ja darauf nicht eingehen, da die Moderation das ja unterbunden hat. Aber google hilft da fix weiter, wenn man nach einer aktuellen großen Studie aus Schweden bezüglich der akteullen Pandemie sucht.

Was ich sagen will ist, dass ein solches Gesetz dann wohl aufgrund der ungerechten Schwere der Auswirkungen wohl hoffentlich auch ein Gegengesetz haben wird, was ich wohl übersehe. RKI besätigt dass Herdenimmunität nicht machbar ist. Doch trotzdem kann man bestraft werden mit Verdienstausfall, wenn man geeignete Schutzmaßnahmen z.B. keine Kontakte im Privaten macht & man sich nicht impfen lässt.
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Re: Kontaktperson von Corona-Infizierten bekommen keine Entschädigung bei Verdienstausfall?

Beitrag von Evariste »

o0Julia0o hat geschrieben: 29.11.21, 20:05 Und dann würde das auch aufs Rauchen, Fettleibigkeit, Alkoholkonsum, Bewegungsmuffeligkeit, etc. zutreffen. Somit wäre diese Regel dann doch wieder hinfällig.
Nun ja. Wenn ich zu besoffen zum Arbeiten bin, dann bekomme ich vom Staat keine Entschädigung für den dadurch entstehenden Verdienstsausfall. Auch bei durch das Rauchen bedingten Krankheiten ist der Staat außen vor, hier zahlt der AG (sofern vorhanden) bzw. bei längerer Erkrankung die Solidargemeinschaft der Versicherten; andererseits zahlt ein Raucher aber eine Menge Steuern an den Staat und stirbt früher, braucht also weniger Rente. Was Fettleibigkeit und "Bewegungsmuffeligkeit" betrifft, das ist oft keine freie Entscheidung (sind Rauchen und Alkoholkonsum auch nicht, wenn erst einmal das Suchtstadium erreicht ist). Außerdem kann ein fettleibiger Mensch nicht einfach eine Diät anfangen und ist dann nach ein paar Wochen wieder dünn. Einem Ungeimpften dagegen steht es frei, sich impfen zu lassen, wenn ihm oder ihr die damit verbundenen Folgen nicht gefallen.

Ich stimme Ihnen aber zu - und habe ich schon geschrieben - dass hier ein gewisser "Systembruch" vorliegt. Ob das ausreicht, um die Vorschrift zu kippen - ich bezweifle es.
Mal am Beispiel:
-man muss in Quarantäne, weil Jemand anderes geimpftes auf der Arbeit an Corona erkankt ist, wiel dieser ständig an Partys teilnimmt. Der Ungeimpfte geht nicht einmal einkaufen und tifft außer auf der Arbeit keinen Menschen näher als 3m. Eher mehr. Außer auf dem Arbeitsweg.

-der Ungeimpfte muss 3 Wochen in Quarantäne und kann seine Miete nicht mehr bezahlen. Er wird somit obdachlos und steckt dann aufgrund von mangelnder Informationsmöglichkeit und Wärme noch mehr Menschen an.

->eine rechtliche Möglichkeit gegen diese Vorgehen anzugehen hat er jedoch nicht, obwohl offensichltich schuldig der Geimpfte Partygast ist. Schwer zu glauben.
Halten wir fest:
1. Wenn sich der Ungeimpfte hätte impfen lassen (wie öffentlich empfohlen), hätte er gar kein Problem.
2. Wenn der "Partygast" sich nicht an Regeln gehalten hat und dadurch den Ungeimpften infiziert (bzw. die Quarantäne verursacht) hat, ist er schadenersatzpflichtig gegenüber dem Ungeimpften. Das müsste aber zum einen bewiesen werden (sehr schwierig), zum anderen müsste das Gericht dann prüfen, inwieweit die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, mitursächlich für den Schaden war.
(Ein Beispiel aus dem Verkehrsrecht: Sie dürfen auf der Autobahn schneller als 130km/h fahren, wenn es aber zum Unfall kommt, dann haben Sie automatisch eine Mitschuld an dem Unfall, eben weil Sie so schnell gefahren sind.)
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