Wasserschäden in Eigentümmergemeinschaften

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Orbas
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Wasserschäden in Eigentümmergemeinschaften

Beitrag von Orbas »

Hallo,
nehmen wir mal an, dass in einem Mehrfamilienhaus z. B. durch einen Rohrbruch mehrere Wohnungen beschädigt werden.
Dann wäre wohl die Verwaltung gut beraten, wenn sie eine Firma mit der Trocknung und anschließende Erstellung von Kostenvoranschläge für die Sanierung der einzelnen Wohnungen beauftragen würde. Auch würde die Versicherung einen Gutachter zur Feststellung der Schäden beauftragen und bei Einigung über die Kosten die Sanierungen wohl stattfinden.
Was wäre aber, wenn z. B. einer der Eigentümer die Sanierung selbst organisieren und dafür einen finanziellen Ausgleich begehrte?
Und wie würde er die Höhe eines angemessenen finanziellen Ausgleichs feststellen können?
Und wäre die Verwaltung oder doch die Versicherung sein Ansprechpartner?
Danke!
Orbas
:D
Speedy-Conzales
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Re: Wasserschäden in Eigentümmergemeinschaften

Beitrag von Speedy-Conzales »

Die Hausverwaltung verwaltet das gemeinschaftlicher Eigentum, nicht das Sondereigentum.

In der Regel wird die Verwaltung die Kontaktdaten der betroffenen Sondereigentümer an den Versicherer weitergeben, bzw. umgekehrt den Sondereigentümern die Versicherungsgesellschaft, die Schadennummer und den Sachbearbeiter nennen und dann dürfte sich jeder einzelne betroffene Wohnungseigentümer selbst darum kümmern. Oder die Verwaltung bekommt entsprechend einen (Sonder-)Auftrag von den Eigentümern und rechnet diesen (oftmals doppelt) mit Versicherer (sog. Schadenmanagementleistungen) und Sondereigentümer (Aufwand gem Vertrag) ab.

Grundsätzlich würde ich persönlich die Versicherung bitten mit eigenen (Vertrags-)Handwerkern den Schaden zu beheben, ohne ein Kostenrisiko für mich persönlich. Wenn es schief geht habe ich den Versicherer am Haken für die Gewährleistung, er ist dann Auftraggeber. Wenn der Sondereigentümer sich selbst kümmern möchte kann er auf Basis eines Angebots (oft werden Vergleichsangebote gefordert) oder Gutachten eines Sachverständigen (entweder vom Versicherer beauftragt und bezahlt oder eines eigenen - dann selbst vom Eigentümer bezahlt) abrechnen, allerdings streng genommen nur den Zeitwert (also unter Berücksichtigung von Alter und Abnutzung) und die Differenz zum Neuwert (Wiederherstellung) nur bei entsprechendem Nachweis. Die MwSt. gibt es immer nur vom Versicherer, wenn auch eine entsprechende Rechnung vorliegt.
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