Lehrer-Fehlzeiten - Notengewichtung

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Geruchsneutral
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Lehrer-Fehlzeiten - Notengewichtung

Beitrag von Geruchsneutral »

In der Klasse 8 am Gymnasium in NRW werden 5 Mathematik-Klausuren geschrieben, davon ggf. nur 2 im versetzungsrelevanten, zweiten Halbjahr.

Wenn der Lehrer jetzt die meiste Zeit vor der 1. Halbjahresarbeit fehlt und die Stunden entweder ausfallen, oder mit wechselnden Vertretungslehrern abgehalten werden, muss die Note für die erste Klausur trotzdem voll gewertet werden, oder hat der Lehrer/Schulleitung einen Ermessensspielraum?
Roderik
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Re: Lehrer-Fehlzeiten - Notengewichtung

Beitrag von Roderik »

Zur Leistungsbewertung in der Sek I vgl. § 6 der APO-SI, die man hier findet. https://bass.schul-welt.de/12691.htm#13-21nr1.1p6. Die Versetzungsbestimmungen im Allgemeinen stehen in §§ 21 und 22.

Was die Gewichtung der Klassenarbeiten angeht, so wird die Lehrkraft, wenn sie verantwortungsvoll arbeitet, die Gesamtumstände bei der Ermittlung der Zeugnisnote zum Ende dieses Schuljahres entsprechend berücksichtigen. Die Lehrkraft - nicht die Schulleitung - hat hier den ihr zugestandenen Ermessensspielraum. Inwieweit Erkrankungen und Vertretungsunterricht pauschal die Validität der unter diesen Umständen geschriebenen Klassenarbeit signifikant einschränken, kann man jedoch so pauschal nicht beantworten.
ktown
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Re: Lehrer-Fehlzeiten - Notengewichtung

Beitrag von ktown »

Primär müsste sich dies schon in den Arbeiten, die zu schreiben sind, widerspiegeln.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
Roderik
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Re: Lehrer-Fehlzeiten - Notengewichtung

Beitrag von Roderik »

@ktown

Ja, das ist nicht auszuschließen. Aber dem TE wäre zu empfehlen, dies erst einmal abzuwarten und im Anschluss an die Genesung der Lehrkraft den Dialog zu suchen. Aber gut, wir sind hier ja in einem Rechtsforum und nicht ein einem Pädagogikforum.

Man könnte noch, ergänzen, dass die Leistungen der/der Schülers/Schülerin des ersten Halbjahres mit zu berücksichtigen sind - vgl. VV 21.1.1 zu APO-S I

21.1.2 Die Fachlehrerin oder der Fachlehrer entscheidet über die Note in ihrem oder seinem Fach und begründet diese auf Verlangen in der Versetzungskonferenz. Sie oder er berücksichtigt die Gesamtentwicklung der Schülerin oder des Schülers während des ganzen Schuljahres und die Zeugnisnote im ersten Schulhalbjahr.

Gleichwohl kann das natürlich abhängig von der Note aus dem ersten Halbjahr in beide Richtungen "ausschwingen". Bei der Versetzungskonferenz würden spätestens die Hintergründe des Ausfalls der Stammlehrkraft bzw. infolgedessen die Lernbedingungen thematisiert werden, so dass dort auch noch ein gewisser Spielraum bestünde.
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