Motoradwerkstatt Pfusch

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BeateN
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Motoradwerkstatt Pfusch

Beitrag von BeateN »

Hallo Zusammen,
Kradfahrer A ist schon älter und läßt alle Reparatur- und Wartungsarbeiten an seinem Motorrad stets in der Werkstatt erledigen. Bereits in der Vergangenheit hatte er Fälle von schlampiger Arbeitsweise. Zu wenig Öl nach Ölwechsel, Choke war nicht mehr bedienbar. Wegen der kurzen Anfahrt kam ein Werkstattwechsel trotzdem nicht in Frage.
Der letzte Werkstattaufenthalt hatte einen Reifenwechsel und die TÜV Abnahme zum Ziel. Ab dem jüngsten Werkstattbesuch wurde das Krad nur wenig bewegt.

Bei der letzten Ausfahrt krachte beim Bremsvorgang die hintere Bremse und funktionierte danach nicht mehr. Zuhause angekommen stellte A fest, dass der Bremssattel an der falschen Position der Scheibe war und das Gestänge mit dem der Sattel am Rahmen befestigt war lose und die Bremsleitung abgerissen war. Als sich das Gestänge löste krachte es gegen den Rahmen und verbog diesen.
So wie es sich darstellt, war das Gestänge nicht oder nicht korrekt befestigt. Man muss es zum Reifenwechsel lösen.

A vereinbarte einen Termin in einer anderen Werkstatt und beabsichtigt die Einschaltung eines Gutachters, da der verbogene Rahmen den wirtschaftlichen Totalverlust des Krades bedeutet. Darüber hinaus hätte das auch tödlich enden können.

Sollte der Gutachter As Verdacht bestätigen, so würde A die Werkstatt auf Schadenersatz verklagen wollen.
Es ist wohl anzunehmen, dass die Werkstatt das Verschulden bestreitet und A hat keinen Beweis, dass er das Gestänge nicht selbst gelöst hat.

Wie sind angesichts der Beweislage eine Klage in Bezug auf eine Erfolgsaussicht einzuschätzen?
Froggel
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Re: Motoradwerkstatt Pfusch

Beitrag von Froggel »

Gibt es denn Zeugen, die bereits von dem vorigen Pfusch gehört oder es sogar mitbekommen haben? Möglicherweise hilft es auch, sich an andere Kunden dieser Werkstatt zu wenden und diese nach ihren Erfahrungen zu erkundigen. Oder es finden sich im Internet Beschwerden. Alles zusammen könnte ein entsprechendes Bild ergeben, das auch vor Gericht glaubwürdig ist. Andererseits finde ich schon die eigene Aussage glaubwürdig, dass man selbst nicht am Gestänge herumgeschraubt hat. Wozu sollte man das tun? Aber auf mich kommt es ja nicht an.

Ich würde mit dem Ganzen bei einem Anwalt vorstellig werden und ihn das einschätzen lassen.
Ich bin kein Jurist.
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ExDevil67
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Re: Motoradwerkstatt Pfusch

Beitrag von ExDevil67 »

BeateN hat geschrieben: 17.06.22, 19:39 Wie sind angesichts der Beweislage eine Klage in Bezug auf eine Erfolgsaussicht einzuschätzen?
Moment, ich hole mal meine Glaskugel.

*mystischeMusikan*
Ich sehe blau, viel blau. Etwas helles, strahlendes. Dazu kleine weiße Punkte im blau, in der Ferne ein gelber Streifen mit grünen Punkten darüber.
'*msystischeMusikaus*
Klarer Fall, wir haben den Blick vom Meer an einem Sommertag auf einen Strand gesehen.

Oder ernsthaft, vor Gericht und auf hoher See. Anhand Ihrer subjektiven Beschreibung ist es komplett unmöglich eine Aussage zu treffen wie ein möglicher Prozess ausgehen wird. Das dürfte auch einem Anwalt schwerfallen.
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