Arztpfusch

Patientenrechte, Arzthaftungsrecht, ärztliches Vergütungsrecht, Betäubungsmittelrecht, Apothekenrecht, Medikamentenversandrecht, Internet-Apotheke

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Nico Klaus
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Arztpfusch

Beitrag von Nico Klaus »

Vorweg: ich mag keine Rechtsberatung sondern eine Abklärung der möglichen Rechtslagen.

Wie sehr sind wohl Ärzte für Felhdiagnosen haftbar?

Einst hatte ich schon eine BandscheibenOP. Das darf nie wieder passieren.
Als es arbeitsbedingt wieder zieppte ging ich nicht zu meinem Hausarzt (1/2h Fahrt, >eine h warten) sondern einem Ortansässigen der sonst gerne schnell Krankenkasse XY-Scheine oder Knallermedis verteilt. Ein MRT wird sich selbst der anschauern können und mich überweisen. Hatte ihm auch erzählt wie das letztes Mal ablief.
(Das MRT das ich zu dem Zeitpunkt nicht sah, zeigte eine Beule an der Bandscheibe, einen Prolaps, wie der Radiologe schrieb. Sofortige Überweisung zur Reha und eine Warnung wäre die richtige Reaktion gewesen. und nicht 'bliblablub Alles OK'. Die BS hätte noch gerettet werden können. Selbst ich hätte das MRT und das Radiologenlatein lesen können!)

MRT wurde durchgeführt und übergeben. Ich hatte eine Grippe bei der ich mich schonen konnte, deshalb eilte die MRT-Auswertung nicht. Ich kurierte die Grippe aus, aber Rücken wurde nicht besser.
Beim nexten Besuch meinte er er hätte immer noch keine Zeit das MRT zu sichten. Aber beim nexten Besuch. und ob ich dabei nicht ne 4fach Impfung möchte.

Beim anberaumten Termin betrat ich das Arztzimmer. Er wollte mir den Weg ins Impfzimmer weisen.
'Halt, erstmal das wichtige. Was sagt denn nun mein Rücken' frug ich. 'Die MRTs!'

...Der Arzt tat so als sichtete er was am PC und meinte: 'Der Rücken? alles OK, nix auffälliges. ...zur Impfung bitte da lang' DAS WAR FALSCH!

Wenn alles OK ist ist das wohl chronisch. Vielleicht sollte ich sehr belasten. Sport ist wichtig. Und deshalb tat ich dumme Dinge.
Die Schmerzen stiegen.

Ich beantragte noch ein MRT um dem zu zeigen dass nicht alles OK sein kann. Dass er falsch liegt. Das lehnte er ab.
Ich beantragte einen Termin beim Neurochirurgen. Aber so ein Termin dauert halt 3Monate.

Mein Bein wurde langsam taub.
besserte sich nicht, wurde tauber.
Ich liess micht einliefern. Dort zeigte einh Röntgenbild dass die Bandscheibe kaputt war. Der Prolaps wurde zum Sequester. Und musste operiert werden.


Meiner Meinung nach hat dieser Arzt sträflich versagt. -Erklärt mir doch bitte die Rechtslage!

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Zusatz: Ironie des Lebens
Ich frug nach der Reha bei der Krankenkasse XY ob man gegen solche Fehldiagnosen nicht vorgehen kann.
Die Krankenkasse XY-Frau osste etwas von 'Mimimimi, Ärzte haben Anwälte, da kammor nix machen.' .Da war ich entmutigt.
Heute weis ich dass die Krankenkasse XY-Rechtsabteilung zuständig gewesen wäre. Auch hätte Krankenkasse XY als Kostenträger Interresse an der Schuldfrage ...gehabt, wenns nicht schon verjährt ist.

Bevors es verjährte sprach ich telefonisch mit der anonymen Anwaltshilfe. Dort wurde gemeint dass man da schon vorgehen sollte. -Na endlich.

Die unfähige Anwältin hatte es nicht so mit Terminen, schickte mir gerichtliche Schreiben verspätet zu. Hatte nie Zeit -Ihre wichtigen Urlaubstermine aber wurden immer eingehalten. Schien die ganze komplexe Angelegenheit nicht zu begreifen. Ihre Pledoirs waren stümperhaft. Die Anklageschrift hatte einen falschen Termin drin.
Und als sie mein 6seitiges Schreiben, eine Antwort auf die, wieder zu spät übermittelte' Verfügung des Richters, zu einen kleinen hilflosen Zweizeiler verwurstelte, sendete ich mein Schreiben direkt zum, Richter.
Allerdings entschuldigte ich mich erstmal wegen der Verspätungen und dass das nicht meine Schuld sondern der der Anwältin war.
Dies Schreiben wurde natürlich zu Anwältin geschickt und die hat darauf gekündigt.

Die Suche nach Anwälten die das Verfahren weiterführen ist aber recht kostspielig. Ausserdem scheinen die nur daran interressiert ne Stunde rumzubekommen nur und die 200€ zu verlangen.


Meine Güte. Ich habe doch alles richtig gemacht. Bin rechtzeitig zum Arzt. wusste was zu tun ist. Aber Ärzte versagen, Krankenkasse XY-Mitarbeiterinnen versagen, Anwältinnen versagen.

Wie ist die Rechtslage?

PS. Die Justizkaste hat sich ganz schön abgekapselt. Keiner DARF helfen. Krankenkasse XY nicht (mehr), Juraforen sperren einen weils nach nem realen Verfahren klingt. Anwälte müssen und wollen immer 200€ kassieren. Nirgends kann man sich darüber austauschen.
Zuletzt geändert von ktown am 19.07.22, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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ExDevil67
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Re: Arztpfusch

Beitrag von ExDevil67 »

Nico Klaus hat geschrieben: 19.07.22, 12:44 Juraforen sperren einen weils nach nem realen Verfahren klingt.
Und ich fürchte hier wird es Ihnen nicht besser ergehen. 19x ich in dem Text.
Rechtslage dürfte recht simpel sein, Sie behaupten es gab einen Behandlungsfehler und sind für diese Behauptung in der Beweispflicht. Das dürfte nur mit entsprechenden Gutachten gelingen, aber das Klageverfahren läuft ja und damit dürfte auch früher oder später ein Gutachter vom Gericht bestellt werden.
Froggel
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Re: Arztpfusch

Beitrag von Froggel »

Nico Klaus hat geschrieben: 19.07.22, 12:44Meine Güte. Ich habe doch alles richtig gemacht. Bin rechtzeitig zum Arzt. wusste was zu tun ist.
Tatsächlich?
Nico Klaus hat geschrieben: 19.07.22, 12:44Vielleicht sollte ich sehr belasten. Sport ist wichtig. Und deshalb tat ich dumme Dinge.
Klingt für mich nicht so. Ein Bandscheibenvorfall allein ist nicht immer schädlich und viele Menschen leben mit unerkannten Bandscheibenvorfällen. Das heißt aber nicht, dass diese Leute dumme Dinge tun sollen und sich verausgaben, sondern viel trinken (was sowieso immer gut ist) und sich (moderat, nicht gesundheitsgefährdend) bewegen. Das hilft üblicherweise gegen die Beschwerden, wenn man seine Bandscheibe noch nicht so geschädigt hat, dass einem die Beine (oder Arme) dauerhaft einschlafen. Und gerade dann, wenn man Schmerzen hat, sollte man es nicht übertreiben, egal ob der Arzt gesagt hat, dass ein MRT unauffällig ist oder nicht.

Wenn man unbedingt ein weiteres MRT haben möchte, kann man dieses im Übrigen auch privat bezahlen – oder man klärt das mit der Krankenkasse.

Es ist natürlich einfach, anderen die Schuld zuzuschieben, aber wenn immer andere angeblich schuld sind, sollte man vielleicht mal in sich gehen und überlegen, ob man nicht genug dazu beigetragen hat, diese Situation zu verschärfen. Dafür, dass man sich selbst dumm verhält, kann man einen Arzt kaum haftbar machen.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -
lottchen
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Re: Arztpfusch

Beitrag von lottchen »

Nico Klaus hat geschrieben: 19.07.22, 12:44 ...sendete ich mein Schreiben direkt zum, Richter....Allerdings entschuldigte ich mich erstmal wegen der Verspätungen und dass das nicht meine Schuld sondern der der Anwältin war. Dies Schreiben wurde natürlich zu Anwältin geschickt und die hat darauf gekündigt.
Na logisch hat sie das. Was soll sie denn sonst machen, sich weiter von ihrem Mandanten auf der Nase rumtanzen lassen? Wenn ich einen Anwalt mandantiere muss ich den auch machen lassen und kann dem nicht ins Handwerk pfuschen. Und wenn ich nicht zufrieden mit meinem Anwalt bin muss ich ihn rechtzeitig wechseln.
Nico Klaus hat geschrieben: 19.07.22, 12:44 Die Suche nach Anwälten die das Verfahren weiterführen ist aber recht kostspielig. Ausserdem scheinen die nur daran interressiert ne Stunde rumzubekommen nur und die 200€ zu verlangen.
Möglicherweise ist auch der Mandat ein wenig schwierig und nicht das Mandat an sich?

Ich hatte vor Jahren mal eine Anwältin die mich in Mietrechtsfragen vertrat (und das nicht schlecht). Irgendwann hat sie dann alle laufenden Fälle beendet und keine neuen angenommen. Sie wechselte zu Patentrecht und Arzthaftungsrecht. Weil man damit ordentlich Geld verdienen kann (Mietrecht ist im Vergleich dazu wenig lukrativ, vor allem die Sachen mit ein paar wenigen hundert Euro Streitwert - die liebt kein Anwalt der nach BRAGO abrechnet).

Man muss auch kein zweites MRT machen lassen, man kann sich den schriftlichen Befund auch von der Stelle geben lassen, die das MRT gemacht hat und die brennen einem auch das Filmchen auf eine flache runde Scheibe. Damit geht man dann zu einem anderen Arzt und lässt sich eine Auswertung machen.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!
Nico Klaus
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Re: Arztpfusch

Beitrag von Nico Klaus »

evül:
Wo ist das Problem dass ich 'Ich ' schrieb? Es geht um mich. Edit. nun um 'Jemand'

Ein Gutachten wurde gerichtlich gemacht. Eine GutachterIN meinte da dass es wohl Bücher gäbe in denen steht dass BS-Schmerzen auch nach längerer Zeit weggehen. Die Erfahrung hat 'jemand' auch schon gemacht. Schmerzen, Panik, Termine in Monaten. Schmerz lässt nach. Das entschuldigt aber nicht die Falschaussage dass alles OK sei. Rehaärzte sind da anderer Meinung.
'Ich' muss den hanebüchenen GutachtenZettel nochmal beantragen. Den habt 'jemand' mit meiner Erklärung der Übersichtlichkeit halber mit zum Richter geschickt.



Froggl: Ja tatsächlich! 'Jemand' schrieb dass ich schon ne OP hatte und Reha und Beratung und Willen dass das nie wieder passieren darf. Aber nach fast drei Monaten schonen ohne Besserung wirds Zeit für Bewegung wenns heist dass 'alles OK' ist.
Hab o nix übertrieben. Weil der Tisch voll war habi im knieen gebastelt. Das wars.

Lotte:
Ja vielleicht ist der Kunde ein zerstreuter Einzelgänger. vielleicht hat er ja schwarze, braune, grüne Hautfarbe. Oder eine verkrüppelte Figur mit Triefauge. Ist das wichtig?
Der Mandant. -'Jemand' spricht deutsch. Der Mandant hat hat alles sorgfälltig aufgeschrieben.
Der Mandant ist nicht Schuld an Terminverplemmperungen, zu spät/gar nicht verschickte Schreiben, ungenügenden Pledoirs.
Diese unfähige ExAnwältin hat mir doch neulich, nachdem ich die mehrmals kritisierte wegen ihrer fehlerhaften Terminierungen, die Mitteilung geschickt dass die Verhandlung am x.y.2013 (zweitausentdreizehn statt 2023) ist. -ob diese Terminallergie wieder die Schuld eines schwiergen Mandanten ist?
(-Jemand weis von (wegen) anderen Anwältinnen die auch Termine verplempert haben dass man gegen solche Schlammperei vorgehen kann. -wozu ich aber kein Geld, Nerven, Ahnung habe.)

'kann sich Befund vom Radiologen geben lassen' kann man. Aber wenn der Arzt das schon vorliegen hat, warum nochmal geben lassen? HÄTTE es 'jemand' selbst angeschaut wärs alles anders gelaufen. Wer soll denn auch ahnen dass der Arzt so unfähig ist.
Ja, HÄTTE Jemand darauf bestanden dass wir uns das mal gemeinsam anschauen, wäre es anders gelaufen.
WÄRE jemand zu seinem üblichen Hausarzt gegangen wäre alles nicht passiert.


'muss man rechtzeitig wexeln' kann man wexeln? Rechtsschutz zahlt nur einmal! 'Jemand' hatte halt lange Hoffung. dass diese *in doch nochwas auf ne Reihe bekommt. Oder dass Jemand alles vor Gericht vortragen kann, ungeachtet deren nebensächlichen Geschreibsel.

/'Wir' wissen auch dass die Dokumentation des Arztes absolut nichts beinhaltet. Da wurde nix aufgeschrieben. -Falls das gut für mich ist.


Nochmal:
Arzt hat MRT ignoriert. Hat falsche Diagnose gegeben. Hat weitere Untersuchungen verweigert. Hat das nicht verhindert was zu verhindern war. Haben Arzte Narrenfreiheit? keinerlei bindende Aussagen, Pflichten?
Richtig: Ein Blick auf die Auswertung: Oh, Beule, Vorsicht! Überweisung an sonstwo.
Falsch: Fugg MRT. Ich rate mal: nix ungewöhnliches. Los, Impfung $$$!

Mal eine Analogie:
Wenn Jemand mit KFZ innne Werkstatt fahre, der KFZ-Fachmann nach Begutachtung meint 'Passt alles', ich dann wegen Bremsverlustes worein fahre ...ist das mein Fehler? Tanzte jemand ihm im Gesicht rum? Hatte jemand die falsche Kleidung an?
Dem KFZ-Fachmann dessen Aufgabe das zu überprüfen es war, dem kann man das ja ganz&gar nimmernie nicht anlasten?

Man braucht auch keine Tipps aus dem Buch 'Was Oma noch wusste' oder 'Weisheiten aus den YingYangKalender' und wie ich doch Schuld an allem haben könnte, sondern dass man diese Geschichte so nimmt wie sie ist und mir die möglichen Rechtslagen erklärt.
Zuletzt geändert von Nico Klaus am 19.07.22, 19:09, insgesamt 4-mal geändert.
Czauderna
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Re: Arztpfusch

Beitrag von Czauderna »

Hallo,
Nico Klaus hat geschrieben: 19.07.22, 17:37Wo ist das Problem dass ich 'Ich ' schrieb? Es geht um mich.
Da haben wir es, das Problem - Fälle in der "Ich-Form" sind hier nicht erlaubt.
Wenn ich mir als Rechtsanwalt es finanziell erlauben könnte, würde ich diesen Fall ablehnen.
Ich bin kein Rechtsanwalt !
Gruss
Czauderna
Zuletzt geändert von ktown am 20.07.22, 07:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte nutzen sie zukünftig die richtige Zitatfunktion
Nico Klaus
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Re: Arztpfusch

Beitrag von Nico Klaus »

Noch eine andere Frage:
Wenn im stümperhaften Anklageschreiben die 'alles OK'Falschaussage auf einen anderen Termin gesetzt wurde als der Impfzettel widergibt. -glücklicherweise steht durch diesen der Termin felsenfest! (Impftermin und finale MRT-Auswertung könnten eben am selben Tag gewesen sein)
...wäre das unveränderbar und somit schlecht für den unbekannten Mandanten? (so allgemein und nicht speziell)

Wie sieht die Lage des Rechts denn aus, bei nicht ganz korrekten Daten der Anklageschrift?
----------------------------------------------------------------------------------------------


Unwichtig:

Hier steht nix vom unerwünschten 'Ich'. Aber jemand hält sich nun dran. Ältere Beiträge waren leider nicht mehr zu editieren.

Individuelle Rechtsberatung ist hier verboten aber die Erklärung der Rechtslage erlaubt.
Fragen Sie daher am Ende Ihres Beitrags immer: Wie ist die Rechtslage?
Verwenden Sie niemals Produkt- oder Firmennamen!
Namens-Abwandlungen, die einen leichten und eindeutigen Rückschluß auf den eigentlichen Klarnamen zulassen, sind ebenso unerwünscht.
Schreiben Sie immer in einem höflichen Ton!
Nutzen Sie unsere Suchfunktionen, um nachzuschauen, ob die gleiche Frage schon beantwortet wurde!
Posten Sie Ihren Beitrag nur ein mal auch wenn es Themenüberschneidungen zu anderen Foren gibt!
GS
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Registriert: 23.04.06, 10:45

Re: Arztpfusch

Beitrag von GS »

Nico Klaus,

ein offenes Wort an Dich:

Wenn hier jemand ein Problem hat, dann sind es diejenigen, die Dich (um sich oder mit Dir zu tun) haben.
Denn so wie Du Dich hier präsentierst, bist offenbar Du das Problem.

Gruß
von GS
Dies ist keine Linksberatung und erst recht keine Rechtsberatung - wie käme ich dazu? Einzig verbindlicher Ratschlag: Lesen Sie von links oben nach rechts unten.
Flowjob
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Re: Arztpfusch

Beitrag von Flowjob »

Das denke ich auch. Der Auftritt hier ist unter aller Kanone und hier wird keiner dafür bezahlt zu helfen. Das Verhalten gegenüber bezahlten „Dienstleistern“ will ich mir da gar nicht erst vorstellen…
ktown
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Re: Arztpfusch

Beitrag von ktown »

Moderationsbeitrag
Um dem Diskussionsstrang der individuellen Rechtsberatung mal endlich den Zahn zu ziehen hier folgende Anmerkung.

@Nico Klaus:

Nur weil die Ich-Form in dem Bestätigungsfeld nicht explizit erwähnt wurde heißt das nicht zwangsläufig, dass es erlaubt ist. Hätten sie die Forenregeln gelesen dann wäre ihnen das hier
Wenn in Ihrer Frage Wendungen auftauchen wie „Hilfe!!!“ oder „Was soll ich jetzt machen?“ - dann sollten Sie stutzig werden und Ihre Frage lieber neu formulieren.
sicher aufgefallen.
Die Formulierung in der Ich-Form sind eindeutige Indizien dafür, dass es sich um einen realen Fall handelt.

@alle Anderen:
Wie vielleicht zwischenzeitlich bekannt sein sollte hat der Forenbetreiber den Threaderöffnern ein Tool an die Hand gegeben mit dem die Verantwortung, den Sachverhalt nicht in eine Rechtsberatung abdriften zu lassen, an die Antwortenden abgibt.

Nämlich:

Wie ist die Rechtslage? (Es gibt nur wenige Aspekte bei dem diese Zauberfrage nicht hilft)

Da der TE dies hier getan hat steht das Moderatorenteam dieser Diskussion derzeit nicht im Weg.

An den TE sei jedoch gesagt das er, trotz der Zauberfrage, keinen Persilschein hat. Wenn das Moderatorenteam den Eindruck hat das der Rechtsberatungswille über die Maßen strapaziert wird, dann ist hier ganz schnell zu.
ExDevil67
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Re: Arztpfusch

Beitrag von ExDevil67 »

Nico Klaus hat geschrieben: 19.07.22, 19:01 Wie sieht die Lage des Rechts denn aus, bei nicht ganz korrekten Daten der Anklageschrift?
Das dürfte sich im Rahmen des Prozesses ggf noch ausbügeln lassen. Könnte evtl am Ende noch ein Fall für die Berufshaftpflicht der Anwältin werden wenn dadurch dem Mandanten ein finanzieller Nachteil entsteht weil seine Ansprüche gemäß Klage nicht vollständig anerkannt werden durch die falschen Zeitangaben.

Ansonsten dürften wir hier im Forum wenig zur Rechtslage sagen können. Das Verfahren ist da wo es in meinen Augen hingehört, nämlich vor Gericht und da entscheidet am Ende ein Richter nach dem was in der Akte steht und in der Verhandlung vorgebracht wurde und nicht danach was wir hier schreiben.
Einzige was man dem TE noch mitgeben kann sich schleunigst um einen neuen Anwalt zu kümmern, der Streitwert dürfte >5000 € sein und damit in die Zuständigkeit vom Landgericht fallen. Da muss man sich aber anwaltlich vertreten lassen und sobald die Mandatsniederlegung der bisherigen Anwältin dort aktenkundig ist, dürfte die Uhr ticken sich einen neuen Anwalt zu suchen oder zeitnah das Verfahren zu verlieren aus formalen Gründen.
Nico Klaus
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Re: Arztpfusch

Beitrag von Nico Klaus »

Danke an die Statler&Waldorfs, die ohne dafür bezahlt zu werden ihne parafaktischen Kommentare absondern müssen.
Ihr hab ja soo recht. Im Kindergarten war ich schon der zersteute Prosessor, Wie oft habe ich gehört 'Du nimmst doch Drogen, du bist doch auf Droge, nimm mal weniger Drogen.' Selbst als 'jemand' als Zeuge aussagte, soll der Stammtis... das Jusistarat gemeint haben 'der hat sich doch was eingeschmissen'.
Sogar meine Hausärztin hatte letztens gefragt
'hast du drogen genommen?'

Solche Spezis verdienen natürlich kein Recht. Was hab ich mir auch diese Persönlickeit ausgesucht und weigere mich einfach ein smarter wortgewandter Lebensheld zu werden?
Solche sind selber Schuld dass Ärzte keine MRTs beachten, Falschdiagnosen stellen, dass KKassenberater falsch beraten, dass Anwältinnen dauernd Termine verplempern und nach simpler Kritik kündigen.
Den Klimawandel kann man mir auch noch in Schuhe schieben.

Schade, ich hätte gerne die ganze Angelegenheit mal besprochen ohne Redeverbot oder kurzes teures Gesabbel, so wie mans früher in Internetzforen tun konnte. Und auch besonders ohne diese kurztextliche Trollerei.
Anders als farbliche und falsch6uelle haben wir zersteuten Einzelgänger keine Fürsprecher. Es gibt nix wohin ich mich wenden kann.

Wieso ist das rechtliche so abgekapselt? Über alles kann man sich austauschen und unterhalten. Ausser beim Recht.
ktown
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Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Arztpfusch

Beitrag von ktown »

Moderationsbeitrag
Das nenn ich mal ein kurzes Schlusswort.

Damit ist zu.
Gesperrt