Anwaltsklage mit wissentlich falschen VKH/PKH-Angaben

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papamoll
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Anwaltsklage mit wissentlich falschen VKH/PKH-Angaben

Beitrag von papamoll »

Mal angenommen ein Anwalt reicht für einen Mandaten Klage ein und beantragt VKH/PKH. Der Mandant gibt im VKH/PKH-Antrag bspw. sein Immobilienvermögen nicht an. Für die Richtigkeit des VKH/PKH unterschreibt aber m.W.n. nur der Mandant, nicht der Anwalt. Was aber ist, wenn der Anwalt vom Immo-Vermögen des Mandanten unwiderlegbar Kenntniss hat? Weil er bspw. den Mandanten bzgl. der Immobilie auch schon anderweitig rechtlich vertritt bzw. berät? Aus meiner rechtlichen Sicht hilft der Anwalt dann doch im Endeffekt dem Mandanten die Justizkasse hinter die Fichte zu führen.

1. Könnte die Kenntniss des Anwalts einer unvollständigen oder gar falschen VKH/PKH-Beantragung (und damit eines möglichen Betruges seines Mandanten gegenüber der Justizkasse) irgendwelche straf- und berufsrechtliche Konsequenzen auch für ihn selbst bedeuten?

2. Der Anwalt dürfte sich aber nicht schadensersatzpflichtig wegen Falschberatung gegenüber des Mandanten gemacht haben, oder? Die Justizkasse sollte vom Mandanten so viel Verständnis erwarten können, dass auch er versteht, dass er wahre und vollständige Angaben machen muß und sich nicht hinterm Anwalt verstecken kann.
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