Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

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Niemand2000
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von Niemand2000 »

ktown hat geschrieben: 29.10.22, 11:36
Hexe1203 hat geschrieben: 29.10.22, 11:22 Es ging doch jetzt um das Widerrufsrecht, oder?
Ja. Niemand2000 zielt jedoch darauf ab, dass, bei gültigem deutschen Widerrufsrecht die Mehrkosten nicht dem Endverbraucher aufzubürden wäre. Dies stimmt nur dann, wenn dies nicht in den AGB erwähnt wurde (was hier aber der Fall ist). Daher ist es unerheblich, ob es eine deutsche Handynummer oder eine deutsche Adresse gibt.
Das Recht, Fernabsatzverträge zu widerrufen besteht also nur dann, wenn dies in den AGB drinnen steht? Und im übrigen bezog sich mein Post eher auf die Feststellung von lottchen, dass es kein Widerrufsrecht gibt
lottchen hat geschrieben: 28.10.22, 18:13Welches Widerrufsrecht? Laut den AGB denen man zugestimmt hat gibt es doch keins.
Niemand2000
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von Niemand2000 »

Hexe1203 hat geschrieben: 29.10.22, 11:22Ich werde das Paket annehmen und hoffe, dass die Ware nicht so ein minderwertiger Schund ist, wie viele Käufer in ihren Rezensionen bemängelt haben.
Würde mir sehr gut überlegen, ob ich die Lieferung annehme oder nicht. Hat die Webseite des "Fake-Shop" eine .de-Endung?
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von Hexe1203 »

Niemand2000 hat geschrieben: 29.10.22, 11:48 Würde mir sehr gut überlegen, ob ich die Lieferung annehme oder nicht. Hat die Webseite des "Fake-Shop" eine .de-Endung?
Was würdest du stattdessen machen?

Nein, endet auf .com
Niemand2000
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von Niemand2000 »

Hexe1203 hat geschrieben: 29.10.22, 11:50
Niemand2000 hat geschrieben: 29.10.22, 11:48 Würde mir sehr gut überlegen, ob ich die Lieferung annehme oder nicht. Hat die Webseite des "Fake-Shop" eine .de-Endung?
Was würdest du stattdessen machen?

Nein, endet auf .com
Vermutlich die Lieferung nicht annehmen, aber vorher alle Eventualitäten prüfen, nicht dass der Schuss nach hinten los geht
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von ktown »

Niemand2000 hat geschrieben: 29.10.22, 11:45 Das Recht, Fernabsatzverträge zu widerrufen besteht also nur dann, wenn dies in den AGB drinnen steht? Und im übrigen bezog sich mein Post eher auf die Feststellung von lottchen, dass es kein Widerrufsrecht gibt
1. Wenn es sich um einen außereuropäischen Shop handelt dann ja und eine Rücksendung nach Hongkong und das fehlende Impressum lässt darauf schließen.
2. Den Sinn auf das deutsche BGB zu verweisen müssen sie genauer erklären. Er kann nur auf Annahmen beruhen da der Eingangsthread keine Rückschlüsse auf einen europäischen Shop beinhalten.
Nun kommen wir zu meinen weiteren Ausführungen. Selbst wenn der Käufer ein Widerrufsrecht hätte wird er trotzdem die Rücksendekosten tragen müssen. Er hat ja den AGB zugestimmt.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von Niemand2000 »

ktown hat geschrieben: 29.10.22, 18:19Selbst wenn der Käufer ein Widerrufsrecht hätte wird er trotzdem die Rücksendekosten tragen müssen.
Es käme auf den genauen Wortlaut der AGB und dem dort aufgeführten Widerrufsrecht an
Hexe1203 hat geschrieben: 29.10.22, 11:06
lottchen hat geschrieben: 28.10.22, 18:13Welches Widerrufsrecht? Laut den AGB denen man zugestimmt hat gibt es doch keins.
Selbstverständlich gibt es lt. AGB ein Widerrufsrecht.
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von lottchen »

Hexe1203 hat geschrieben: 28.10.22, 16:29 Bitte beachten Sie, dass sobald eine Bestellung aufgeben wurde, diese vor Lieferung nicht mehr bearbeitet oder storniert werden kann."
Aber ein Widerrufsrecht gibt es laut AGB? Ein wenig widersprüchlich, oder?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von ktown »

Niemand2000 hat geschrieben: 29.10.22, 23:39
ktown hat geschrieben: 29.10.22, 18:19Selbst wenn der Käufer ein Widerrufsrecht hätte wird er trotzdem die Rücksendekosten tragen müssen.
Es käme auf den genauen Wortlaut der AGB und dem dort aufgeführten Widerrufsrecht an.
Jeder Fall bedarf einer Einzelfallbetrachtung. Wenn man aber die derzeitige Rechtslage zugrunde liegt müsste man, bei vorliegen eines Widerspruchsrechtes, immer noch die Rücksendung bezahlen und auch dann wenn man der Ansicht ist man hätte vor versenden den Widerspruch erklärt.

Man kommt aus der Nummer nicht mehr raus. Ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig das Lesen der AGB ist.
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von Hexe1203 »

lottchen hat geschrieben: 30.10.22, 00:03 Aber ein Widerrufsrecht gibt es laut AGB? Ein wenig widersprüchlich, oder?
Ja, es gibt ein Widerrufsrecht:

XX
Zuletzt geändert von ktown am 30.10.22, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Wollen sie wirklich, das auch dieser Thread geschlossen wird? Vollzitat der AGB entfernt.
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Re: Auf "Fake-Shop" hereingefallen, was tun?

Beitrag von Hexe1203 »

ktown hat geschrieben: 30.10.22, 06:12 Selbst wenn der Käufer ein Widerrufsrecht hätte wird er trotzdem die Rücksendekosten tragen müssen. Es käme auf den genauen Wortlaut der AGB und dem dort aufgeführten Widerrufsrecht an. Jeder Fall bedarf einer Einzelfallbetrachtung. Wenn man aber die derzeitige Rechtslage zugrunde liegt müsste man, bei vorliegen eines Widerspruchsrechtes, immer noch die Rücksendung bezahlen und auch dann wenn man der Ansicht ist man hätte vor versenden den Widerspruch erklärt.
Das hat ja nichts mit "wenn man der Ansicht ist" zu tun, sondern das ist in diesem Fall ein Fakt.

Und ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass der Kaufvertrag damit nichtig ist und der Verkäufer die Ware gar nicht mehr verschicken dürfte, aber da ich auf Rechnung über K. gekauft habe und mich nicht mit denen wegen knapp 40 Euro rumärgern werde, nehme ich die Sendung an, verbuche es unter Lehrgeld und fertig.

Die Rücksendung nach Hongkong würde fast das gleiche kosten, und dann habe ich mit der Stornierung der Rechnung ggf. auch noch Stress, das tue ich mir nicht an.
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