Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Moderator: FDR-Team

Tastenspitz
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von Tastenspitz »

Und was soll uns der Beitrag bringen?
Gefühlte Meinung, Unterstellungen und ahnungslose Rückschlüsse.
Nordland hat geschrieben: 12.11.22, 17:57 Ein gesunder Baum braucht keinen Pilzbefall zu fürchten.
Ach was.
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ktown
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von ktown »

[Offtopic=on]Wir sind das Volk und wir lassen uns von der Obrigkeit keine Fake-News aufdrücken. Diese Fällgenehmigung ist doch nur ein weiteres Indiz für die Aufhebung der Demokratischen Grundordnung und wie man erkennen kann, machen die Verantwortlichen noch nicht einmal vor einem Baum halt. [/Offtopic=off]

Spaß beiseite. Es ist doch ein absolut simpler Vorgang. Der Grundstückseigentümer eine Fällgenehmigung beantragt. Diese wird von der unteren Naturschutzbehörde geprüft und entweder genehmigt oder abgelehnt.
Da hier den Antrag ein Expertise mit beigelegt wurde wird diese max. auf Plausibilität überprüft und fertig. Es ist mehr als menschlich, wenn der Zuständige eine mündliche Bedenkenanmeldung in solch einem Fall abwimmelt. Daher müsste schon mehr kommen und dies natürlich so, dass es im Interesse des Sachbearbeiters ist diesen Sachverhalt nochmals zu prüfen. Da reicht nun mal nicht aus eine Internetseite aufzuzeigen die, zwar nicht falsch, diesen Befall auf Kiefern beschreibt. Aufgrund der Wortdeutung sollte man darauf schon kommen. :wink: Da hier wohl der Baum auf Sondereigentum steht sind die Möglichkeiten der Einflussnahme begrenzt und sicherlich der Weg über Naturschutzverbände der beste.
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fodeure
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von fodeure »

ktown hat geschrieben: 13.11.22, 11:19Da hier wohl der Baum auf Sondereigentum steht
Das ist äußerst unwahrscheinlich.
ktown
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von ktown »

fodeure hat geschrieben: 13.11.22, 12:39
ktown hat geschrieben: 13.11.22, 11:19Da hier wohl der Baum auf Sondereigentum steht
Das ist äußerst unwahrscheinlich.
Das stimmt. :oops: Beim nochmaligen Lesen fiel mir auf, dass hier nur von Mietparteien und nicht Eigentümer gesprochen wurde und unter dem Gesichtspunkt, dass das Miethaus nur einen Vermieter/Eigentümer hat, wird vermutlich auch er die Fällgenehmigung beantragt haben.
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Nordland
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von Nordland »

ktown hat geschrieben: 13.11.22, 11:19 Spaß beiseite. Es ist doch ein absolut simpler Vorgang. Der Grundstückseigentümer eine Fällgenehmigung beantragt. Diese wird von der unteren Naturschutzbehörde geprüft und entweder genehmigt oder abgelehnt.
Blindes Gehorsamsdenken. Eine Genehmigung wird erteilt, also wird das Ganze schon seine Richtigkeit haben.

Hattest du nicht mal gesagt, du seist Architekt? Dann müsstest du eigentlich wissen, wie das mit solchen Genehmigungen läuft. Als ob da großartig was geprüft wird.
ktown hat geschrieben: 13.11.22, 11:19 Da reicht nun mal nicht aus eine Internetseite aufzuzeigen die, zwar nicht falsch, diesen Befall auf Kiefern beschreibt. Aufgrund der Wortdeutung sollte man darauf schon kommen.
Grüße gehen raus auch an deinen ehemaligen Biolehrer. Habt ihr mal das Thema Pilze durchgenommen? Pilze wachsen nicht einfach so, wo sie gerade Lust dazu haben:
planet-wissen.de hat geschrieben:Rund 90 Prozent aller Pflanzenarten stehen in Symbiose mit einer Pilzart. Die Symbiose selbst wird mit dem etwas sperrigen Begriff "Mykorrhiza" bezeichnet. Der Name geht auf die altgriechischen Begriffe "mykes" (= Pilz) und "rhiza" (= Wurzel) zurück. Die daran beteiligten Pilze werden entsprechend Mykorrhizapilze genannt.

Uns sind meist nur die oberirdischen Fruchtkörper dieser Pilze bekannt, die zum Teil als Speisepilze gesammelt werden. Bestimmte Pflanzen leben mit bestimmten Pilzen in Symbiose, wie etwa die Birke mit dem Birkenpilz, die Eiche mit dem Steinpilz und die Lärche mit dem Lärchenröhrling.
Wenn der "Gutachter" noch nicht mal korrekt den Pilz benennen kann, von dem der Baum angeblich befallen ist, sollte jede Behörde hellhörig werden. Es reicht schon ein simpler Hinweis, dann kann die Behörde die Genehmigung wieder aufgreifen und eine Rücknahme nach § 48 VwVfG (bzw. der entsprechenden landesrechtlichen Vorschrift) erwägen.
Grundrechte sind nicht verhandelbar.
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von ktown »

Nordland hat geschrieben: 13.11.22, 20:09Hattest du nicht mal gesagt, du seist Architekt? Dann müsstest du eigentlich wissen, wie das mit solchen Genehmigungen läuft. Als ob da großartig was geprüft wird.
Berlin ist anscheinend wieder ein spezielles Pflaster. Hier werden Bauanträge, sollten sie nicht dem vereinfachten genehmigungsverfahren unterliegen, sehr genau geprüft.
Nordland hat geschrieben: 13.11.22, 20:09Blindes Gehorsamsdenken. Eine Genehmigung wird erteilt, also wird das Ganze schon seine Richtigkeit haben.
Was hat das mit blinden Gehorsamsdenken wenn ein Behörde einen Antrag ablehnt oder annimmt?
Nordland hat geschrieben: 13.11.22, 20:09 Grüße gehen raus auch an deinen ehemaligen Biolehrer. Habt ihr mal das Thema Pilze durchgenommen? Pilze wachsen nicht einfach so, wo sie gerade Lust dazu haben
Schön zitiert. Aber irgendjemand hier behauptet, dass es nicht so ist? Es gibt ab Symbiosen die für den Wirt nicht gut enden und das besagter Pilz sich nicht nur an Kiefern ansiedelt wurde ihnen ja schon aufgezeigt.
Nordland hat geschrieben: 13.11.22, 20:09Es reicht schon ein simpler Hinweis, dann kann die Behörde die Genehmigung wieder aufgreifen und eine Rücknahme nach § 48 VwVfG (bzw. der entsprechenden landesrechtlichen Vorschrift) erwägen.
Ja der kann reichen. Wenn er fachlich und sachlich fundiert vorgetragen wird. Aber das habe ich ja schon erwähnt.
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von Tastenspitz »

ktown hat geschrieben: 13.11.22, 22:59 Ja der kann reichen. Wenn er fachlich und sachlich fundiert vorgetragen wird. Aber das habe ich ja schon erwähnt.
Das wurde bereits mehrfach erwähnt - Gegengutachten. Ohne das wird es kaum gehen.
Nordland hat geschrieben: 13.11.22, 20:09 Blindes Gehorsamsdenken.
Nein. Nur kam bisher nichts von dir was in der Sache hilfreich sein könnte.
Nordland hat geschrieben: 13.11.22, 20:09 Wenn der "Gutachter" noch nicht mal korrekt den Pilz benennen kann
Belege dafür?
Du kennst das Gutachten?
Wenn s nicht der Pilz ist, welcher ist es dann?
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von Nordland »

ktown hat geschrieben: 13.11.22, 22:59
Nordland hat geschrieben: 13.11.22, 20:09Blindes Gehorsamsdenken. Eine Genehmigung wird erteilt, also wird das Ganze schon seine Richtigkeit haben.
Was hat das mit blinden Gehorsamsdenken wenn ein Behörde einen Antrag ablehnt oder annimmt?
Es werden hier pauschal Zweifel an der Rechtmäßigkeit weggewischt mit dem sinngemäß geäußerten Argument, dass die Genehmigung erteilt worden sei, beweise die Rechtmäßigkeit. Dass wir in Deutschland (Dritt-)Widerspruchs- und Klageverfahren haben, zeigt, dass eine solche Genehmigung durchaus wieder aufgehoben werden kann.
ktown hat geschrieben: 13.11.22, 22:59und das [sic] besagter Pilz sich nicht nur an Kiefern ansiedelt wurde ihnen ja schon aufgezeigt.
Nein. Es gibt keinerlei Beleg für Porodaedalea pini an Laubbäumen.
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Re: Baumschutz – Anwalt sinnvoll?

Beitrag von Tastenspitz »

Nordland hat geschrieben: 14.11.22, 20:53 Dass wir in Deutschland (Dritt-)Widerspruchs- und Klageverfahren haben, zeigt, dass eine solche Genehmigung durchaus wieder aufgehoben werden kann.
Das hat doch keiner bezweifelt. Nur braucht es dazu eben etwas mehr als " das Gutachten ist falsch" um hier weiterzukommen.
Nordland hat geschrieben: 14.11.22, 20:53 Es werden hier pauschal Zweifel an der Rechtmäßigkeit weggewischt mit dem sinngemäß geäußerten Argument, dass die Genehmigung erteilt worden sei, beweise die Rechtmäßigkeit.
Das bedeutet für den Eigentümer des Baumes hier, er kann diesen fällen. Er ist nicht verpflichtet die Rechtmäßigkeit zu hinterfragen oder gar mittels Zweitgutachten zu verifizieren.
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