Finanzieller Zuschuss für den Umgang mit einem Patenkind (lebt im Kinderheim)?

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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M._Kater
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Finanzieller Zuschuss für den Umgang mit einem Patenkind (lebt im Kinderheim)?

Beitrag von M._Kater »

Hallo miteinander,

ein Kind (12 Jahre) lebt in einem Kinderheim (vollstationäre Wohngruppe). Das Sorgerecht wird vollständig durch die Amtsvormundschaft ausgeübt und wurde den Eltern/der Familie entzogen.

Ich habe ein 14-Tage-Umgangsrecht eingeräumt bekommen, obwohl ich zu der Familie des Kindes keinerlei Bezug habe - weder verwandt noch verschwägert, wie man so schön sagt. Anschaulich gesprochen hat das Kind von seinen Eltern und der sonstigen Familie kaum etwas zu erwarten, und ich habe es gewissermaßen "unter meine Fittiche" genommen - meinen persönlichen Möglichkeiten entsprechend. Man könnte es umgangssprachlich Patenkind nennen, nur dass dieser Begriff nirgends verbindlich definiert ist (im Gegensatz zu Adoptivkind oder Pflegekind).

Weiß jemand, ob es für die "Finanzierung" des Umgangs (Fahrtkosten, Ausflüge, Unternehmungen, ...) mit einem Kind prinzipiell die Möglichkeit eines finanziellen Zuschusses seitens des Jugendamtes gibt?

Leider ist es so, dass ich es aufgrund bestimmter persönlicher Umstände nicht leisten könnte, mein Patenkind als Pflegekind zu mir nach Hause zu nehmen. Deshalb versuche ich das zu tun, was mir unter den entsprechenden Umständen möglich ist... Aber besonders in der heutigen Zeit der rasanten Preissteigerungen überall wollte ich mich dann doch mal mit dieser Frage beschäftigen, wenngleich es mir auch peinlich ist, danach fragen zu müssen... Aber letztendlich würde das Geld eh meinem Patenkind auf die eine oder andere Weise zugute kommen.

Ich habe natürlich auch schon versucht, mich zu diesem Thema zu belesen. Ich habe aber das Gefühl, dass ich mit meinem "Umgangsmodell" in keine der bekannten Schubladen passe...

Hat vielleicht jemand von Euch eine Idee...?

Herzlichen Dank...
FM
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Re: Finanzieller Zuschuss für den Umgang mit einem Patenkind (lebt im Kinderheim)?

Beitrag von FM »

M._Kater hat geschrieben: 20.11.22, 23:10 Man könnte es umgangssprachlich Patenkind nennen, nur dass dieser Begriff nirgends verbindlich definiert ist
Die Patenschaft schon, z.B. hier:
https://www.vatican.va/archive/cod-iuri ... 74_ge.html
oder auch hier
https://www.kirchenrecht-ekir.de/docume ... #s20000022
und in ähnlichen Normen.

Aber daraus kann kein Anspruch gegen staatliche Stellen folgen, höchstens gegen kirchliche.
M._Kater
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Re: Finanzieller Zuschuss für den Umgang mit einem Patenkind (lebt im Kinderheim)?

Beitrag von M._Kater »

FM hat geschrieben: 21.11.22, 00:08
M._Kater hat geschrieben: 20.11.22, 23:10 Man könnte es umgangssprachlich Patenkind nennen, nur dass dieser Begriff nirgends verbindlich definiert ist
Die Patenschaft schon, [...]
Allerdings würde das so oder so nicht auf meine Patenschaft zutreffen... Der Begriff Patenschaft wurde zwar mal ursprünglich im kirchlichen Bereich geprägt, wird heute aber auch außerhalb jeglichen kirchlichen Kontextes verwendet. Das ist auch bei meiner Patenschaft so, da weder das Kind noch ich irgendeiner Konfession angehören.

Ich verwende den Begriff "Patenschaft" bzw. "Patenkind", um der persönlichen Beziehung und dem Umgang einen Namen zu geben. Alle sonstigen Begrifflichkeiten, die ich kenne, passen alle nicht, da das Kind weder mein Stiefkind, mein Pflegekind noch mein Adoptivkind ist...

Soweit ich weiß können leibliche Eltern finanzielle Hilfen vom Jugendamt bekommen, wenn diese signalisieren, dass sie den Umgang mit ihrem Kind wahrnehmen würden, dies aber finanziell nicht alleine stemmen können, insbesondere bei einkommensschwachen Eltern(teilen) und wenn es auch kein Kindergeld gibt, da das Kind ja vollständig vom Heim versorgt wird.

Nimmt man ein Pflegekind zu sich nach Hause, dann ist alles klar geregelt und dafür gibt's auch Geld... und gar nicht mal wenig...

Meine "Modell" gibt's irgendwie gar nicht... :? Ich bin die einzigste (zuverlässige) Bezugs- und Vertrauensperson, die das Kind außerhalb der Einrichtung hat. Anschaulich könnte man sagen wie eine Art Ersatzpapa oder Pflegepapa, nur dass das Kind aber eben nicht bei mir zuhause wohnt...

Sicher regional unterschiedlich, aber Kinderheime gibt's auch nicht "an jeder Ecke"... Hier ist die (einfache!) Entfernung auch rund 40 Kilometer, da kommt bei einem regelmäßigen Umgang schon etwas zusammen... und dann bin ich erstmal nur dort. Da haben wir noch nichts unternommen...

Alles recht kompliziert... (wenn man nach etwas finanzieller Unterstützung sucht)
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