Beschlussfassung über Baumpflanzung

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Nordland
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Beschlussfassung über Baumpflanzung

Beitrag von Nordland »

Hallo,

nehmen wir an, mehrere Eigentümer wünschen sich die Anpflanzung eines Baumes auf einer Gemeinschaftsfläche, unter anderem, weil dieser Schatten werfe, CO2 binde und das Erscheinungsbild verbessere. Die ausgewählte Baumart soll schnellwachsend sein und ausgewachsen bis 15m hoch werden. Ein Eigentümer ist dagegen, weil er eine Beeinträchtigung der Sicht auf eine bestimmtes landschaftliches Merkmal (angeblicher Wertverlust) und überdies Verschattung seiner Wohnung und Laubfall auf seinen Balkon befürchtet.

Liegt hier eine bauliche Veränderung vor, an die höhere Anforderungen an die erforderliche Mehrheit zu stellen sind oder reicht eine einfache Mehrheit? Wann könnte gepflanzt werden, das heißt, muss hier eine Anfechtungsfrist nach der WEG-Versammlung abgewartet werden?

Gruß
Nordland
From the river to the sea - „Palästina“ gab es nie.
Verpflichteter
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Re: Beschlussfassung über Baumpflanzung

Beitrag von Verpflichteter »

Hallo,

ich würde solch Baum als dauerhafte bauliche Veränderung ansehen.
Wenn es dann noch eine kommunale Baumschutzsatzung gibt, die ab ein Stammumfang X einen Beseitigung verbietet, erst recht.

Ein Baum kann unter Berücksichtigung der bisherigen Bepflanzung und Grundstücksgröße eine erhebliche Veränderung des äußeren Erscheinungsbild sein.
Ob das neue Erscheinungsbild positv oder negativ zu sehen ist, liegt im Auge des jeweiligen Betrachters.

Sollten einige Eigentümer auf CO2 Bindung reflektieren, steht es ihnen ja frei andernorts einen Baum zu pflanzen.

Erwerbe ich eine Wohnung mit einer bestimmten Aussicht und diese wird mir genommen, sehe ich für mich eine erhebliche Beeinträchtigung.

Ich würde also sagen, .... Freunde, ohne meine Zustimmung geht da nichts da ich erheblich betroffen bin ....

Laub auf dem Balkon dürfe ein schwaches Argument sein.

Verschattung lässt sich im Vorfeld klären ob oder ob nicht.

Als Gemeinschaft sollte man mit der Bepflanzung warten bis Fristen verstrichen sind.

Es gibt hinreichend Rechtsprechung zum Fällen von Bäumen. Diese sollte sich auch auf das Pflanzen von Bäumen anwenden lassen.

MfG
uwe
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