Online Betrug Entschädigung

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A021rmin
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Online Betrug Entschädigung

Beitrag von A021rmin »

Hallo, guten Tag,
Ich wurde 2020 im Internet betrugt und direkt danach habe ich einen Anzeige bei der Polizei gestellt und alle infos weiter gegeben. Nach so viel Zeit erhalte ich jetzt einen Schreiben von einen Anwalt, dass er endlich erfasst und sich für Seine Taten schuldig bekenne und mir mein Geld zurückgeben würde.
Ich habe damals 120€ für 200€ (Wortsperre: Firmename) Gutscheine bezahlt und nach der Zahlung hat er sein Konto gelöscht.( Es war eine Fake Profil welche nur zu diesem Zweck erstellt worden sei)
Für Einer wie mich damals war diese Vorfall/verlust so schädigend, dass ich mein Handy Verkaufen müsste um diese Verlust begleichen zu können.

Nun bietet mir der Anwalt die 120€ Euro zu überweisen, um meine Anzeige zurückzunehmen.

Was wäre ihre Meinung nach, eine Angemessene Vorschlag ( Entschädigung ) mit Berücksichtigung Wert des Geldes, die Vergangene Jahre und Probleme die er mir damit bereitet hat?

Wie ist die Rechtslage?

Mit freundlichen Grüßen:)

Danke für Ihre Zeit und die Mühe
ExDevil67
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Re: Online Betrug Entschädigung

Beitrag von ExDevil67 »

Beratung im konkreten EInzelfall ist hier nicht zulässig, allerdings ist ein Angebot über 100% der Schadenssumme sehr gut. Im Regelfall sieht man eher 0% und auch bei einer Insolvenz gibt's üblicherweise deutlich weniger.
A021rmin
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Re: Online Betrug Entschädigung

Beitrag von A021rmin »

Danke für Ihre Hilfe :)
Ich wünsche ihnen einen Schönen Tag Noch
Froggel
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Re: Online Betrug Entschädigung

Beitrag von Froggel »

Hauptsache, der »Anwalt« verlangt nicht weiteres Geld, um die ursprüngliche Summe zurückzuüberweisen.
Ich wäre da skeptisch, wenn mir ein Anwalt so etwas erzählen würde, denn die Anzeige kann man gar nicht zurückziehen, sondern nur einen Strafantrag. Betrug ist aber ein Offizialdelikt, d.h. bei einer Anzeige wird die Staatsanwaltschaft tätig und nur sie wird darüber entscheiden, ob sie die Sache weiterverfolgt, selbst wenn der Geschädigte seine Anzeige zurückzieht.
Das sollte ein Anwalt eigentlich wissen. Deswegen wäre meine Vermutung, dass das gar kein Anwalt war, der das geschrieben hat, sondern nur jemand, der einen Geschädigten weiter schädigen will. Darum unbedingt das Konto im Auge behalten, wenn man demjenigen die Kontodaten gegeben hat, und wenn unberechtigt etwas abgebucht wird, das sofort wieder zurückholen. Und vor allem nichts glauben, wenn jemand schreibt, man muss zunächst mal in Vorleistung gehen und weiteres Geld überweisen.
Ich bin kein Jurist.
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th-h
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Re: Online Betrug Entschädigung

Beitrag von th-h »

Froggel hat geschrieben: 04.02.24, 02:46 Ich wäre da skeptisch, wenn mir ein Anwalt so etwas erzählen würde, denn die Anzeige kann man gar nicht zurückziehen, sondern nur einen Strafantrag. Betrug ist aber ein Offizialdelikt, d.h. bei einer Anzeige wird die Staatsanwaltschaft tätig und nur sie wird darüber entscheiden, ob sie die Sache weiterverfolgt, selbst wenn der Geschädigte seine Anzeige zurückzieht.
Das ist richtig, aber wer - umgangssprachlich - erklärt, dass er seine Anzeige zurückziehe, signalisiert damit ein fehlendes weiteres Interesse an der Strafverfolgung. Zusammen mit der Schadenswiedergutmachung ist das durchaus für die Strafzumessung bedeutsam.
lottchen
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Re: Online Betrug Entschädigung

Beitrag von lottchen »

Sowas hatte ich auch mal. Da wurde jemand (u.a. wegen meiner Anzeige) verurteilt, ist in Revision gegangen und sein Anwalt hat dann geklärt, dass mein Schaden beglichen wurde und ich im Gegenzug schriftlich erklärt habe, dass ich an der Strafverfolgung kein Interesse habe. Keine Ahnung, was die Revision gebracht hat, aber der Anwalt schien davon auszugehen, dass die Verurteilung deutlich herabgesetzt wird. Also kann schon sein, dass die Angelegenheit hier genauso abläuft.
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