Aufgaben in Mathematikunterricht

Moderator: FDR-Team

Eierkopf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 151
Registriert: 14.01.13, 17:45

Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von Eierkopf »

Sollte es so sein, dass nach der Bearbeitung von zwei Aufgaben der aktuellen Buchseite zwei Aufgaben des Mathematikbuches im Unterricht behandelt worden sind und die Lehrerin fordert für diese Stunde als Hausarbeit die Bearbeitung der restlichen Seite (zB 17 Aufgaben zu Prozentsätzen), wie sollte man reagieren, wenn dies in vielleicht in zwei Stunden bei meiner
Enkelin erledigt werden könnte. Unsere Enbkelin aus NRW ist allerdings etwas langsamer.
Aber die einzelnen Aufgaben lassen sich nie , auch von guten Schülern, in der geforderten Zeit bearbeiten.
Andere Eltern meinen, dass dies normel sei. ???
FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 24515
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von FM »

Da hat man für jede Aufgabe 7 Minuten Zeit. Wenn lediglich ein Prozentsatz berechnet werden soll, ist das schon sehr reichlich.
ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 30199
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von ktown »

Was ist nun der rechtliche Aspekt und die dazugehörige Frage?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 24806
Registriert: 05.07.07, 08:27

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von Tastenspitz »

Was ist die geforderte zeit?
42
Froggel
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 4506
Registriert: 19.05.05, 16:17
Wohnort: Niedersachsen

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von Froggel »

Schulen bzw. die Schulministerien geben oftmals eine Gesamtzeit vor, wie lange maximal an Hausaufgaben gesessen werden soll. Die Dauer richtet sich nach der Klassenstufe. Das reicht beispielsweise in NRW von 30 Minuten (1.-2. Klasse) bis zu 75 Minuten (8.-10. Klasse). Da davon auszugehen ist, dass das Kind Hausaufgaben in mehreren Fächern auf hat, ist diese Zeit entsprechend aufzuteilen. Schafft ein Kind in der gesetzten Zeit seine Hausaufgaben regelmäßig nicht, sollten Erziehungsberechtigte ein Gespräch mit der Schule suchen. Eigenmächtig von den Hausaufgaben befreien geht jedenfalls nicht, da die Erledigung der Hausaufgaben eine Pflicht ist, die zumeist in der Schulordnung geregelt ist.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -
Nordland
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3639
Registriert: 20.08.05, 13:30

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von Nordland »

Hallo VT 92,

es heißt: non scholae sed vitae...

Deine Enkelin wird lernen, dass man im Leben vor schwere, scheinbar kaum zu schaffende Aufgaben gestellt wird. Wenn sie merkt, dass sie es doch schaffen kann, wird das ihr Selbstvertrauen stärken.

Schön, dass du dich so sehr kümmerst, aber helikoptern sollte man nicht.
Eierkopf
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 151
Registriert: 14.01.13, 17:45

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von Eierkopf »

Na Ja, ...discimus.
Man sollte sich auch solchen Aufgaben stellen, die zunächst unüberwindbar erscheinem. Natürlich! Aber wie steht es dann mit solchen Aufgaben, die für die Alterstufe unangemessen sind.
Schön dass Nordland meine Enkelin auch versuchen lassen würde den Weltrekord im Hochsprung auf 2,90m zu schrauben. Lassen wir sie doch mal springen.
Nach einem Gespräch mit der Fachlehrerin, die nicht so sehr fachlich kompetent war (Sie vertritt einen Fachlehrer in Mutterschaft), hat sie immerhin die Zuwendung zu SchülerInnen, die sich ansonsten wenig beteiligen erhöht.
Das ist immerhin etwas. Lehrer in NRW wissen meist nicht , dass es vom 1.Schuljahr bis zum 13. Schuljahr eine Hol- und Bringschuld gibt. Anfangs gibt es eine totale Holpflicht des Leheres, die dann bis zur Jgst 13 in eine vollständige Brimgschuld des Schülers übergeht.
Die rechtliche Einordnung ist aus meiner Sicht recht einfach. Sind die Prüfungsanforderungen, z.B. in den schriftlichen Überprüfungen, unangemessen, so könnten die negativen Ergebnisse formal anfechtbar sein.
Froggel
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 4506
Registriert: 19.05.05, 16:17
Wohnort: Niedersachsen

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von Froggel »

Eierkopf hat geschrieben: 15.04.24, 22:24Aber wie steht es dann mit solchen Aufgaben, die für die Alterstufe unangemessen sind.
Die wird man kaum in dem für die Klassenstufe vorgesehenen Mathebuch finden, es sei denn natürlich, das Kind hat zuvor mehrere Klassenstufen übersprungen. Aber dann wäre fraglich, ob es in der richtigen Klasse gelandet ist, wenn es die Aufgaben nicht mehr packt. Gleiches gilt, wenn das Kind zwar in der richtigen Altersstufe ist, den anderen aber hinterherhinkt. Wenn auch die guten Schüler die Aufgaben nicht in der vorgesehenen Zeit nicht schaffen, ist das kein Zeichen dafür, dass die Aufgaben nicht für die Altersstufe geeignet sind, sondern eher dafür, dass es einfach zu viele Aufgaben sind.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -
hawethie
FDR-Moderator
Beiträge: 6460
Registriert: 14.09.04, 12:27

Re: Aufgaben in Mathematikunterricht

Beitrag von hawethie »

Die rechtliche Einordnung ist aus meiner Sicht recht einfach. Sind die Prüfungsanforderungen, z.B. in den schriftlichen Überprüfungen, unangemessen, so könnten die negativen Ergebnisse formal anfechtbar sein.
wenn du dir so sicher bist, warum fragst du in einem Rechtsforum nach der rechtlichen Einschätzung?
Zu der Angemessenheit der Aufgabe für die Altersstufe hat @Froggel ja was geschrieben.
Zu der Beurteilung fehlen hier einige Angaben (war für Aufgaben, Komplex oder einfaches %-Rechnen; Alter des Kindes.....)
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.
Aus Erfahrung: Krebsvorsorge schadet nicht.
Antworten Thema auf Facebook veröffentlichen Thema auf Facebook veröffentlichen