Vorstandswahl nichtig

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andihu
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Vorstandswahl nichtig

Beitrag von andihu »

Hallo!
Mal angenommen, ein gemeinnütziger Verein führt in der Mitgliederversammlung eine Vorstandswahl durch, meldet diese ordnungsgemäß beim Amtsgericht an, das Amtsgericht weist diese Wahl jedoch zu Recht als nichtig zurück und verlangt eine Wiederholung der Vorstandswahl innerhalb einer bestimmten Frist, z.B. sechs Wochen.
Was passiert, wenn der Verein nicht reagiert und einfach zwei Jahre abwartet, bis die nächste reguläre Wahl vorgesehen ist? Welche Konsequenzen muss er fürchten? Welche Handhabe hat das Amtsgericht?
Vielen Dank schon mal.
ExDevil67
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Re: Vorstandswahl nichtig

Beitrag von ExDevil67 »

Da das Amtsgericht ja nun schon weiß das da es da keinen ordnungsgemäß gewählten Vorstand gibt, könnte es afaik einen Notvorstand bestellen der dann asap zur Neuwahl zu laden hat bzw lädt. Wenn der Verein Glück hat wird der alte Vorstand berufen, mit Pech ein externer Anwalt der dann abrechnet mit dem Verein.
Jdepp
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Re: Vorstandswahl nichtig

Beitrag von Jdepp »

Das Amtsgericht wird von sich aus keinen Notvorstand bestellen. Das geht nur auf Antrag eines Beteiligten (29 BGB). Das Amtsgericht kann theoretisch, wenn denn das Amt tatsächlich beendet ist, den alten Vorstand von Amts wegen aus dem Register löschen ohne eine neuen Vorstand einzutragen. Der Verein wäre dann handlungsunfähig und es könnte nicht mal mehr zu einer neuen Versammlung einberufen werden. Praktisch wird das Gericht aber gar nichts machen und abwarten. Solange der alte Vorstand noch eingetragen ist, kann der wirksam zu einer Versammlung einberufen auf der gewählt werden kann.
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