Kaputte Geräte wegen einem Stromausfall

Moderator: FDR-Team

Marned
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 259
Registriert: 09.05.11, 13:42

Kaputte Geräte wegen einem Stromausfall

Beitrag von Marned »

Hallo zusammen,

angenommen, in einem Mehrfamilienhaus, in dem man zu Miete wohnt an der Stromleitung gearbeitet wird.

Bei diesen Arbeiten läuft etwas schief und dies verursacht einen kurzfristigen Stromausfall aufgrund einer Stromüberspannung.

Dadurch gehen bei vielen Mietern mehrere Geräte kaputt.

Ein Mitarbeiter der Firma, die an der Leitung gearbeitet hat, kommt zu den Mietern, fragt die, ob irgendetwas kaputt gegangen ist und macht Fotos der kaputten Geräte. Er sagt dann, dass deren Versicherung sich bei den Mietern melden würde.

Die Versicherung meldet sich dann irgendwann. Ein Mitarbeiter der Versicherung kommt und macht wieder Fotos der kaputten Geräte und sagt einem Mieter, er leitet das weiter und was die den Geschirrspüler betrifft, der Mieter müsste sich selbst darum kümmern, dass ein Elektriker kommt, und einen Kostenvoranschlag für einen Austausch oder eine Reparatur macht und der Mieter müsste diesen dann dem Vermieter schicken, der den dann wiederum der Firma / dem Schadensverursacher weiterleitet und der dann diesen widerum der Versicherung weiterleitet.

Ein Elektriker ist dann im Auftrag des Mieters gekommen und kurz danach einen Kostenvoranschlag zum Austausch gegen einen neuen Geschirrspüler erstellt. In diesem hat er erwähnt, dass das Gerät irreparabel ist.

Der Mieter schickt dann den Kostenvoranschlag dem Vermieter, dieser meldet sich aber zurück und teilt die Mail des Schadensverursacher mit, sodass der Mieter ihm direkt schreiben muss.

Der Mieter macht das und dann meldet sich der Schadensverursacher zurück und sagt, dass das Ganze über die Versicherung läuft und der Vermieter daher direkt die Versicherung anschreiben sollte. Der Mieter findet im Internet die Mail des Versicherers und mach das.

Gleichzeitig schreibt aber der Mieter dem Schadensversacher, dass den Schaden bei ihm nicht die Versicherung verursacht hat und das außerdem nicht die Versicherung des Mieters ist und zudem die Versicherung meinte, dass der Kostenvoranschlag an den Schadensverursacher gehen soll, sodass er sich um die Weiterleitung an die Versicherung kümmert.

Der Schadensverursacher entschuldigt sich darauf und leitet den Kostenvoranschlag weiter.

Dann vergeht eine Woche danach, wobei insgesamt zu dem Zeitpunkt schon 2 Monate vergangen sind seit der Geschirrspüler kaputt gegangen ist, weswegen das ganze Geschirr manuell gewaschen werden muss, wodurch die Zeit und Energie verloren gehen.
Wobei wegen der anderen kaputten Geräte ebenfalls keine Rückmeldung erfolgte.

Kann der Mieter nun dem Schadensverursacher eine Frist zur Überweisung des im Kostenvoranschlag angegebenen Betrages setzen und bei deren Überschreitung den Austausch einleiten? Gibt es dann einen Weg, wie man am effizientesten den Schadensverursacher zur Erstattung bringen könnte?
Was ist, wenn dann irgendwann die Veesicherung entscheidet, dass die im Kostenvoranschlag angegebenen Kosten unangemessen sind, da gegen ein absolut neues Gerät ausgetauscht wurde?

Was wäre überhaupt die beste Vorgehensweise des Mieters in dieser Situation?

Danke
ktown
FDR-Moderator
Beiträge: 30198
Registriert: 31.01.05, 08:14
Wohnort: Auf diesem Planeten

Re: Kaputte Geräte wegen einem Stromausfall

Beitrag von ktown »

Marned hat geschrieben: 20.03.24, 11:50 Was wäre überhaupt die beste Vorgehensweise des Mieters in dieser Situation?
1. Einen Anwalt mit der Vertretung der eigenen Interessen beauftragen.
2. Immer nur mit dem eigenen Vertragspartner kommunizieren. Weder der Schadensverursacher noch die Versicherung sind Vertragspartner.
3. Das man zwei Monate und länger wartet kann niemandem anderes angelastet werden als sich selbst. Es hindert einem keiner, nach einer Prioritätenliste die beschädigten Geräte auszutauschen oder reparieren zu lassen.
4. Wieso hat man den Schaden nicht der eigenen Hausrat gemeldet? Diese kann sich im Nachgang den entstandenen Schaden von Verursacher holen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
FM
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 24515
Registriert: 05.12.04, 16:06

Re: Kaputte Geräte wegen einem Stromausfall

Beitrag von FM »

Marned hat geschrieben: 20.03.24, 11:50 Was ist, wenn dann irgendwann die Veesicherung entscheidet, dass die im Kostenvoranschlag angegebenen Kosten unangemessen sind, da gegen ein absolut neues Gerät ausgetauscht wurde?
Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Ähnlich wie beim Verkehrsunfall: wenn das 10 Jahre alte Auto Totalschaden hat, bekommt man nicht den Kaufpreis für ein Neues. Schaden ist das, was die zerstörte Sache unmittelbar vorher wert war. Also der Preis für eine vergleichbare gebrauchte Spülmaschine.
Bei diesen Arbeiten läuft etwas schief und dies verursacht einen kurzfristigen Stromausfall aufgrund einer Stromüberspannung.

Dadurch gehen bei vielen Mietern mehrere Geräte kaputt.
Dann war die Ursache wahrscheinlich nicht der Stromausfall sondern die Überspannung. Ich habe da ja nicht viel Ahnung, aber sollte genau das nicht durch Sicherungen verhindert werden?
Elektrikör
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6037
Registriert: 01.06.07, 18:45
Wohnort: Wehringen

Re: Kaputte Geräte wegen einem Stromausfall

Beitrag von Elektrikör »

Hallo,

gegen Überspannung hat eine Sicherung keine Chance.
Die Sicherung schützt gegen Überstrom auf der Leitung, mehr nicht

MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet
th-h
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 112
Registriert: 26.04.20, 18:45

Re: Kaputte Geräte wegen einem Stromausfall

Beitrag von th-h »

FM hat geschrieben: 20.03.24, 20:21Dann war die Ursache wahrscheinlich nicht der Stromausfall sondern die Überspannung.
Ja, sicher.
FM hat geschrieben: 20.03.24, 20:21Ich habe da ja nicht viel Ahnung, aber sollte genau das nicht durch Sicherungen verhindert werden?
Nein, dagegen helfen Sicherungen nicht. Die sollen bei einem Kurzschluss auslösen, also bei einer stark erhöhten Stromstärke (in A), um einen Kabelbrand zu verhindern. Geräte kann man so nicht gegen Überspannung (in V) schützen.
Antworten Thema auf Facebook veröffentlichen Thema auf Facebook veröffentlichen