Öl- und Gasheizungen

politische Aspekte von Rechtsprechung und Gesetzesvorhaben; rechtliche Aspekte von politischem Agieren

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ktown
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von ktown »

Heiko66 hat geschrieben: 31.03.23, 08:52Machbar ist das eben doch für die meisten. Das es im Ergebnis nicht zulässig ist, ist das Problem. Es gibt nur einen ganz geringen Bruchteil mit wenig Fertigungsstunden wofür es dann eine Fachkraft braucht.
Auch wenn wir immer weiter Offtopic abwandern und ich auch sicherlich nicht mehr als eine nichtssagende und nicht auf meine Frage bezogene Antwort bekomme so stelle ich sie trotzdem:

Um welche geringen Bruchteile geht es Ihrer Meinung denn?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe
Tastenspitz
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von Tastenspitz »

Jo. Würde mich auch interessieren. Standortprüfung Aushub, Fundament erstellen, Anlieferung, Mauerdurchbrüche, Leitungsverlegung, Brandschutz, Elektroanschluß, Hydraulischer Anschluss, .....
Da muss man handwerklich schon gut aufgestellt sein.
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Heiko66
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von Heiko66 »

Auch wenn wir immer weiter Offtopic abwandern und ich auch sicherlich nicht mehr als eine nichtssagende und nicht auf meine Frage bezogene Antwort bekomme so stelle ich sie trotzdem:

Um welche geringen Bruchteile geht es Ihrer Meinung denn?
Beantworte ich Ihnen dann auch gern ab Seite 16
Jo. Würde mich auch interessieren. Standortprüfung Aushub, Fundament erstellen, Anlieferung, Mauerdurchbrüche, Leitungsverlegung, Brandschutz, Elektroanschluß, Hydraulischer Anschluss, .....
Da muss man handwerklich schon gut aufgestellt sein.
Und was daran soll jetzt ihrer Meinung nach handwerklich besonders herausfordernd sein? Fakt ist doch alles was total aufwändig und lästig dabei ist, ist das wofür es nicht einmal einen Hauptschulabschluss braucht. Spezielle Sachkenntnis beschränkt sich auf keine 4 Fertigungsstunden.
ktown
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von ktown »

Heiko66 hat geschrieben: 31.03.23, 11:38
Auch wenn wir immer weiter Offtopic abwandern und ich auch sicherlich nicht mehr als eine nichtssagende und nicht auf meine Frage bezogene Antwort bekomme so stelle ich sie trotzdem:

Um welche geringen Bruchteile geht es Ihrer Meinung denn?
Beantworte ich Ihnen dann auch gern ab Seite 16
Wie erwartet. Jetzt hatte ich gehofft mal was lernen zu können, aber selbst das ist nicht möglich. Die Selbstbaumöglichkeit fände ich nämlich grundsätzlich interessant. Aber sie behalten ja lieber ihr breit gefächertes Fachwissen für sich.
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Tastenspitz
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von Tastenspitz »

Wie erwartet kommt nix fundiertes. Egal.
Bis zum Nachweis des Gegenteils sehe ich hier den Anteil Fachhandwerker bei 50%+X. Insbesondere wenn handwerklich eher Flaute im Oberstübchen ist.
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Heiko66
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von Heiko66 »

Wie erwartet. Jetzt hatte ich gehofft mal was lernen zu können, aber selbst das ist nicht möglich
Wenn Sie vorher vor Spannung platzen zu drohen sollten, dürfte Ihnen einen nicht ganz unbekanntes Videoportal diverse Antworten dazu geben.

Ich kann Ihnen soviel sagen. Mein Bruder hat sich ein sanierungsbedürftiges Haus gekauft. Der Heizungsbauer ist im Mai 2022 abgesprungen und es war kurzfristig kein Heizungsbauer zu bekommen, der vor Winter da eine Wärmepumpe einbauen wollte. Es ging am Ende weniger ums Geld (also da eine Förderung abzugreifen), sondern darum die fertig saniert Bude beheizen zu können.

Über das Internet ließ sich eine Monoblockwärmepumpe mit Speicher und diversen Anbauteilen eines namenhaften japanischen Wärmepumpenherstellers für 11k erstehen, die dann auch erstaunlicher Weise schon Mitte Oktober geliefert wurde. Das Lästigste beim Einbau war ein frostsicherers Fundament auszuheben und das Material dafür zu beschaffen. Zu zweit haben wir an einem Tag locker alle Buddelarbeiten und Bohrungen inkl. Leerrohrverlegungen fertig gemacht und die Anschlüsse im Keller vorbereitet. Dann hieß es warten auf die Wärmepumpe inkl. Anbauteile. Das Außen- und Innengerät Gerät musste dann an Ort und Stelle geschleppt und befestigt werden. Als technische Spielerei, die Ihnen standardmäßig kein Heizungsbauer macht, haben wir den Kondensabfluss per "Wärmespindel" noch per Einbindung in die Hausautomatisierzung beheizbar gemacht. Zumindest diesen Winter gab es daher auch keine Eisschollen unter der Wärmepumpe, aber die Feuertaufe für einen Winter mit -20 Grad in der Zukunft steht ja noch aus.

Weil der Elektriker sowieso kommen musste, um einen neuen Zählerschrank zu installieren hat er dankbarer Weise dann die Wärmepumpe mit angeschlossen. Sonst hätten wir uns wohl schwergetan einen Handwerker aufzutun, der für eine Stunde Arbeit Lust hat das anzuschließen (Eine Stunde Arbeit ist es natürlich nur, wenn man dem Elektriker das Kabel dann auch schon fertig verlegt von Wärmepumpe zum Zählerschrank vorbereitet). Der Heizungsbauer der Lust hat nur für einen hydraulischen Abgleich vorbeizukomme steht noch aus. Insgesamt waren das keine 2 Tage Arbeit für 2 Personen (eher nicht für das gleichberechtigte weibliche Geschlecht) und beim zweiten Mal geht es ganz sicher noch schneller.

Inkl. Zusatzmaterial also für 13k eine hochweritge Wämepumpe selbst eingebaut. Wenn der Staat dafür noch die 7k springen lassen würde, die er sonst zahlen müsste, wenn das der Heizungsbauer gemacht hätte, würden sich garantiert diverse Hausbesitzer finden, die sich die Wärmepumpe selbst einbauen.

Was es in meinem Fall noch brauchen würde, ist ggf. jemand der mir dann den alten Gasofen abbaut. Bei meinem Bruder lief das vorher über Elektroheizungen. Da war also nichts abzureißen.
Aber sie behalten ja lieber ihr breit gefächertes Fachwissen für sich.
MIr ist ungreiflich, warum SIe der Meinung sind es wäre technisch anspruchsvoll? Ja man muss an den Sicherungskasten und man muss Vor- und Rücklauf richtig anbinden und dann die Anlage am Ende mal richtig konfigurieren/einstellen. Ich habe die (Kupfer-)Rohre hartgelötetgelötet aber man kann sich auch eine entsprechende Zange aus dem Baumarkt holen und mit Pressfittings arbeiten. Das wären aber auch Arbeiten, die man an dem "vom Staat vorgehaltenen Heizungsbauer" abgeben könnte. Für einen geübten Handwerker der das jeden Tag macht sind das in Summe keine 4 Arbeitstunden... Der Rest ist stumpfe dröge Arbeit, für die es keinerlei Fachausbildung braucht.

Und jetzt Sie. Wo genau sollen nun Ihrer Meinung nach viele Fertigungsstunden breit gefächertes Fachwissens erforderlich sein? Ich habe keines und konnte eine funktioniernende Anlage selsbt einbauen ohne selbst Handwerker zu sein.

Das gleiche gilt übrigens auch für Klimaanalgen mit denen man, wenn einen "die gepustete Wärme nicht stört" auch ganz hervorragend heizen kann. Sie können sich das für eine niedrige 4-stellige Summe selbst kaufen und problemlos selbst einbauen. Dafür braucht es nur die Fähgikeit ein bisschen googlen zu können. Sie finden dann aber niemand der Ihnen dann die letzte fehlende Fertigungsstunde (Anlage evakulieren und mit Kühlmittel befüllen. Ohne Klimatechnikerschein ist das auch nicht erlaubt) macht. Der Einbau der Klimananlage kostet dann ganz schnell über 10k. Sie sind dann 7k für Fertigungsstunden los, von denen Sie aber eigentlich nur eine Fh brauchen.

Ich kann ja verstehen warum die Handwerker für ein paar Hundert EURO keine Lust haben vorbeizukommen, wenn man doch viel lieber deutlich rentablere Aufträge abarbeiten könnte. Aber wenn man nun mal als Staat schneller Ergebnisse braucht (und es nicht genug Handwerker gibt), sollte man nicht pauschal gleich alle Mitbürger für geistig behindert erklären, sondern lieber Anreize schaffen, dass alle an einem Strang ziehen.
Tastenspitz
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von Tastenspitz »

Nette Geschichte. Hat nur keinerlei Aussage bezüglich der restlichen 83.999.998 Bürger in Deutschland.
Ich bleib bei 50% + X an Handwerkerleistung.
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Vize2004
noch neu hier
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Re: Öl- und Gasheizungen

Beitrag von Vize2004 »

MGH hat geschrieben: 01.03.23, 15:59 Mal ein paar Eckpunkte.
Wirkungsgrad
Viele Wärmepumpen kommen auf Wirkungsgrade von 1:4 manche sogar auf 1:6 unter durchschnittlichen / guten Bedingungen. also erheblich besser als die von Ihnen angenommenen 1:2,7.
Wenn man das dann noch mit eigenem PV-Strom kombiniert kann das (im Frühjahr bis Herbst) keine Gasheizung billiger. Einzig eine überschaubare Zeit (die in den Normen eher ungünsitger angesetzt wird als die Realität der letzten Jahre) mit kalten bis sehr kalten Temperaturen verschlechtert den Wirkungsgrad insbes. bei Luft-Wärmepumpen deutlich, bleibt im Jahresmittel aber immer noch über den genannten 2,7.

Abschaltungen
Entweder über Pufferspeicher und / oder über Speichermasse im Gebäude lassen sich Zeiten mit kalten Nächten oder kurzen Stromspitzen, an denen ein Energieversorger viellleicht mal abschaltet, problemlos überbrücken. Wirklich 24/7 würde die Wärmepumpe nicht mal bei -20 C außen, vollem Warmwasserverbrauch und voller Heizung in allen Räumen laufen, da entsprechende "Reserven" in den Werten eingerechnet sind.
XX

Lebensdauer
Die jetzt eingebauten Heizungen laufen bis 2040, vielleicht sogar bis 2050. Es macht wenig Sinn, jetzt Bürgern zu erlauben, ne neue Ölheizung einzubauen, um dann in 5 oder 10 Jahren diese noch fast neuwertige Anlage verschrotten zu lassen. Kohlekraftwerke haben Ihren Horizont in Sichtweite, Strom aus regenerativen Quellen wird immer günstiger und damit mehr gebaut, auch Speicher und Netzausbau gehen stetig voran.

Auch wenn die Preise derzeit wieder etwas sinken und somit bei Manchen wieder konkurrenzfähig sind, gehe ich davon aus, das fossile Energie mittelfristig (z. B. auf eine Heizungs-Lebensdauer gesehen) durch zus. Steuern, Kosten für höhere Umweltauflagen, Strafzölle usw. in der breiten Masse unwirtschaftlich wird. Einzelne Ausnahmen wird es geben...
Auch Möglichkeiten zur Abschaltung der Wärmepumpe über Pufferspeicher oder Massenspeicher im Gebäude sind wichtige Überlegungen, die zur Verbesserung der Systemeffizienz und -zuverlässigkeit beitragen können.

Was die Lebensdauer von Heizungsanlagen betrifft, stimme ich Ihnen zu, dass es keinen Sinn macht, jetzt neue Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen zu installieren, die in ein paar Jahren veraltet sein könnten oder den steigenden Umweltstandards nicht mehr genügen. Die prognostizierte Erschöpfung der fossilen Brennstoffreserven und die zunehmende Konkurrenz durch erneuerbare Energiequellen lassen darauf schließen, dass sich die Zukunft der Heiztechnik in Richtung Nachhaltigkeit und Effizienz entwickeln wird.
Zuletzt geändert von ktown am 29.03.24, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
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