Nur Name vom Erben bekannt.

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Altbauer
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Re: Nur Name vom Erben bekannt.

Beitrag von Altbauer »

Wenn im Testament als Erbe einfach nur ein Name steht, den auch manch ein anderer hat, dann wird es wirklich schwierig.
(Fritz Müller, Hans Maier,.....). Dann ist der Erbe nämlich nicht mehr eindeutig feststellbar. Da hilft es auch nichts mehr mit dem Argument :"Ich bin der Hans maier der für die alte Dame regelmäßig eingekauft hat"
Unter Umständen könnte dadurch das Testament ungültig werden.
Dann freuen sich die gesetzlichen Erben.
FM
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Re: Nur Name vom Erben bekannt.

Beitrag von FM »

Gerichte müssen dann eben auslegen und entscheiden. Deshalb ist, obwohl eigentlich Verwaltungstätigkeit, ja auch das Amtsgericht zuständig.

Wenn ich mich recht entsinne (ohne jetzt nachzuschauen) gab es da mal die Formulierung "Mein Vermögen geht an die Tierschutzverein". Das Gericht musste entscheiden: der Tierschutzverein am Wohnort zur Zeit der Abfassung des Testaments, zur Zeit des Todesfalles, alle Tierschutzvereine im Land oder alle bundesweit und falls ja wie anteilsmäßig verteilt? Es war wohl ein nennenswertes Vermögen, da sich etliche Tierschutzvereine darum stritten.
Jdepp
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Re: Nur Name vom Erben bekannt.

Beitrag von Jdepp »

FM hat geschrieben: 02.04.24, 18:08 Wenn "vielleicht noch die Arbeitsadresse bekannt" ist, wäre er für das Gericht schon erreichbar, kann also von der Testamentseröffnung unterrichtet werden.

Wenn da aber wirklich nur steht "Max Müller" wird ein außerbayerisches Amtsgericht nicht fürchterlich viel machen, vielleicht noch eine Aufforderung nach https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__352d.html
oder eben einen Nachlasspfleger einsetzen.

Das hat mit Bayer oder nicht Bayern hier nichts zu tun. Es liegt ein Testament vor. Ein eröffnetes Testament ist von Amts wegen den testamentarischen Erben zu übersenden. Die sind dafür bei Bedarf zu ermitteln auch in "nicht Bayern".
Nox
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Re: Nur Name vom Erben bekannt.

Beitrag von Nox »

Wenn jemand ein Testament zum Beispiel bei einem Notar aufgibt (weiß gar nicht, ob man noch woanders ein Testament aufgeben kann), verlangt der Notar dann nicht von sich aus noch mehr Informationen als nur den Namen? Oder schreibt er dann einfach nur das auf, was ihm die Person, die etwas vererben möchte, ihm sagt?
Jdepp
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Re: Nur Name vom Erben bekannt.

Beitrag von Jdepp »

Ein Testament kann man auch einfach selber handschriftlich verfassen. Einen Notar braucht es dafür nicht. Wenn man denn aber zum Notar geht kann man dem auch eine bereits erstellte Schrift übergeben. Wenn man den Notar aber "schreiben lässt", wird er darauf hinwirken, dass die Angaben so genau sind, das man den/die Bedachten identifizieren kann.
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