MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Moderator: FDR-Team

fragender123777
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MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von fragender123777 »

Ist folgender Fall real möglich?

Person A hat ihre Jacke auf einer Party liegen. Person A hat nie illegale Drogen genommen. Jemand steckt Person A 3 Amphetamin-Tabletten in die Tasche und ruft die Polizei, natürlich anonym.

Person A wird durchsucht, die Tabletten gefunden. Bluttest findet keine Drogen. Haarprobe ebenso. Harlänge 6 Monate messbar.

Ich nehme jetzt einfach mal an, der Führerschein wird dennoch entzogen?

Idee ist meine These, dass der Dopingtester den Sieger bei allen Sportveranstaltungen befiehlt. Die MPU scheint die Übertragung dieses Prinzips auf die Realität zu sein.

Das Verfahren kann vaariieren. Ich kann auch beim Arbeitskollegen mitfahren und ein Tütchen extasy Tabletten ins Sitzpolster stecken. Oder ihm ritalin in den Kaffee tun.

ktown
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von ktown »

Irgendwie scheinen sie ein Problem mit Drogen zu haben, so oft Sie dieses Thema aufgreifen. :wink:
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Jens L
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von Jens L »

fragender123777 hat geschrieben:Ich nehme jetzt einfach mal an, der Führerschein wird dennoch entzogen?
Nein. Der alleinige Besitz von Betäubungsmitteln rechtfertigt nicht die Entziehung der Fahrerlaubnis. Schlimmstenfalls müsste der Betroffene mit der Anordnung eines ärtzlichen Gutchtens rechnen, in dem festgestellt werden soll, ob er Betäubungsmittel konsumiert bzw. konsumiert hat.

fragender123777
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von fragender123777 »

Aber es gibt ja gar keinen Besitz. Sie sagen ja schon, dass man verurteilt wird, wenn einem jemand etwas in die Tasche steckt.
Keith Andrew Brown, 43 Jahre alt aus Middlesex im Vereinigten Königsreich
Verhaftet am 17 September 2007 im Flughafen von Dubai, auf dem Weg nach London von Äthiopien. Er und seine Ehefrau wurden am Flughafen angehalten und durchsucht, ohne dass etwas gefunden wurde. Dann entdeckten Beamte die Reste eines Zigarettenstummels auf seiner Schuhsohle. Er wurde wegen dem Besitz von 0.003g von Cannabis angeklagt und in diesem Monat zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt. Er wartet auf eine Gelegenheit, ein Gnadengesuch zu stellen.

ktown
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von ktown »

fragender123777 hat geschrieben:Aber es gibt ja gar keinen Besitz. Sie sagen ja schon, dass man verurteilt wird, wenn einem jemand etwas in die Tasche steckt.
Keith Andrew Brown, 43 Jahre alt aus Middlesex im Vereinigten Königsreich
Verhaftet am 17 September 2007 im Flughafen von Dubai, auf dem Weg nach London von Äthiopien. Er und seine Ehefrau wurden am Flughafen angehalten und durchsucht, ohne dass etwas gefunden wurde. Dann entdeckten Beamte die Reste eines Zigarettenstummels auf seiner Schuhsohle. Er wurde wegen dem Besitz von 0.003g von Cannabis angeklagt und in diesem Monat zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt. Er wartet auf eine Gelegenheit, ein Gnadengesuch zu stellen.
Und was hat das mit deutschem Recht zutun?
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FelixSt
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von FelixSt »

fragender123777 hat geschrieben: Idee ist meine These, dass der Dopingtester den Sieger bei allen Sportveranstaltungen befiehlt.
:?: :?: :?:
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

gargamel111
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von gargamel111 »

Und ich dachte schon, ich wäre der einzige, der das nicht versteht.
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Tastenspitz
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von Tastenspitz »

Nö. Das Thema ist schon so ´ne Art Signatur des Users fragender123777. Scheint irgendwas unverarbeitetes aus der frühen Kindheit zu sein.... :?
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von BäckerHD »

Tastenspitz hat geschrieben: Scheint irgendwas unverarbeitetes aus der frühen Kindheit zu sein.... :?
Unverarbeiteter Grammatikunterricht?

Dopingtester: "Ey, Sportler, ich befehle Dich!"

Sportler: "Jawohl, Herr Dopingtester!"

:shock:

fragender123777
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von fragender123777 »

Das ist so einfach, es versteht jeder 12-jährige: All Gegner von Klitschko fallen beim ersten Schlag um. Wenn einer das nicht tut, wird er positiv getestet.

Beim Dopingtest werde ich verurteilt, wenn man mir etwas ins Getränk tut.
Ebenso ist es bei der MPU. Man kann einen Fußgänger testen auf Drogen. Beim Fußgänger gibt es keine Mindestmenge wie bei einem Dopingtest der NADA.
Sowohl der MPU-Test als auch der NADA-Test sind immer positiv, wenn sie korrekt ausgeführt werden.

Im Gegensatz dazu steht das Strafrecht. Dort kann man nur verurteilt werden, wenn man unter Drogeneinfluss am Steuer sitzt. Wenn man mir also etwas ins Getränk tut und ich die Mindestmenge überschreite, dann merke ich dies und kann das Auto stehen lassen. Nach MPU-Regeln verliere ich den Führerschein dennoch.

Es gibt also 2 Systemarten:
Das Strafrecht bestraft Schuldige. In diesem Fall Menschen, die unter Drogeneinfluss Auto fahren.
Das Führerscheinrecht bestraft Unschuldige. In diesem Fall Menschen, die nicht unter Drogeneinfluss Auto fahren. Das Führerscheinrecht wurde damals erschaffen, um eine Diktatur zu sichern.
Das Dopingrecht ist ein gentechnisch verbesserter Klon des Führerscheinrechts. Da alle Sportler gedopt sind, ist jeder schuldig; der Tester kann nicht mehr lügen. Wenn Gott allmächtig wäre, könnte er einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn selbst nicht heben kann: der Dopingtest ist dieser Stein.

ktown
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von ktown »

In ihrem ersten Thread hat man jemanden Drogen in die Tasche gesteckt und die Tests sind negativ.

Jetzt plötzlich wurde jemand was ins Getränk getan und somit Drogen im Körper.

Was kommt als nächstes?
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Tastenspitz
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von Tastenspitz »

fragender123777 hat geschrieben:Das Strafrecht bestraft Schuldige. In diesem Fall Menschen, die unter Drogeneinfluss Auto fahren.
Schuldige werden bestraft. Sollte soweit schlüssig sein.
fragender123777 hat geschrieben:Das Führerscheinrecht bestraft Unschuldige.
Das Führerscheinrecht sieht afaik keine Strafen vor.
fragender123777 hat geschrieben:Das Führerscheinrecht wurde damals erschaffen, um eine Diktatur zu sichern.
Jep. Deswegen heißt es auch "Führerschein" gell? :lachen: :lachen:
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Loanstar
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von Loanstar »

Kleine Fallabwandlung:

A und B leben zusammen, sind aber zerstritten. Um dem A eins auszuwischen, gibt die B eine Steuererklärung für A ab, in der völlig unsinniges Zeug steht. A bekommt vom zuständigen Finanzamt eine saftige Steuernachzahlung aufgebrummt. Dass jemand anders die Steuererklärung falsch für ihn abgegeben hat, wird dem A nicht geglaubt.

Ergebnis: Das Steuerrecht bestraft Unschuldige! Schließlich kann jeder für irgendwen eine Steuererklärung abgeben, wenn er es nur geschickt anstellt. Es gibt keine Gerechtigkeit im Steuerrecht, eigentlich gilt nur das Recht des Skrupelloseren!

gargamel111
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von gargamel111 »

Loanstar hat geschrieben:Schließlich kann jeder für irgendwen eine Steuererklärung abgeben, wenn er es nur geschickt anstellt.
Klar, schließlich muss man das Ding nicht unterschreiben und Belege müssen auch keine mit dabei sein und nächstes Jahr gibt er seine eigene Erklärung dann mit Zahlen ab, bei denen er das Doppelte wieder rausbekommt. Das Finanzamt glaubt ja eh alles.
Apropos: Ich glaube, fragender123777 und Loanstar nehmen das gleiche Zeug :devil:
Loanstar hat geschrieben:Es gibt keine Gerechtigkeit im Steuerrecht, eigentlich gilt nur das Recht des Skrupelloseren!
Ok, das ist nun aber wirklich unbestritten.
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fragender123777
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Re: MPU - Keine Chance für tatsächlich Unschuldige?

Beitrag von fragender123777 »

So wie ich sehe, kann aber der A dann eine richtige Steuererklärung abgeben und sein reales Einkommen nachweisen. Ein Führerscheinrecht liegt nicht vor.

Wenn dem A aber jemand etwas ins Getränk tut, dann kann er zwar am nächsten Tag eine Haarprobe beim TÜV abgeben, welche beweist, dass er nie BTM genommen hat, der Vorgesetzte wird aber dennoch den Führerschein einziehen, mit der Begründung, einmaliger Konsum sei nicht nachweisbar. Hier liegt das Führerscheinrecht vor, denn A ist nicht unter Drogeneinfluss Auto gefahren.

Noch raffinierter ist der NADA-Test aufgebaut. Findet man im Hotelzimmer eines Radfahrers InjektionsNadeln, wird das gesamte Team gesperrt. Nun gibt es so viele Angriffe, dass eine Verteidigung unmöglich wird. Ein Zimmermädchen kann Nadeln in das Zimmer legen, während der Radfahrer fährt, sie ist bestochen.

Also kann man die Systeme nach Stärke ordnen:
1. Dopingtest: Jeder ist schuldig, man kann aber auch Unschuldige verurteilen.
2. MPU: Man kann auch Unschuldige verurteilen.
3. Strafrecht: Man kann nur Schuldige verurteilen.

Das Führerscheinrecht ist eine Besonderheit, da in diesem steht, dass jeder bestraft wird, der eine Straftat nicht begeht; dieses Recht war damals notwendig, um das System aufzubauen.

Daraus folgt, dass jeder Deutsche den Führerschein verliert, wenn er nicht unter Drogeneinfluss Auto fährt.

Für das Eingangsbeispiel muss also gelten: Der Mann hat keine Straftat begangen. Also muss er entweder den Führerschein verlieren oder vor Gericht verurteilt werden.

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