Wie müssen Influencer-Accounts klagesicher gekennzeichnet se

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Katharina Schwarzen
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Wie müssen Influencer-Accounts klagesicher gekennzeichnet se

Beitrag von Katharina Schwarzen » 29.07.18, 18:00

Hallo,

ein Soziales Netzwerk/Influencer trägt z. B. regelmäßig Sportartikel, von denen die entsprechenden Hersteller zu sehen sind, für die zwar kein Werbevertrag besteht, aber der Influencer die Sportartikelhersteller als Hashtags erwähnt?

Wie muss jetzt der Soziales Netzwerk-Account und entsprechende Bilder und Videos gekennzeichnet sein, damit man nicht von Schleichwerbung o. ä. sprechen und entsprechend verklagt werden kann?

Muss z. B. in allen Bildern und Videos "Werbung" stehen?

Und, oder im Accountprofil als Profilunterschrift "Werbung", "Werbepartner von ...", ...?

Danke.

LG
Zuletzt geändert von ktown am 29.07.18, 20:49, insgesamt 1-mal geändert.
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SusanneBerlin
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Re: Wie müssen Influencer-Accounts klagesicher gekennzeichne

Beitrag von SusanneBerlin » 29.07.18, 18:04

Wenn kein Werbevertrag mit dem Sportartikelhersteller besteht, darf er sich nicht "Werbepartner von ..." nennen.
Grüße, Susanne

Katharina Schwarzen
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Re: Wie müssen Influencer-Accounts klagesicher gekennzeichne

Beitrag von Katharina Schwarzen » 29.07.18, 18:37

SusanneBerlin hat geschrieben:Wenn kein Werbevertrag mit dem Sportartikelhersteller besteht, darf er sich nicht "Werbepartner von ..." nennen.
Ja, ergibt Sinn! ;-)

O. g. sollte eher eine Aufzählung sein. ;-)

Wann ist es Werbung und wann nicht?

Es können ja Bilder und Videos gemacht werden, auf denen irgendwo im Hintergrund irgendein Markenlogo zu sehen ist, man das gar nicht bemerkt hat und mit der Marke auch nichts am Hut hat. Trotzdem Werbung?

Oder ist es auf jeden Fall Werbung, auch als kleiner Nicht-Influencer, wenn man als Hashtag eine Marke nennt?

Ab wann ist man eigentlich ein Influencer? Wie viele d.mme User müssen einem folgen, damit der ein Influencer ist?

Oder reicht es, auch als jemand, der nur 5 Follower hat, wenn man selbst in sein Profil schreibt, dass man Influencer ist?

ktown
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Re: Wie müssen Influencer-Accounts klagesicher gekennzeichne

Beitrag von ktown » 29.07.18, 20:52

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Michael A. Schaffrath
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Re: Wie müssen Influencer-Accounts klagesicher gekennzeichne

Beitrag von Michael A. Schaffrath » 07.08.18, 14:47

Katharina Schwarzen hat geschrieben:Ab wann ist man eigentlich ein Influencer? Wie viele d.mme User müssen einem folgen, damit der ein Influencer ist?

Oder reicht es, auch als jemand, der nur 5 Follower hat, wenn man selbst in sein Profil schreibt, dass man Influencer ist?
Da der Begriff "Influencer" rechtlich keine Bedeutung hat (er ist weder geschützt noch hat er eine rechtlich nachprüfbare Definition, vgl. "prominent"), machen die Fragen keinen Sinn.

Die Frage ist eher, ab wann man (ge)werblich handelt und daher ggfs. (Schleich-)Werbung als solche kennzeichnen muß.
DefPimp: Mein Gott
Biber: Nö, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

Chabos wissen, wer der M.A.S. ist.

ralle123
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Re: Wie müssen Influencer-Accounts klagesicher gekennzeichne

Beitrag von ralle123 » 06.09.18, 09:46

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, sofern man keine Werbeeinnahmen eines entsprechenden Herstellers verbucht, ist es auch keine gewerbliche Tätigkeit und nicht zu kennzeichnen.
Ansonsten fallen mir gerade mindestens 50 Autonarren mit regelmäßiger Nutzung dieser Portale ein, die ein juristisches Problem hätten.

Die Frage ist aber, was verspricht sich der "Influencer" von seiner Praxis den Hersteller zu verlinken.
Ist man absolu sicher keine Vergütung zu erhalten?

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