Mieterhöhung zugrunde gelegter Mietspiegel

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Mimo99
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Mieterhöhung zugrunde gelegter Mietspiegel

Beitrag von Mimo99 » 02.12.18, 23:40

Ein Mieter bekommt eine Mieterhöhung mit Berufung auf den aktuellen Mietspiegel 2018.
Der Mieter stellt fest, das eine Abzugsberechtigung besteht und nicht berücksichtigt wurde ( Rohre über Putz ).
Nach Blick in den aktuellen Mietspiegel fällt auf, das der Vermieter nicht den aktuellen Mietspiegel 2018 zugrunde gelegt hat, sondern für die Berechnung der Nettomiete mit berechtigten Zuschlägen den Mietspiegel von 2016 zugrunde gelegt hat.
Dadurch ergibt sich für den Mieter ein günstigerer Mietzins. Ist der Mieter zur Mitteilung / Korrektur verpflichtet ? Der Mietzins nach aktuellen Mietspiegel würde dann höher ausfallen.
Und kann der Mieter trotzdem einen Abzug geltend machen, aber welchen Mietspiegel soll er dabei zugrunde legen. lt. Mietspiegel 2016 und 2018 sind die Werte, die zum Abzug gebracht werden können unterschiedlich.
Wie ist die Rechtslage ?

Spezi
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Re: Mieterhöhung zugrunde gelegter Mietspiegel

Beitrag von Spezi » 03.12.18, 10:33

Dadurch ergibt sich für den Mieter ein günstigerer Mietzins.
Bei einem Vergleich Miete Mietspiegel 16 und Abzug Rohre und
Mietspiegel 18 und Abzug Rohre ?
Oder bei welchem Vergleich ?
Wenn der Vermieter als Begründung den Mietspiegel 2016 nutzt, muss der Mieter nicht erklären dass dieser veraltet ist.t
Gruß Spezi

hambre
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Re: Mieterhöhung zugrunde gelegter Mietspiegel

Beitrag von hambre » 03.12.18, 11:53

Wie ist die Rechtslage?
Wenn das Ganze zu einem Streit führt, der vor Gericht landet, dann wird dort der Mietspiegel 2018 mit den genannten Abzügen zugrunde gelegt.

Der Mieter ist aber nicht verpflichtet, den Vermieter auf dessen Fehler aufmerksam zu machen.
Und kann der Mieter trotzdem einen Abzug geltend machen, aber welchen Mietspiegel soll er dabei zugrunde legen.
Das ist eine Frage des taktischen Vorgehens. Der Mieter kann erst einmal geltend machen, was er gerne möchte. Zu einem Rechtsstreit sollte es der Mieter aber nicht kommen lassen. Wenn der geltend gemachte Abzug also dazu führt, dass der Vermieter seinen Fehler bemerkt, dann ist das Ganze für den Mieter nach hinten los gegangen.

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