Wohngeld und Krankengeld

Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Berufsgenossenschaften, Renten, Schwerbehinderung ,Kranken- und Pflegeversicherung

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timyboy
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Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von timyboy »

Wenn jemand Krankengeld über die Krankenkasse bezieht, erhält er seine Tagessätze immer als Differenz des vorletzten Arztbesuches bis zum letzen Arztbesuch mit AU...

Wenn jemand es wegen seiner Erkrankung nur zu einem Auszahlungsbetrages von ca. 600 Euro in einem Monat "geschafft" hatte und somit eigentlich Anrecht auf Wohngeld hätte, HIER wäre zu beachten das laut Tagessatz im Monat KEIN Anrecht auf Wohngeld bestände... MEINE Frage: Zählt bei Wohngeld auch das IST Prinzip (Zuflussprinzip) oder das SOLL Prinzip?

DAZU Links von Urteilen oder so? Ich wäre der Meinung, vor allem bei Krankengeld, dass hier das IST Prinzip zählt. DANKE

winterspaziergang
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von winterspaziergang »

timyboy hat geschrieben:
15.05.20, 14:00
Wenn jemand Krankengeld über die Krankenkasse bezieht, erhält er seine Tagessätze immer als Differenz des vorletzten Arztbesuches bis zum letzen Arztbesuch mit AU...
:?: was für Tagessätze. Das Krankengeld richtet sich nach dem regelmäßigen Einkommen (aus Erwerbstätigkeit), allerdings mit Deckelung.
Wenn jemand es wegen seiner Erkrankung nur zu einem Auszahlungsbetrages von ca. 600 Euro in einem Monat "geschafft" hatte und somit eigentlich Anrecht auf Wohngeld hätte, HIER wäre zu beachten das laut Tagessatz im Monat KEIN Anrecht auf Wohngeld bestände... MEINE Frage: Zählt bei Wohngeld auch das IST Prinzip (Zuflussprinzip) oder das SOLL Prinzip?
:?: wenn er nur 600 Euro Krankengeld erhält und Wohngeld reicht, um den Bedarf zu decken, dürfte ein Antrag positiv beschieden werden
DAZU Links von Urteilen oder so? Ich wäre der Meinung, vor allem bei Krankengeld, dass hier das IST Prinzip zählt. DANKE
Wenn das Krankengeld nicht für den Unterhalt reicht, könnte WoGe bewilligt werden. Oder auch nicht, wenn das nicht reicht.

timyboy
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von timyboy »

1. Krankengeld wird per Tagessätze gezahlt, 30 Tage / Monat.

2. Gilt nun das Zuflussprinzip oder Nicht?

winterspaziergang
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von winterspaziergang »

timyboy hat geschrieben:
15.05.20, 18:15
1. Krankengeld wird per Tagessätze gezahlt, 30 Tage / Monat.
:arrow: Krankengeld können Sie bekommen, wenn Sie Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind und einen Anspruch auf Krankengeld haben. Das trifft vor allem auf pflichtversicherte Arbeitnehmer (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V) in folgenden Fällen zu:

-Sie werden stationär in einem Krankenhaus oder einer Reha-Einrichtung behandelt, ohne dass Sie von Ihrem Arbeitgeber weiterhin Ihr Gehalt beziehen.
-Sie sind länger als sechs Wochen wegen derselben Erkrankung arbeitsunfähig und Ihr Arbeitgeber zahlt nicht mehr (§ 3 EntgeltFG).
-Sie haben gerade eine neue Stelle angefangen und werden in den ersten vier Wochen krank. Ihr Arbeitgeber muss dann Ihr Gehalt nicht zahlen. Stattdessen kann Ihnen die Krankenkasse Krankengeld zahlen.
-Sie bekommen Arbeitslosengeld I (ALG I) und sind länger als sechs Wochen krank. Während der ersten sechs Wochen zahlt die Agentur für Arbeit das Arbeitslosengeld weiter. Danach übernimmt die Krankenkasse mit dem Krankengeld.


davon
Tagessätze immer als Differenz des vorletzten Arztbesuches bis zum letzen Arztbesuch mit AU...
liest man nichts
und
:arrow: Die Höhe des Krankengelds ist gesetzlich vorgeschrieben: Es beträgt 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes (§ 47 SGB V). Der geringere dieser beiden Werte wird um die Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Sozialversicherung gekürzt. Dabei werden die entsprechenden Beiträge direkt von den Zahlungen abgezogen. Den Restbetrag bekommen Sie dann als Krankengeld ausgezahlt.
timyboy hat geschrieben:
15.05.20, 18:15
2. Gilt nun das Zuflussprinzip oder Nicht?
wenn das Krankengeld nicht reicht und man mit WoGe kein ALG-II aufstocken müsste, dürfte der Antrag positiv beschieden werden- Anspruch auf Wohngeld besteht nicht, wenn ein Anspruch auf „Hartz IV“ besteht. Mit dem Wohngeld muss die Bedürftigkeit beendet werden.

timyboy
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von timyboy »

Es geht nicht darum wer/wie KG bekommt, sondern ob bei der Berechnung von Wohngeld das Zuflussprinzip (Einkommen in einem Monat) zählt.

ratte1
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von ratte1 »

Hallo,

gemeint ist m.E. , dass die Auszahlung des Krankengeldes immer rückwirkend für die Zeit bis zu dem Feststellungstag der AU gezahlt wird. Der TE möchte wohl jetzt wissen, ob für den Wohngeldanspruch das monatliche Krankengeld entscheidend ist, oder ob es darauf ankommt, wann das Krankengeld auf dem Konto des Krankengeldbeziehers landet ("Zuflussprinzip")

MfG
ratte1

timyboy
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von timyboy »

Genau

winterspaziergang
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von winterspaziergang »

ratte1 hat geschrieben:
15.05.20, 22:31
Hallo,

gemeint ist m.E. , dass die Auszahlung des Krankengeldes immer rückwirkend für die Zeit bis zu dem Feststellungstag der AU gezahlt wird. Der TE möchte wohl jetzt wissen, ob für den Wohngeldanspruch das monatliche Krankengeld entscheidend ist, oder ob es darauf ankommt, wann das Krankengeld auf dem Konto des Krankengeldbeziehers landet ("Zuflussprinzip")

MfG
ratte1
Meines Wissens spielt es beim WoGe keine Rolle, ob das Geld nun am 30. oder am 01. auf dem Konto war.

Nach wie vor ist das auch nicht verständlich
Wenn jemand es wegen seiner Erkrankung nur zu einem Auszahlungsbetrages von ca. 600 Euro in einem Monat "geschafft" hatte und somit eigentlich Anrecht auf Wohngeld hätte, HIER wäre zu beachten das laut Tagessatz im Monat KEIN Anrecht auf Wohngeld bestände...

was heißt, wenn jemand "600 Euro geschafft hat" und damit Anrecht auf Wohngeld hätte, laut Tagessatz aber nicht? Man hat nun "genug" für Wohngeld, laut Tagessatz aber zuviel :?: oder zu wenig :?:

Man hat kein Anrecht auf Wohngeld, wenn man a) gar nicht bedürftig ist oder b) vorrangig ALG-II bezieht, weil das Wohngeld allein nicht aus der Bedürftigkeit hilft.

Eine einmalige Zahlung, die zu Wohngeld berechtigen würde, wenn sie denn nicht nur einmalig wäre, wird nicht zur Aufhebung des ALG-II- Bescheids führen.
Bei Nicht-Leistungsbeziehern wird ein einmaliger Engpass - damit wird man nicht gleich bedürftig- für einen Monat nicht zum Anspruch auf soziale Leistungen führen, da die entsprechenden sozialen Hilfen nicht die Bank ersetzen.

timyboy
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Re: Wohngeld und Krankengeld

Beitrag von timyboy »

Zählt also nicht das Zuflussprinzip beim Wohngeld?

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